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Geschmeide

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Geschmeide

Bd. 2, Sp. 614
Das Geschmeide, des -s, plur. inus. oder die Geschmeide, sing. inus. von dem Zeitworte schmieden. 1) * Überhaupt, alles was geschmiedet wird, oder geschmiedet werden kann, d. i. Metall oder Erz; eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung. Das Wasser nympt auch gar ser seinen geschmack von dem geschmeyd (Erz) und von dem schwebel, der in dem erdtreich ist, Buch der Natur, Augsb. 1482. Das feur macht waich, als wir sehen an dem plei und an anderm geschmeid, ebend. Eben so ist Gesmithe bey dem Willeram Metall. 2) Aus Metall, besonders aus Eisen, geschmiedete Dinge, Schwed. Smide, in welcher Bedeutung Gesmeide bey dem Stryker der Harnisch und allerley metallene Kleidungsstücke sind. In dieser gleichfalls veralteten Bedeutung werden an einigen Orten noch die Hand- und Fußschellen oder Fessel der Missethäter das Geschmeide genannt. In Wien sind Stahl- und Eisengeschmeide dergleichen Werkzeuge. 3) In engerer Bedeutung, allerley kleine Arbeiten aus Metall; in welcher Bedeutung es noch in Nürnberg üblich ist, wo die Geschmeidemacher ein eigenes gesperrtes Handwerk ausmachen, und allerley Geschmeide, d. i. Lichtputzen, messingene Uhrgehäuse, messingene Schreib- und Reißfedern, Vogelpfeifen, Haar- und Stricknadeln, Barbierzeug u. s. f. verfertigen. 4) In der engsten und im Hochdeutschen gewöhnlichsten Bedeutung wird es von allerley aus Gold, Silber, Perlen und Edelsteinen verfertigtem Putze gebraucht, für Schmuck oder Geschmuck. Die Geschmeide an den Arm legen, Ezech. 16, 11. Wie eine Braut sich berdet (brüstet) in ihrem Geschmeide, Es. 61, 10. Bey dem Willeram Smithescirethe. An einigen Orten begreift es auch das Silbergeschirr mit in sich, wie solches in einem Responso der Juristen-Facultät zu Würzburg von 1622 in W. F. Pistorii Amoenitat. Th. 2, S. 522 behauptet wird.
1790 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geschmeide

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Geschmeide , des -s, plur. inus. oder die Geschmeide, sing. inus. von dem Zeitworte schmieden. 1) * Überhaupt, alles…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geschmeide

    Goethe-Wörterbuch

    Geschmeide im Vers auch apokopiert wertvoller, prächtiger Schmuck, meist für Halskette(n) od Armbänder; auch pl; oft als…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geschmeide

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Geschmeide , in der ältern Sprache eiserne Ketten (von Schmieden abgeleitet), dann goldene Ketten zum Schmuck und Schmuc…

  4. Spezial
    Geschmeide

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|schmei|de n. (-s,-) 1 (Schmuck) bijotaria (-ies) f. 2 (Verzierung) ornamënt (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geschmeide

12 Bildungen · 7 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geschmeide 2 Analysen

ge- + schmeide

geschmeide leitet sich vom Lemma schmeide ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+schmeid+-e

geschmeide‑ als Erstglied (7 von 7)

geschmeidewaaren

DWB

geschmeidewaaren , plur. schmucksachen des goldarbeiters und juweliers Schedel waarenlexicon 1, 296 b ; in Österreich geschmeidwaaren, kurzw…

geschmeide als Zweitglied (5 von 5)

armgeschmeide

DWB

arm·geschmeide

armgeschmeide , n. monile brachii, nnl. armgesmijde: keten, armgeschmeide, ringe. 4 Mos. 31, 50 ; nam das armgeschmeid von seinem arm. 2 Sam…

silbergeschmeide

DWB

silber·geschmeide

silbergeschmeide , n. silbernes geschmeide Jacobsson 4, 173 a , heute wol nur von silbernem schmuck, wie ihn der silberschmied verfertigt, f…

Tafelgeschmeide

DRW

tafel·geschmeide

Tafelgeschmeide, n. wie Tafelsilber wann eheleute von ihre kinder versterben, wird der frauen für der theilung gefolget ... alles getragene …