lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

hoeke

nhd. bis GWB · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
1

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Höke

Bd. 2, Sp. 1260
Der Höke, des -n, plur. die -n, oder der Höker, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Hökinn oder Hökerinn, ein nur im gemeinen Leben übliches Wort, eine Person, welche geringe Waaren, besonders aber Eßwaaren im Kleinen verkauft; in der anständigern Sprechart ein Victualien-Händler, und wenn er besonders mit Obste handelt, ein Obsthändler, für Obsthöke. Daher der Käsehöke, Häringshöke, Tabakshöke u. s. f. Anm. In den gemeinen Mundarten wird dieses Wort bald Hocke, Höcke und Höcker, bald Häker, Häcker, bald Hucker und Huker geschrieben und gesprochen. In dem Augsburg. Stadtrechte aus dem 13ten Jahrh. Hucker, in andern Oberdeutschen Gegenden Hägler, Hofer, im Angels. Hoeca, im Engl. Hawker, im Dän. Höker, im Schwed. Hökare, im Latein. bey dem Festus Coctio, im spätern Lateine Cocio, Coccio, wovon das heutige Franz. Coquin abstammen soll. Man hat viele und zum Theil seltsame Ableitungen von diesem Worte in Vorschlag gebracht. Skinner leitet es von Hawk, ein Habicht, ab, wegen der Gewinnsucht dieser Leute; Junius von Hoek, ein Haken, aus eben diesem Grunde, das Bremisch-Nieders. Wörterbuch aber, weil sie ihre Waaren gemeiniglich an Haken hangen haben; Wachter von hocken, niedersitzen, oder auchen, vermehren; Frisch von dem erstern: Haltaus von Hocke, eine Bürde, und hocken, gekrümmt einher gehen; Ihre endlich von dem alten Holländ. Oeker und Hoeker, Gewinn, anderer zu geschweigen. Noch eher könnte man auf das alte heyen, schreyen, Franz. hucher, fallen, von welchem Hucagium im mittlern Lat. den Ausruf des zum Verkaufe bestimmten Weines, und im Engl. to hawk noch jetzt zum Verkaufe ausrufen bedeutet, da denn Höker eigentlich einen Krämer bedeuten würde, der seine Waaren ausruft. Übrigens werden die Höken oder Höker im Oberdeutschen auch Fratschler, Pfragner, Pfragler, Greisler, Grempen, Grempler, welches aber überhaupt einen Krämer zu[] bedeuten scheinet, im Nieders. Schmeerhäker, Fettspeiser, in Dresden Büdchensmänner u. s. f. genannt.
1965 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Höke

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Der Höke , des -n, plur. die -n, oder der Höker, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Hökinn oder Hökerinn, ein nur im…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Höke

    Goethe-Wörterbuch

    Höke umherziehender Kleinhändler, Krämer [ nach Bettines akrobatischen Kunststückchen ] Jeder kleine Knabe, der Schiffer…

Verweisungsnetz

6 Knoten, 4 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 3 Sackgasse 3

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hoeke

57 Bildungen · 52 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

hoeke‑ als Erstglied (30 von 52)

Hœkeli

MeckWB

hoek·eli

Wossidia Hœkeli f. Kramladen: ne lütt Hœkeli Sta Stargard@Wanzka Wanzka .

hœkeln

MeckWB

hoek·eln

Wossidia hœkeln etwas mit einem Haken ablangen: Nœt hœkeln Wa Waren@Mallin Mall ; hierzu auch die gekrümmten Finger benutzt: wi Jungens hœke…

Hœkels

MeckWB

hoek·els

Wossidia Hœkels n. das mit dem Haken 2 Gepflügte, bes. in der Zs. MeckWB Vörhœkels .

Hœkelstock

MeckWB

hoekels·tock

Wossidia Hœkelstock m. der mit einer gebogenen Krücke (Hœkel) versehene Stock des Schäfers Sta Stargard@Grammertin Gramm .

