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hölzen

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
6 in 6 Wb.
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32

Eintrag · Rheinisches Wb.

hölzen

Bd. 3, Sp. 796
hölzen Rhfrk -e-, –i- [daneben hier auch ohne Umlaut -o-, –u-]; Mosfrk -e-; Rip -ø-, –- [LRip auch -ltsər]; Berg, Ruhr høltə(n), -øy-, –ȳ·ə.-; sonst Nfrk høltər, –t-, –ø·l.t-, –- Adj.: 1. aus Holz bestehend, gefertigt; en h. Bank (Stohl, Emer, Komp, Leffel, Schottel, Klompen (Holzschuh), Pinn (Stift), Plog (Pflug), Teller usf.) Rip, Allg.; h. Kuahlen Holzkohlen Bitb-Speicher; höulte K. Elbf; h. Stielchen Küchenmesser Waldbr-Hurst; h.ə Schlag äusserer, h. Fensterladen MGladb; h.ə Lot h. Einfassung kleiner Fenster, Fensterkreuz Geld, Mörs, Klev, Rees, Dinsl; h. Blei dass. Bitb-NWeis; h. Matratz Diele Köln; de h. Perd Karussell Sol, uWupp, Mettm, Dür-Heistern, Aach-Richterich Walh, Heinsb-Altmyhl, Geld-Issum; ein Kind op den h. Esel (Vugel) holen; op en h. E. regden (reiten) auf einem Stocke reiten lassen Bitb, Klev-Rindern; dorch jen h. Klöppele goəh ein Kindersp. (s. Klüppel) Aach-Walh. RA.: Dat Messer schneid wie en h. Hip (Häpe) Wittl-Manderschd. Mem h. Leffel opgetrocke sin in Armut u. Unbildung aufgewachsen sein Düss. H. Ärm on isere Därm muss der haben, der bei schlechter Kost hart arbeiten muss Aach-Merkst. Hückske soət (sass) om Strückske (Strauch), hät e h.ən Wäəmeske an die Nuss MGladb. Em h.ə Hött on en koperen Pött (Pütz) on en Türelürelüttje bowen drüt; roje, r., wat es dat? alte Lampe Geld. — Et h. Gescherr h. Küchengeschirr, wie Kochlöffel udgl. Rip, Allg.; h. Krom dass. NBerg; h. Werk uWupp 1870; h. War Rip, Berg; deshalb nennt man auch die Händler (Hausierer) mit Holzgeschirren h. Kremer Bernk-Neumag, Dür-Frauwüllesh, Gummb, h. Werkskrämer uWupp, h. Warschkr. Sol. — Meist scherzh. gemeint in folg. Verb.: Was für H. ist das? Antw.: H. Holz Neuw-Datzeroth; marsch, de h. Berg erop die Treppe hinauf zu Bett, zu Kindern Rip, Allg., mit Forts. on dat leinen Kapellchen! Bernk-Rapperath; den h. Tempel erof! Trier-Mehring; goə Schwigermör on h.ə Amböss send rar Möbel MGladb-Rheind; en h. Molle (Mulde) es besser wie en Glaskump Wippf; hei ärbeit so schärp wie en h. Metz (Messer) Mörs-Orsoy; ne, alles in de Welt, blos gen h. Owe! auf den Vorschlag kann ich nicht eingehen Emmerich; esu steif be e h. Bild (Bildstock) May-Trimbs; der hat enge Schlag met de h. Kapp er ist närrisch Aach-Eilend; in der h. Buckschen (Hose) üs gut kallen (sprechen) im Predigtstuhl MülhRuhr; h. Ben ungeschickte Beine, Gang Rees, Allg. as sej dat duhn moss, dann meinde sej seker (sicher), sej kreg en Kind met en h. Kopp sie tut nicht gern etwas Ungewohntes Emmerich; du kenns noch ge h. Perd! hast keine Ahnung Aach-Kohlschd; immes dur de h. Möhlen dreihen (drehen) jmd. mit dem Stock verprügeln Mörs, Duisb; öhme dörch gen h. M. goəh loəte Eup; hei mott noch (ers) dör de h. M. muss erst Erfahrung haben, bes. gesagt, wenn einer keine grobe Arbeit tun will Ruhr, LRip; de wiərd och noch dörch de h. M. gejag Rheinb-NDrees; de Frau ös alt döck (oft) dorch de h. M. gegange hat oft ein Kindbett mitgemacht Bergh-Blatzh; lott dech överlese met en h. Kerz! du willst mir etwas aufbinden Eup; er trick de h. Üvverzieher (Mantel) an kommt in den Sarg Sülzt; op guge Frejdag (Karfreitag) wörd de h. Mess gedohn dann wird keine M. gelesen Geld, Klev, Rees, Düss, Kobl-Neuend; hej arbeit met den h.