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Hübel

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
11 in 10 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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36

Eintrag · Rheinisches Wb.

Hübel

Bd. 3, Sp. 860
Hübel Allg. bis Mörs, Rees, u. zwar Rhfrk, Mosfrk -iw- [-ew- sö. Wend-Wiesw Offenb u. OEisenb; -īw- im Hunsr ö. u. n. Kreuzn-Kallenfels Norb, Simm-Schwarzerden, Soonw, Wend-Becherb Mittelreidenb Zaub Kirchenbollenb Breungenborn Ausw Reichenb (-ē- Frauenbg) u. in Trier-Ld, Wittl, Bernk, Bitb (-i- NWeis) u. in May hier u. da; -uw- (bei grösseren Haufen) Kreuzn, Wend, Ottw, Saarbr, Simm-Ellern, Merz-Wadern, Koch-Ediger, Neuw-Linz; -ew- Siegld-Obersd 1840]; Rip von NPrüm, Aden, NNeuw, NAltk (n. der Entrundungsl.) -yv- [-øv- bes. in Schleid, Eusk, Rheinb, Malm, Monsch, Aach]; Berg -yv-, –ȳə-, –ø-, –ə-; Eup -øv-; SNfrk -ȳəv-; n. davon -w- aus Mörs-Binsf, Rees-Brünen Ringenbg [Trier-Mehring -īb-; Malm-Ivelding, Schleid-Blankenh, Ahrw-Westum, Neuw-Asb -yb-; Waldbr-Eckenhg -ȳəb-; Waldbr -yp-, doch geht letzeres zurück auf den Stamm hüpp-, der auch in Siegld hebəl, –ø- (selten -o-) vorliegt; s. Hüppel]; Pl. wie Sg. u. -ələ(n); Demin. -əlχə(n), –əlkə, –əltšə m.: 1.a. Hügel, Hügelkuppe; lo iwer de klenen H. were mer doch kommen Mosfrk, Allg.; erhöhte Teile von Orten heissen vielfach H., z. B. die Hochstrasse zu Bitb-Kyllbg Mettend; die Anwohner die Hiwelser; so Ortsviertel in Wend-Remmesw, Koch-Stdt, op der H. Ortstrasse Geilk-Prummern; dann in FlN, so deə H. auf einer Anhöhe gelegener Distrikt Koch-Urschmitt, op den Heweln Trier-Eisenach, Koddenhövvel Malm-Elsenborn, Mark H. Hügel bei Sieg-Ägid; in ON, so Hüvvel Ort der Gemeinde Ägid. RA.: En H. fir e Berg holen ansehen Bitb; mer muss keinen H. för enen Berg ansinn Köln-Stdt. Mer kann nit alle H. gleiche mache nicht alle Schwierigkeiten wegräumen Kreuzn. Eich soss (sass) op em Hiwelchen an flöckt mer meng Stiewelcher; do kom en Eil (Eule) an hult mer meng Seil (Säule) usf. Bitb-Betting. Brombach leit am H., wo die kromme Bauere sen, di greife gleich nom Kniwel Hunsr. — b. jede kleine Erhöhung auf einer Fläche Allg.; im bes. α. eine Erhöhung, Unebenheit im Stück Acker, in der Wiese; dat es ke schin flach Land, et es en H. om annern; de Wis leit voll H.n Mosfrk, Allg.; auch Abhang eines Feldes Allg.; H. op! Ruf beim Klickersp., der erlaubt, dass der Rufer seinen Kl., der in eine Vertiefung gefallen ist, auf den oberen Rand setzen darf Eup; of enem H. auf einem Flecke Saarbr-Völkl. — β. Erhöhung im Gesicht von einem Stosse Bernk-Rhaunen; durch einen Insektenstich Kreuzn, Simm; de het ene H. op der Röck einen Höcker Heinsb-Wassenbg, Verbr., — op de Nas eine gebogene Nase Bergh-Blatzh, Geschwulst Kref. — c. besondere Erhebungen. α. Grabhügel Allg. — β. Rasen-, Schutt-, Komposthaufen zum Verfaulen; mer fehren H. op et Steck Daun, Wittl, Koch, Kreuzn-Stromb, Siegen. — γ. Schneehaufen; de Wand (Wind) hot den Schni op H.n gejogt Bitb, Allg. — δ. Maulwurfshügel, H. Allg. u. Moltərəfshiwel Mosfrk, Molterhofshüvvel Rip, Allg., Mot- Selfk (s. Maulwurf); H.ə sprede (spreiten) Rip, Allg. — ε. Heuhaufen auf der Wiese Verbr. in Dür, Jül, Aach. — ζ. ein grosser Haufen von Dingen schlechthin; en H. Grompern (Kartoffeln), Waffeln, Kliss (Klösse), Kuchen, Brut udgl.; et as en H. Grompern om Desch, mer kann net mat em Stof (Stab) driwer sprangen WEif, Allg. — η. -iw- unförmiges Stück; en H. Brot, Wurscht Saarbr, Saarl. — θ. beim Überfüllen eines Gefässes: et ös ene H. drop; he schott si Glas su huhvoll, dat en H. drop wor Rip, Allg. — ι. Wölbung des Holzschuhes Kref-Linn. — 2. übertr. a. sachl. α. grute H. starke Nase Eup. — β. et em H. han stolz sein Köln-Stdt. — b. persönl. hȳəvəl u. vot-, krēthȳəvəl kleines unartiges Kind Heinsb-Lümb Roerkempen.
3610 Zeichen · 107 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hübelstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    hübel stm. BMZ hügel. md. hubel Pass. ( K. 275,19. 414,6. 601,41). Jer. 25 d . 31 a . 36 c . 155 d . Dal. 52,9. hobel ( …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hübel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Hübel , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Hübelchen, Oberd. Hüblein, ein kleiner Hügel. Die Maulwurfshübel au…

