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harfen

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
10 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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4

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

harfen verb.

Bd. 10, Sp. 476
harfen, verb. 11) die harfe spielen, mhd. harpfen, herpfen wb. 1, 636b; citharizare harpfen, herpfen, nd. harpen Dief. 124b; er isset oder trinket nimmer kein mal, dann vorher trummet, gesungen oder geharpfet. Frank weltb. 97b; es sei eine pfeiffe oder eine harffe, wenn sie nicht unterschiedliche stimme von sich geben, wie kan man wissen, was gepfiffen oder geharffet ist? 1 Cor. 14, 7; ein mädchen harfte mit. spaziergang im kuchengarten (Leipzig 1781) s. 29; harphen, videlen, singen, daʒ kanst du wol. Trist. 95, 10; wan weipliche ere den himel zirt, und ist auch selbs dar inen wirt, und harpft den engeln do zu tanz. fastn. sp. 1149, harpfen, geigen und lautenslahen. 1337; ein finstres gnomenheer entsteigt dem erdenschoosz und harft und geigt. Matthisson ged. (1802) s. 54. Das verbum auch transitiv: sîne noten und sîne ursuoche, sîne seltsæne grüeʒe die harphte er alsô süeʒe ... daʒ iegelîcher dar zuo lief. Trist. 91, 8. Das sprichwort: in der mühle ist übel harfen. Simrock 335, ist mhd. in groszer verbreitung, wb. 1, 636b: swaʒ ich ir gesinge deist gehärpfet in der mül; sî verstêt es ninder wort. Neidhart 69, 38 (vergl. anmerk. s. 192). 22) mundartlich harfen in übertragener bedeutung: in Nassau röcheln, von sterbenden gesagt. Kehrein 187; in Kärnthen aber harpfen zanken. Lexer 134; das fuldaische harpen schelten, herunter machen, gehört wol auch hierher: den hab ich geharpt, dasz er dran denkt. Vilmar 151. 33) harfen nach harfe 2, b und c: getreide harfen heiszt in Norddeutschland es auf die kornfege bringen, dänisch harpe schwingen, fegen, reinigen, schwed. harpa durch ein drahtsieb laufen lassen; dagegen in Tirol troad harpfen getreidegarben in den schutzbau zum trocknen aufhängen. Fromm. 6, 145. 44) ein bergmännisches harfen, aus- und einschlüpfen, rutschen, was Adelung beibringt, ist vielleicht ein ganz anderes wort; ihm entspricht bair. härpfen, klettern, rutschen. dänisch heiszt harve (unterschieden von harpe harfen) eggen, engl. harrow, was auf ags. hereve egge zurückgeht. s. harke.
2058 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    harfensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    harfen , sw. V. Vw.: s. harpfen (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Harfen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. * Harfen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, auf der Harfe spielen, welches aber im Hochdeutschen ungewöhnl…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Harfen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Harfen , einfache oder doppelte Gerüste zum Aufbewahren oder Trocknen der Halmfrüchte, des Klees, Heus etc.

  4. modern
    Dialekt
    harfen

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    harfen harəfə schw.: 1. Getreide h., mit der Harfe sieben Verbr. wie Harfe 2 a α. — 2. in der Wend.: De kann sengen wie …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit harfen

49 Bildungen · 46 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

harfen‑ als Erstglied (30 von 46)

harfenchor

DWB

harfen·chor

harfenchor , m. : es folgeten, in lauter harfenchören, mir engel durch den hain. Hölty 134 Halm.

harfenet

DWB

harfe·net

harfenet , n. kleine harfe mit der spitze in die höhe stehend Jacobsson 2, 214 b ; harpfenet Frisch 1, 417 b . dim. harfenettchen: unter dem…

Harfenfrau

GWB

harfen·frau

Harfenfrau Harfenistin GWB B19,389,15 Christiane 23.8.07 Syn GWB Harfenspielerin Elke Dreisbach E.D.

harfengelispel

DWB

harfen·gelispel

harfengelispel , n. : sprachs, und die stimme des holden erklang, wie harfengelispel tönt in des mondes zauberlicht, wenn alles entzückt hor…

harfengesang

DWB

harfen·gesang

harfengesang , m. : von der palmenhöhe, dem hain Sionas, kommen wir her, wir des harfengesanges geweihte. Klopstock 1, 214 .