Höken1

MeckWB

Wossidia Höken 1 s. Häuken 1 .

Höken2

MeckWB

Wossidia Höken 2 spielerische Wortbildung im Volksreim Gos uppe Däl: Höken un Plöken is anner Lüd' Kuurn Ro; wohl aus Hack un Plück entstell…

Hökenfrau

GWB

hoeken·frau

Hökenfrau -ck- (Obst u Gemüse verkaufende) Markthändlerin; als bildkünstlerisches Sujet gedenk’ ich eines .. Bildes von Rubens .. Eine H. si…

Hökenweib

GWB

hoeken·weib

Hökenweib -ck- umherziehende Kleinhändlerin, Marktfrau [ Würzkrämer: ] Toback und Caffee, ohn’ den zu Tag | Kein H. [Höckerweib, Höke(n)weib…

Hœker1

MeckWB

Wossidia MeckWBN Hœker 1 , Pl. -s m. ein mit dem Haken Pflügender: Häker Mi 30 a ; Egg. Trems. 30; de Häkers Reut. 2, 262; de Hœkers Bri. 1,…

Hœker2

MeckWB

Wossidia Hœker 2 m. Kleinhändler, Krämer, der mit Nahrungsmitteln handelt: 'Beyde hoker unde weger, Knakenhower unde dreger, ... De holdet a…

Hœkerabend

MeckWB

hoeker·abend

Wossidia Hœkerabend m. Feierabend: Sünnabend is Hœkerabend, Sünndag Sträkerabend weil dann die Sensen gestrichen werden Wa.

Hökerbann

Adelung

hoeker·bann

Der Hökerbann , des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, z. B. in Augsburg, diejenige Abgabe, welche die Futterer, d. i. die Höker mit Hüls…

Hœkerdaglohn

MeckWB

Wossidia Hœkerdaglohn m. Tagelohn eines Pflügers: 'n lütten Hœkerdaglohn Gewinn im Kartenspiel Gü.

Hökerei

Campe

hoeke·rei

Х Die Hökerei , d. Mz . ungew. das Höken, das Gewerbe eines Höken. Hökerei treiben.

Hökerey

Adelung

hoeke·rey

Die Hökerey , plur. inus. die Lebensart, das Gewerbe eines Hökers. Hökerey treiben.

Hökerfrau

Campe

hoeker·frau

Х Die Hökerfrau , Mz. die — en , eine Frau, welche höket, eine Hökinn; besonders eine Obsthökinn.

Hœkerfru

MeckWB

Wossidia Hœkerfru f. Händlerin: 'ne Häkerfru mit Appeln Reut. 6, 323.

hȫkerich

MNWB

hoeke·rich

hȫkerich , -g- , adj. , bucklig, mit kleinen Höckern, Vorsprüngen behaftet (wohl aus dem Hd. übernommen, vgl. hȫverich in Glossaren).

Hökerin

Pfeifer_etym

hoek·erin

Höker m. (älter auch Höke, Höcke) ‘Kleinhändler’, wohl auf eine Form mit nd.-md. Lautung zurückgehend. Mhd. hucke, (md.) hocke, höcke ‘Klein…

Hökerisch

Campe

hoeke·risch

Hökerisch , adj . u. adv . einem Höken oder Höker ähnlich, angemessen, nach Art eines Hökers. Frisch.

hoeke als Zweitglied (5 von 5)

Häringshöke

Campe

haering·s·hoeke

Der Häringshöke , des — n, Mz. die — n; die Häringshökinn, Mz. die — en , eine Person, welche mit Häringen höket.

käsehöke

DWB

kaese·hoeke

käsehöke , m. der mit käse hökerei treibt, käsehok Stieler 848 , auch käsehöker, käsehökerin f.

Schöke

Campe

scho·eke

Schöke , Mz. — n , im N. D. besonders im Bremischen und Friesländischen, eine unzüchtige liederliche Weibsperson; sonst auch Schute , in Osn…