Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
hôchzît
(13. Jh., bair.):
‚Fest; neomenia‘(nhd. Hoch-
zeit; mndd. hōchtīt; mndl. hoochtijt; afries.
hāchtīde; ae. hēahtīd; aisl. hátíð; vgl. mhd.
hôchgezît; as. hōhgitīd; mndl. hogegetide).
Determinativkomp. mit adj. VG und subst.
HG. S. hôh, zît. – hôdabalgAWB m. i-St., Gl.
4,63,9 (2 Hss., 11./12. Jh., bair. und 2. Hälfte
1083 hô – hôdoS1084
des 12. Jh.s), vielleicht Gl. 2,510,9 (10. oder
11. Jh.):
‚Hodensack; viscus‘. Determinativ-
komp. mit subst. VG und HG. S. hôdo, balg.
– hôdalôsAWB adj., Gl. 1,351,56/57 (3 Hss.,
12. Jh. und 1. Hälfte des 13. Jh.s, alle bair.);
4,41,22/23 (3 Hss., 12. Jh. und 1. Hälfte des
13. Jh.s):
‚an einem Bruch leidend; hernio-, subst.
sus‘
‚Verschnittener; bugaeus‘. Vgl.
Höfler 1899: 376; Riecke 2004: 354. S.
hôdo, -lôs. – Ahd. Wb. 4, 1163 f.; Splett, Ahd.
Wb. 1, 40. 396. 1196; Köbler, Wb. d. ahd. Spr.
555. 557; Schützeichel6 164. 165; Starck-
Wells 280. 281; Schützeichel, Glossenwort-
schatz 4, 349 f. 363.