Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
geslaht adj.
1. aus einem geschlechte stammend, von einer art. Parzivâl der wol geslaht Parz. 242,21. ein ritter wol geslaht MS. 1,112. a. ir lîp vil wol geslaht das. 56. b. — ein phelle wol geslaht Er. 7582. alsus sich jagent tac unt naht, swie ungelîch sie sîn geslaht Albr. 35,192.
2. von gutem geschlechte, guter art, artig, fein. Tînas von art edel und geslaht H. Trist. 4341. den helden gar geslahten das. 6199. ob dînem tische bis geslaht MS. H. 3,350. b. sîn werder lîp der was geslaht und alsô linde in sîner maht, daʒ er die lêre sanfte enphienc troj. s. 42. a. du aller geschlechster man (o vir fortissime) Dür. chron. 102. — manegen vaden vil geslaht troj. s. 97. c. der selben decke vil geslaht was über sînen schilt gezogen Engelh. 2560 u. anm. vielleicht ist hier wol geslaht zu lesen.
3. mit dativ. durch das geschlecht angestammt, der angestammten eigenschaft angemessen. im nis von geborde solich êre niht geslaht En. 121,33. daʒ was im niht geslaht von vater noch von muoter Parz. 414,6. Gyburge milte was geslaht von im W. Wh. 78,19. im enwære eʒ von dem vater sîn geslaht daʒ er mich minne Gudr. 959,3. swende alsô den walt, als dir von arte sî geslaht Winsbeke 20. Geo. 57. a. dem was der sig wol geslaht Parz. 717,22. W. Wh. 421,6. — daʒ die boume obeʒ pâren alsô in geslaht wâre Diemer 5,17. eʒ ist selten worden naht, wan deiʒ der sunnen ist geslaht sine bræhte ie den tac dernâch Parz. 776, 2. — er ist hübschem sange niht geslaht MS. 1,59. b.