Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
kabbeln
kabbeln
kabbeln Vb. reflexiv ‘sich harmlos herumstreiten, in die Haare kriegen, necken’. Mnd. kabbelen ‘zanken’, nd. kabbelen (neben kibbelen) ‘laut schwatzen’ setzt sich im 19. Jh. auch in hd. Texten durch. Das Verb verbindet sich mit mhd. kibelen, kifelen, kiveren ‘scheltend zanken, keifen’, kifelen, kife(r)n ‘nagen, kauen’, anord. kjapta ‘reden, sprechen’, norw. kjefte ‘lärmen, schelten’, aslaw. ozobati ‘fressen’, russ. (älter) zobát’ (зобать) ‘picken, verschlingen, gierig fressen’, lit. žė́bti ‘langsam essen’. Verwandt sind ferner die unter Käfer und 1Kiefer m. (s. d.) angeführten Formen sowie air. gop ‘Schnabel, Mund’. Ihnen allen liegt die Wurzel ie. *g̑epʰ-, *g̑ebʰ-, ‘Kiefer, Mund; essen, fressen, schnappen’ zugrunde, so daß für kabbeln eine Ausgangsbedeutung ‘die Kiefer bewegen, sprechen, zanken’ anzunehmen ist.