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gotten

ahd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
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6

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gotten vb.

Bd. 8, Sp. 1150
gotten, götten, vb. 1) im älteren deutsch gelegentlich wie häufigeres vergotten (s. d.). als 'vergöttlichen', auf Christus bezogen: das ist, her (Christus) heizet ein gemenschet got und heizit ein gegotit mensche dt. mystiker 1, 27 Pf.; (1369) bei A. Schönbach miscell. a. Grazer hss. 18. in der anwendung auf den spätrömischen kaiserkult, 'ein gott werden' bzw. 'zu einem gott erklären': aber bald darnach ward er (kaiser Claudius) mit vergift getödtet und doch gegottet von den Römern, daz wir heissen geheiliget, darum ward er divus genennet H. Steinhöwel chron. (1531) 8b; und inen (den medaillen) das wort divus auffgesetzt, welche seind so man selig, geheiliget, und gegottet achtet Gholtz lebendige bilder (1557) vorr. 3b. mit beziehung auf den gläubigen menschen soviel wie 'gottförmig machen': daz ist die liebi, die den menschen göttet, daz ist gotförmig macht (ende 15. jh.) in: Alemannia 9, 221 mit weiteren belegen aus der gleichen quelle. im 17. jh. schon ungebräuchlich, vgl. Stieler stammb. (1691) 686. 2) vornhd. vereinzelt auch intrans. 'gott sein': o du wessendes weszen, o du lebendes leben, o du lüchtendes liecht, o du gottender gott (von Christus) (14. jh.) in: dt. philolog. im aufrisz 2, 1616. 3) mundartl. 'bei gott schwören', 'fluchen', vgl. schweiz. id. 2, 523; Fischer schwäb. 3, 765.
1349 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gottensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gotten sw. v. — Graff IV,153. gotten: inf. Gl 4,220,14 ( fragm. S. Emm., 9. Jh. ). rechtfertigen: iustificare. Vgl. Wesc…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gottenvb.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gotten , götten , vb. 1) im älteren deutsch gelegentlich wie häufigeres vergotten ( s. d. ). als ' vergöttlichen ', auf …

  3. modern
    Dialekt
    Gotten

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gotte n [Kòtə Olti. bis Hirzfn. ] f. Patin (dies Wort fehlt). Zwei Gotte n Illz. ‘Commater Götte Gol. 11. Zss. Gotte n k…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gotten

13 Bildungen · 11 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von gotten 2 Komponenten

got+ten

gotten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gotten‑ als Erstglied (11 von 11)

Gottenbasi

ElsWB

gotten·basi

Gotte n basi f. 1. Patin, die zugleich Tante ist; 2. kleinliche, schwatzhafte Person Mü. Stöber Mäder 42. — Schweiz. 4, 1649.

Gottengëld

ElsWB

gotten·geld

Gottengëld n. Geld, welches die Täuflinge von ihren Paten erhalten Mü. GerichtsO. GerichtsO. = Statuten und Gerichtsordnung der Stadt Mülhau…

Gottenking

ElsWB

gotten·king

Gotte n king , Göttelkind [Kòtəkhì Hi. ; Kètlkhent Hf. ] n. Täufling, nach dem Verhältnis zur Patin genannt. †

gottenkrone

DWB

gotten·krone

goten- , gottenkrone , f. , ein kranz oder ein stirnband, das die paten dem patenkind schenken; auch ein bauernkranz überhaupt: seine goldzo…

Gottenröckle

ElsWB

Gotte n röckle n. Taufröckchen, welches die Patin gab Mü. Mandat von 1681: ‘Es sollen keine Gottenröcklein mehr gegeben werden’ Stöber Mäder…

gotten als Zweitglied (1 von 1)

gōtenkorf (gotten-)

MNWB

gōtenkorf (gotten-), m. , Flecht- oder Lattenwerk das zur Sauberhaltung vor den Mühlgraben gesetzt ist. korfdrēger, ~vischer, ~vlasche, ~hol…

Ableitungen von gotten (1 von 1)

vergotten

DWB

vergotten , verb. zu einem gotte machen, göttliche verehrung geben, aus dem substantiv gebildet, einfaches gotten nicht nachgewiesen. heute …