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Grammátik

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Meyers
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Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Grammátik

Bd. 8, Sp. 216
Grammátik (griech., Sprachlehre) ist die Gesamtheit der Regeln über die Laute (s. Lautlehre) und Formen (s. Flexion) einer Sprache und über die Aneinanderreihung der Wörter zu Sätzen (s. Syntax). Grammatiker war bei den alten Griechen soviel wie Philolog, Kritiker. Namentlich legte man diesen Titel den gelehrten Kennern des Homer und andrer griechischer Klassiker in Alexandria bei, die aber bei ihren sprachlichen Untersuchungen schon in den griechischen Philosophen, namentlich den Sophisten, dann Platon (im »Kratylos«) und Aristoteles und in den Stoikern, Vorläufer gehabt hatten. So rühren z. B. von den Stoikern die Namen der vier Hauptkasus oder Fälle (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) her. In die Fußstapfen der Stoiker troten die großen Kritiker der alexandrinischen Epoche, Aristarchos u. a., die durch das Studium der ältern Schriftsteller, namentlich des Homer, zu Beobachtungen über die Sprachformen und ihren Gebrauch, besonders über chronologische und dialektische Unterschiede der Sprache veranlaßt wurden. Aus diesen Studien ging die G. im heutigen Sinne des Wortes als selbständige Disziplin hervor; das erste grammatische Lehrbuch verfaßte Dionysius Thrax (etwa 100 v. Chr.). Bei den Römern fehlt es an originalen Leistungen, und ihr Verdienst beschränkt sich auf die Übertragung der griechischen Kunstausdrücke in die noch heute üblichen lateinischen Bezeichnungen grammatischer Verhältnisse und auf die Fortpflanzung der G. in die Schulen des Mittelalters. Auch das Mittelalter war ohne Bedeutung für die Entwickelung der G., und selbst der in der Renaissancezeit eingeleitete mächtige Aufschwung der philologischen Studien führte bei allem Sammelfleiß nicht zur Ausstellung neuer Gesichtspunkte. Erst im 19. Jahrh. bekam die G. einen wirklich wissenschaftlichen Charakter. Vgl. Sprache und Sprachwissenschaft.
1842 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grammátik

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Grammátik , plur. die -en, aus dem Griech. und Lat. Grammatica, die Kunst, eine Sprache richtig zu reden und zu schr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grammatik

    Goethe-Wörterbuch

    Grammatik vereinzelt -m-, -c(k); auch abgekürzt ‘Gram(m).’; gut 60 Belege a in allg Sinn: das sprachl Formen- u Regelsys…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grammatik

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Grammatik , griech., Sprachlehre, die systematische Zusammenstellung der Regeln, nach welchen eine Sprache gebaut ist; d…

  4. Spezial
    Grammatik, formalef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +28 Parallelbelege

    Grammatik , f , formale грамматика , ж , формальная

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grammatik

15 Bildungen · 14 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von grammatik 2 Komponenten

gramma+tik

grammatik setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grammatik‑ als Erstglied (14 von 14)

grammatikalfehler

DWB

grammatikalfehler , m. , ' grundfehler, kardinalfehler ', zum übertragenen gebrauch grammatikalisch 2: schon eine provinziale ... hätte alle…

grammatikalisch

DWB

grammatikalisch , adj. , seit dem 17. jh. belegbar, wohl aus frz. grammatical (16. jh. ), dem seinerseits lat. grammaticalis zugrundeliegt. …

Grammatikalität

FiloSlov

Grammatikalität , f грамматичность , ж → FiloSlov Grammatizität, f

grammatikalklasse

DWB

grammatikalklasse , f. , schulstufe mit grammatischem elementarunterricht, vgl. grammatistenschule : es war einer der vornehmsten gesichtspu…

grammatikenmacher

DWB

grammatik·en·macher

grammatikenmacher , m. , verächtlich für den verfasser einer sprachlehre, s. grammatik 3 a: daran aber sind die müszigen gelehrten und gramm…

grammatiker

DWB

grammatiker , grammatikus , m. ein ahd. gramatichâre bei Notker 1, 459, 26 P. ( für lat. grammaticus ) setzt sich nicht fort; vielmehr kennt…

grammatikfehler

DWB

grammatik·fehler

grammatikfehler , m. , verstosz gegen die grammatische regel: grammatikfehler hat mir Gleim gezeigt J. v. Müller s. w. (1810) 15, 272 . —

grammatikpedant

DWB

grammatik·pedant

grammatikpedant , m. , abschätzig entsprechend grammatik 2 b ende: buchstabenkritiker, grammatikpedanten und schulgerechte reimatiker werden…

Ableitungen von grammatik (1 von 1)

urgrammatik

DWB

urgrammatik O. Schrader sprachvergleichung u. urgesch. 61 . —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „grammatik". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/grammatik/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „grammatik". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/grammatik/meyers. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „grammatik". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/grammatik/meyers.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„grammatik"},
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