Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
getreue f.
getreue , f. fides. veraltete verstärkte bildung zum fem. treue ( s. d. ) ; althochdeutsch vereinzelt getriwa Graff 5, 468 . die mittelhochdeutsche periode bevorzugte andere bildungen, wie z. b. getriuwecheit ( Lexer 1, 948 ), das sich in getreuheit ( s. d. ) fortsetzt. das zurücktreten unserer form mag übrigens mehr in dem mangel litterarischer belege beruhen, denn aus dem 14. jahrhundert liegen vereinzelte belegstellen vor, die ihrerseits auf eine gröszere beliebtheit der bildung, namentlich auf eine gewisse volkstümlichkeit schlieszen lassen. hierher gehört die verwendung in der legende der…