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Kasserolle

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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7 in 7 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Kasserolle

Bd. 4, Sp. 245
Kasserolle Verbr. ist das Wort Birkf, Saar, von Mos, Westerw nordwärts allg., u. zwar kasəro·l. im mosfrk. Geb. u. kast(ə)rǫ·l. Rip, Nfrk [im Mosfrk hier u. da auch kasdro·l., z. B. Trier-Zemmer, Bitb-Speicher, Wittl-Neuerbg, Koch-Moselkern, May-Kirchesch, Altk-Horhsn; kasərǫ·l. auch im Rip, Nfrk hier u. da, z. B. Gummb, uWupp, Wermelsk, Malm, Monsch, Eup, Aach, Bergh-Kirchherten, Mörs-Neuk, Klev-Calcar; kəstrǫ·l. Erk-Elmpt], Pl. -·l.ə(n), Demin. -rø·l.χə(n), --, –r·l.kə(n) f.: 1. Topf, je nach Geb. von verschiedener Form u. zu versch. Zweck. a. grosse irdene Schüssel, dessen Durchmesser grösser als die Höhe ist, mit Stiel u. Deckel, als Milchtopf, in der das Gemüse zubereitet wird, in der die Butter gewaschen u. geknetet wird Birkf, Mosfrk, Malm, Monsch, Eup; irdenes Kochgeschirr zum Braten Aach, MüEif. — b. gusseiserner Kessel mit Griffen, dessen Boden nach unten zu gewölbt ist, bes. als Bratentopf, zum Auslassen von Speck, Fett dienend u. danach zum Fertigmachen des in einem Kessel abgekochten Gemüses (für den sogen. Pottweck Kemp), im Gegens. zum blechenen, emaillierten Döppe u. Kessel mit rundem, flachem Boden u. zum gusseisernen Digel mit rundem, flachem Boden. Allg. in dem andern Geb. RA.: He hät ihr die K. üverzinnt (mit Zinn versehen) sie beschwängert uWupp; enem et K.röllchen verzinnen ihn verprügeln Düss. Et läut (läutet) op em K.röllche scherzh. vom Läuten der Glocke in Aden-Spessart. — 2. übertr. a. sachl. α. -r·l.kə scherzh. Blouse Kemp. — β. alt K.röllche verächtl. alter, schäbiger Hut May-Kirchesch. — γ. al K. verächtl. altes, verfallenes Haus Sieg-Kaldauen. — δ. scherzh. Gesäss; ech hau dech för de K.! Kref. — b. persönl. verächtl. α. en al K. altes Weib Aden, Ahrw, Rheinb, Eusk, Sieg, MülhRh, MGladb. — β. en doll (dof taube) K. verrücktes, geckiges Mädchen, Weib Sieg, Köln. — γ. e döck K. dickes W.; dat es en K. von nem Mensch Eusk-Dirmerzh. — δ. en domm K. dummes Weib ebd.
1968 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kasserollef.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Kasserolle f., auch Kasserol n. ‘flacher Schmortopf’ (oft mit Stielgriff), Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. cass…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kasserolle

    Goethe-Wörterbuch

    Kasserolle C-, -role 24,102,1 ; einmal reimbedingt ‘Cass’rolle’ flacher Schmor- od Brattopf mit Stiel [ Wachtel: ] Doch,…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kasserolle

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kasserolle (franz. Casserole ), flaches Gefäß von Ton, Eisen oder verzinntem Kupfer, zum Kochen oder Schmoren.

  4. modern
    Dialekt
    Kasserolle

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kasserolle [Khàsərèlə Heidw. ; Khàsərol Dü. Heidolsh. Str. ; Khàsròl Su. K. Z. ; Kàsərol Roppenzw. Hlkr. Ingersh. Katzen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kasserolle

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Zerlegung von kasserolle 2 Komponenten

kasse+rolle

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kasserolle‑ als Erstglied (1 von 1)

Kasserollehafen

PfWB

kasserolle·hafen

Kasserolle-hafen m. : ' eiserner Kochtopf ', Karschtrollhawe [ KU-Hinzw ], Kastrollhawe [ NW-Weish/S ]; vgl. Hafen 1 b, K. 181.