Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
grämen
grämen
gram Adj., nur noch in der Wendung jmdm. gram sein ‘zürnen, grollen, voll Unmut, böse sein’. Ahd. (um 1000), mhd. asächs. mnd. aengl. mnl. nl. gram, anord. gramr ‘feindselig, erzürnt, wütend’, dän. gram ‘böse’ steht im Ablaut zu den unter Grimm (s. d.) angeführten Formen. – Gram m. ‘Erbitterung, tiefe Betrübnis, nagender Kummer’, älter ‘Unmut, Zorn’ (Anfang 15. Jh.), ‘Feindschaft’ (Luther), Substantivierung des prädikativ gebrauchten Adjektivs. Doch vgl. ahd. gremī f. ‘Erbitterung’ (9. Jh.). grämen Vb. meist reflexiv ‘(sich) ärgern, (sich) Kummer, Sorge machen’, ahd. gremmen (8. Jh.), mhd. gremen, mnd. gremmen, aengl. gremman, gremian, anord. gremja ‘erzürnen’, schwed. gräma ‘betrüben’, got. gramjan ‘reizen’ sind Faktitivbildungen zum Adjektiv. grämlich Adj. ‘verdrießlich, mürrisch, mißvergnügt’, mhd. grem(e)lich, gramelich.