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Grammatik

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
36 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Grammatik f.

Grammatik f.

Grammatik f. ‘Wissenschaft und Lehre vom Bau und von den Regeln einer Sprache, Sprachlehrbuch’, ahd. grammatih (um 1000), mhd. grāmatic, grāmaticā, frühnhd. gramatic, gramatica (15. Jh.), Grammatik (16. Jh.) beruhen auf Übernahme bzw. Entlehnung von lat. (ars) grammatica, griech. grammatikḗ (téchnē) (γραμματικὴ τέχνη); bis ins 18. Jh. teils in lat., teils in eingedeutschter Form (mit unterschiedlicher Schreibweise); vom 19. Jh. an gilt Grammatik. Ausgangswort ist griech. grámma (γράμμα) ‘Buchstabe, Geschriebenes, Aufgezeichnetes’, eine Bildung zu griech. gráphein (γράφειν) ‘einritzen, zeichnen, schreiben’ (s. -gramm). Der Ausdruck bezeichnet ursprünglich die ‘Fertigkeit, mit Buchstaben umzugehen, Kunst des Lesens und Schreibens’, in hellenistischer und römischer Zeit ‘Sprach- und Literaturwissenschaft’, seit spätantiker Zeit ‘Lehre vom Bau der Sprache’. Entsprechend wird im mittelalterlichen Wissenschaftsgebäude Grammatik Terminus für das erste Fach des Triviums (neben Rhetorik und Dialektik) der septem artes liberales (wobei hauptsächlich an die lateinische Sprache zu denken ist). Seit Notker begegnet daneben die engere Verwendung ‘Summe der Regeln einer Sprache, richtiger Sprachgebrauch’ (wofür vom 16. bis 18. Jh. auch Sprachkunst, seit dem 17. Jh. Sprachlehre üblich ist), dann ‘Regelsammlung für das Erlernen und den Gebrauch einer Sprache in Lehrbuchform’ (16. Jh.). – Grammatiker m. (18. Jh.), mhd. grāmaticus ‘wer lesen, schreiben und Latein kann oder dieses lehrt’, Übernahme von lat. grammaticus ‘Sprachkundiger, -forscher’, griech. grammatikós (γραμματικός) ‘Elementarlehrer’, dann auch ‘Gelehrter’. Im Dt. (bis ins 18. Jh. in lat. Form) ‘Sprachgelehrter (besonders im Hinblick auf die Regeln der Grammatik), Sprachtheoretiker’. Vereinzelt und ohne Nachfolge bleibt die frühe Entlehnung ahd. gramatihhāri (um 1000). grammatisch Adj. (16. Jh.), grammatikalisch Adj. (17. Jh.).
1905 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grammátik

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Grammátik , plur. die -en, aus dem Griech. und Lat. Grammatica, die Kunst, eine Sprache richtig zu reden und zu schr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grammatik

    Goethe-Wörterbuch

    Grammatik vereinzelt -m-, -c(k); auch abgekürzt ‘Gram(m).’; gut 60 Belege a in allg Sinn: das sprachl Formen- u Regelsys…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grammatik

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Grammatik , griech., Sprachlehre, die systematische Zusammenstellung der Regeln, nach welchen eine Sprache gebaut ist; d…

  4. Spezial
    Grammatik, formalef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +28 Parallelbelege

    Grammatik , f , formale грамматика , ж , формальная

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grammatik

15 Bildungen · 14 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von grammatik 2 Komponenten

gramma+tik

grammatik setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grammatik‑ als Erstglied (14 von 14)

grammatikalfehler

DWB

grammatikalfehler , m. , ' grundfehler, kardinalfehler ', zum übertragenen gebrauch grammatikalisch 2: schon eine provinziale ... hätte alle…

grammatikalisch

DWB

grammatikalisch , adj. , seit dem 17. jh. belegbar, wohl aus frz. grammatical (16. jh. ), dem seinerseits lat. grammaticalis zugrundeliegt. …

Grammatikalität

FiloSlov

Grammatikalität , f грамматичность , ж → FiloSlov Grammatizität, f

grammatikalklasse

DWB

grammatikalklasse , f. , schulstufe mit grammatischem elementarunterricht, vgl. grammatistenschule : es war einer der vornehmsten gesichtspu…

grammatikenmacher

DWB

grammatik·en·macher

grammatikenmacher , m. , verächtlich für den verfasser einer sprachlehre, s. grammatik 3 a: daran aber sind die müszigen gelehrten und gramm…

grammatiker

DWB

grammatiker , grammatikus , m. ein ahd. gramatichâre bei Notker 1, 459, 26 P. ( für lat. grammaticus ) setzt sich nicht fort; vielmehr kennt…

grammatikfehler

DWB

grammatik·fehler

grammatikfehler , m. , verstosz gegen die grammatische regel: grammatikfehler hat mir Gleim gezeigt J. v. Müller s. w. (1810) 15, 272 . —

grammatikpedant

DWB

grammatik·pedant

grammatikpedant , m. , abschätzig entsprechend grammatik 2 b ende: buchstabenkritiker, grammatikpedanten und schulgerechte reimatiker werden…

Ableitungen von grammatik (1 von 1)

urgrammatik

DWB

urgrammatik O. Schrader sprachvergleichung u. urgesch. 61 . —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „grammatik". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/grammatik/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „grammatik". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/grammatik/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „grammatik". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/grammatik/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„grammatik"},
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