Harfengetön

Campe

harfen·getoen

△ Das Harfengetön , des — es , o. Mz . das Getön von Harfen, der Ton einer Harfe. Uneigentlich, sanfte, liebliche Töne. Und wie Hatfengetön …

harfengezitter

DWB

harfen·gezitter

harfengezitter , n. : seine sichel entfällt hier dem schnitter, eingesungen von harfengezitter träumt er, geschnittene halme zu sehn. Schill…

harfenieren

DWB

harfen·ieren

harfenieren , verb. harfe spielen: einen seh ich! er sitzt und harfenirt der verwüstung; aber der reiszende strom nimmt auch die lieder hinw…

Harfeninstrumente

Meyers

Harfeninstrumente (franz. Instruments à cordes pincées ), zusammenfassender Name derjenigen Saiteninstrumente, deren Saiten nicht mit dem Bo…

harfenist

DWB

harfe·nist

harfenist , m. harfenspieler: harpfenist fidicen Maaler 212 c ; harpfennist der nit darzuo singt citharista, harpfenschlager oder harpfennis…

harfenistin

DWB

harfenistin , f. harfenspielerin: die kleine harfenistin. Heine werke 2, 88 .

Harfenjule

MeckWB

Wossidia Harfenjule f. Straßensängerin mit Harfe, früher oft auf Jahrmärkten Ma Malchin@Gnoien Gnoi .

harfenklang

DWB

harfen·klang

harfenklang , m. , mhd. harphenklanc ( wb. 1, 844 b ), ags. hearpan hlyn, hearpan svêg: oft durchfliegt sein ruhm, vermischt mit harfenklang…

Harfenklavier

Meyers

harfen·klavier

Harfenklavier ( Klavicitherium ), eine veraltete (neuerdings aber als Ersatz für die Harfe wieder aufkommende) Art von aufrecht stehendem Kl…

harfenlied

DWB

harfen·lied

harfenlied , n. : die 24 ältesten fallen nieder und singen ein neues harpfenlied. Otho 90 ; hohe harfenlieder schallen. J. M. Miller ged. 29…

Harfenlieschen

RhWB

harfen·lieschen

Harfen-lies-chen -lisχə Rip; -kə Nfrk n.: Spitzn. für Mädchen, die von Wirtschaft zu W. ziehen (in der Gegend von MGladb stammten sie meist …

harfenlispel

DWB

harfen·lispel

harfenlispel , m. : weht wie harfenlispel, abendwinde, durch die blumen, die ihr grab gebar. Hölty 61 Halm; schlummere leise, du kind! liebk…

Harfenmännsche

RhWBN

Harfen-männsche Siegld f.: Frau, die als Sängerin durch die Gegend zog (veralt.).

Harfenmaid

PfWB

harfen·maid

Harfen-maid f. : 'Mädchen, das früher auf Kirchweihen musizierte', Pl. Haʳfemääd [KU (Potzberg)]. RhWB Rhein. III 256 . —

harfenmuschel

DWB

harfen·muschel

harfenmuschel , f. eine einschälige gewundene schnecke, deren windungen nicht zu sehen sind, mit einer weiten und glatten spalte; wegen eini…

harfensänger

DWB

harfen·saenger

harfensänger , m. citharoedus: dasz ein fränkischer könig den Theodorich um einen harfensänger ersuchen musz. Gervinus gesch. der d. dicht. …

harfensaite

DWB

harfen·saite

harfensaite , f. draht- oder umsponnene darmsaite für die harfe. Jacobsson 2, 214 b .

harfenschläger

DWB

harfen·schlaeger

harfenschläger , m. : harpfenschlaher citharoedus Dasyp. ; harpfenschlager oder harpfennist, der dazuo singt, citharoedus Maaler 212 c ; der…

harfenschlägerin

DWB

harfen·schlaegerin

harfenschlägerin , f. : harpfenschlaherin citharistria Dasyp. ; harpfenschlagerin citharistria, psaltria Maaler 212 d ; auf dem rocke der ha…

harfenschlag

DWB

harfen·schlag

harfenschlag , m. : mit siegesgesang und harfenschlag verklimpern sie den lieben tag. Göthe 13, 50 .

harfen als Zweitglied (3 von 3)

hinscharfen

DWB

hin·scharfen

hinscharfen , verb. : die sud-winde verursachen, dasz das vieh hinscharfet, laub und blätter verfaulen. Hohberg 3, 1, 6 b .

scharfen

KöblerMnd

scharfen , sw. V. Vw.: s. scherpen (1)

ōverscharfen

KöblerMnd

ōverscharfen , sw. V. Vw.: s. ȫverscharven