ən Herrgott mit dem Holzhammer Klev-Calcar; h.ə Hannes ein Spielzeug Altk-Herdrf; de h. Hung (Hunde) loggen (lauten, bellen) der Dreschflegel geht Sieg; he stellt sich an es en h. Stockfisch MülhRuhr; su steif bi en h. Bock Neuw-Isenbg; du stehs jo do wie en h. Gottwales Prügelstock Gummb-Nümbrecht; en h. Kouh Bassgeige Wippf; he könnt heragestelz wie en h. Popp ungelenk Dür-Heistern, Verbr.; h. P., h. P., hest gen Mämmen (Brüste) un och gen Fott (Gesäss)! zu Weibern ohne körperliche Reize Waldbr-Wildbg; en h. Herrgott Kruzifix; en Kerl wie ene h. H. so steif u. ungelenk Verbr.; e Gesitt (Gesicht) wei en h. Möddergoddes Saarbg-Wehing. — 2. übertr. a. von herbem, hölzernem Geschmack; dat schmeck so h. Kemp. — b. steif, ungelenk, von Menschen; h. op de Ben sin Emmerich, Allg.; ene Höltern SNfrk, Klevld, Aach; en h. Kerl (Fraumensch, Dier) Allg.; ene h. Anton Erk-Körrenz, — Grades Klev, — Hendrick Elbf, — Jakob Trier, — Kobes Mörs-Orsoy, — Klos (Nikolaus) Nfrk, Sieg, May, — Petter Sieg-Fussh, — Pitt Aach-Stdt, — Theis Bernk-Neumag, — Tönnes Geld, — Apostel Grevbr-Jackerath, — Hellege Monsch-Vossenack, — Herrgott ebd., Grevbr-Hemmerden, — Gottwales Waldbr-Eckenhg Hespert, — Deuwel Mörs-Orsoy, — Hammel Geld-Nienkerk, — Küken Barm, — Perd Erk, Heinsb, Mörs, — Tunecks (Zaunelster) Geld-Capellen, — Besmen Gummb-Hesselb, — Penn Köln, Jül, Eup, — Sabel MülhRuhr, — Mess Kempld, — Klütt Aach, — Heustock Gummb-Bergneustdt; en h. Mann ungeschickter Bergmann Altk; de h. Männer Neckn. derer von Kreuzn-Langenlonsh. RA.: En h. Doter (Tochter) os besser wie en gelle (goldene) Schnouər (Schwiegertochter) Prüm, Schleid, Bernk. Besser en h.ən Vadder (gefühllos) wie en Steifmodder Merz-Nunk. Die Melodie des Zapfenstreiches, von den Worten begleitet: H. Pitt, h. P., Erzemitt! Aach-Stdt. — c. de h. Jäger der ewige J., Schreckgespenst Koch-Lutzerath; h. Sau knorriger Auswuchs am Baum Prüm-Balesf.
5232 Zeichen · 137 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hölzenadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Hölzen , adj . u. adv . O. D. für hölzern.

  2. modern
    Dialekt
    hölzen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    hölze n [hèltsə M. Katzent. ] Adj. hölzern: e hölzener Schue h Holzschuh M. ‘hultzin’ Brucker. Chron. ‘höltzin ligneus’ …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hoelzen

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von hoelzen 2 Komponenten

hol+zen

hoelzen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

hoelzen‑ als Erstglied (1 von 1)

Hölzengraben

PfWB

hoelzen·graben

Hölzen-graben m. : FlN in Kaislt, amtl. Hölzengraben, in alten Urkunden Hülzen-, Hiltzengraben.

hoelzen als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von hoelzen (1 von 1)

Behölzen

Campe

Behölzen , v. I) trs. mit Holze versehen. 1) I Forstwesen, eine Waldung beholzen, den Anflug des Holzes darin befördern. I den Marschländern…