Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kehraus m.
kehraus , m. 1 1) der letzte lustige oder wilde tanz zum beschlusz eines festes, der den letzten rest der lust in tollem ausbruch vollends heraustreibt, bei Adelung ' ein langer und geschwinder tanz. mit welchem eine tanzlust gemeiniglich beschlossen wird, weil der tanzplatz durch die langen kleider des andern geschlechtes alsdann gleichsam ausgekehret wird ', wie man von tollen tänzern auch sagt, sie fegen (durch) den saal, und statt wir haben den kehraus gemacht auch 'wir haben mit ausgekehrt' ( Sachsen ). es heiszt nämlich (im tanzen) den kehraus machen, finem choreis facere Steinbach 1, 50…