  3. modern
    Dialekt
    Hübel

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Hubel , Hübel [Hûpl Roppenzw. Hi. ; Hípl Fisl. ; Hûwl Mü. Wittenh. Obburnhaupt Heidolsh. ; Hùwl Hüss. Su. NBreis. Dü. Mü…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit huebel

27 Bildungen · 26 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von huebel 2 Komponenten

hue+bel

huebel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

huebel‑ als Erstglied (26 von 26)

Hübelacker

PfWB

huebel·acker

Hübel-acker m. : FlN. Er hot Duwak (Tabak) im Hewwelackeʳ [ LA-Gommh ]. a. 1714: Sie fingen untig der Stadt auf dem Hübelacker an zu schantz…

Hübelbauer

PfWB

huebel·bauer

Hübel-bauer m. : 'Bauer, dessen Gehöft auf einem Hübel 1 steht', Hiwwelbaueʳ [ FR-Tiefth ], Hewwel- [ PS-Fehrb NW-Frankeck ]; vgl. Hübeler .…

Hübelblume

PfWB

huebel·blume

Hübel-blume f. : eine Nelkenart, Hiwwelblumm [ Lambert Penns 82]. Vgl. Rhein. III 861 Hübelsblümchen.

Hübelchenskraut

RhWB

Hübelchens-kraut hīwəlχəs- Simm , Zell (Hunsr) n.: Feldthymian, thymus serpyllum, so genannt, weil er kleine Polster oder Hügel bildet.

hübeler

DWB

hube·ler

hübeler , m. tadler, schmäher, vergl. hübeln: dasz nicht grobe hübeler, ausschwätzer und wascher darüber ( über das buch ) kommen. Schweinic…

Hübelerkor

PfWB

huebeler·kor

Hübeler-kor n. : verächtl. Bez. für die Hübeler, Hewweleʳkoʳ [ KU-Schmittw/O ]; vgl. Kor .

hübelhinauf

PfWB

huebel·hinauf

 hübel-hinauf Adv. : = berghinauf . Es geht hiwelnuf [ Buffington Penns Var. 244/29]. —

Hübelhuppser

PfWB

huebel·huppser

 Hübel-huppser Pl. : Neckname für die Bewohner von Gal-Obl, Hiwwelhuppser ; vgl. Hübelrütscher .

hübelicht

DWB

huebel·icht

hübelicht , adj. mit hügeln versehen, voller hügel; in der erweiterten form hübelechtig: sollen ein erdreich erwählen, das hübelechtig und b…

hübelig

PfWB

hübelig , hubelig Adj. : ' uneben, wellig ', hiww(e)lich (hiwəliχ, hiwliχ) [vereinzelt WPf südl. VPf], heww(e)lich (hewəliχ, hewliχ) [manche…

Hübelpeter

RhWB

huebel·peter

Hübel-peter -it- Koch-Laub m.: Bezeichnung eines Bewohners nach der Lage seines Wohnortes, u. so mit anderen Vornamen auch sonst mögl.

Hübelspiel

RhWB

huebel·spiel

Hübel-spiel Koch n.: ein Kindersp.; die Kinder begrenzen einen best. Raum; jeder der Mitspieler legt in gleichmässiger Entfernung ein Häufle…

hübeltrog

DWB

huebel·trog

hübeltrog , m. setztrog, ein ausgehauener groszer trog an dem zinnschmelzofen, mit einem haupt an einem orte, an dem andern aber offen, zum …

Hübelwiese

PfWB

huebel·wiese

Hübel-wiese f. : 'hoch gelegene Wiese', -wies [ WD-Niedkch ]; vgl. Rechwiese . FlN in KU-Kaulb: Hewwelwiss.

huebel als Zweitglied (1 von 1)

schübel

DWB

schue·bel

schübel , m. zu schieben, was geschoben wird, mhd. schübel, schubel Lexer mhd. handwb. 2, 808 , ahd. scubil Graff 6, 409 , gebildet wie schi…