Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Getriebe n.
Getriebe n.
Getriebe n. ‘technische Konstruktion zur Übertragung und Umformung von Kraft und Bewegung, lebhafter Verkehr’. Die Kollektivbildung bezeichnet zunächst (15. Jh.) in Anlehnung an das Treibrad ‘alles, was von Rädern getrieben wird’ (Räder-, Mühl-, Uhrwerk), dann (um 1800) ein ‘reges, bewegtes Durcheinander’ und gehört etymologisch zu treiben (s. d.); vgl. auch ahd. anagitrib ‘Antrieb, innere Unruhe’ (10. Jh.), mhd. getrīp ‘das Treiben, Getriebe’. Unklar bleibt, ob Getriebe unmittelbar vom Verb abgeleitet oder zum zugehörigen Verbalabstraktum (s. Trieb) gebildet ist.