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Gemahlin

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gemahlin

Gemahlin

Gemahl m. ‘Ehemann, Gatte’, ahd. gimahalo (11. Jh.), mhd. gemahel(e) bezeichnet ursprünglich den ‘Bräutigam’, jedoch schon in ahd. Zeit auch den ‘Ehemann’; vgl. (latinisiertes) langobard. gamahalos (Akkusativ Plur.) ‘durch Vertrag (also durch Eheschließung oder durch Vertrag über Eideshilfe) bestimmte Eideshelfer’. Dies ist ein Nomen agentis zu dem im Nhd. untergegangenen, heute durch vermählen (s. d.) ersetzten Verb ahd. gimahalen ‘sprechen, (durch Vertrag) sich eine Frau zur Braut oder Ehefrau nehmen bzw. erkaufen, verloben’ (um 800), mhd. gemahelen, gemehelen ‘verloben, verheiraten’, zum Simplex ahd. mahalen ‘reden, ein Übereinkommen, einen Vertrag schließen, zur Braut, zur Frau nehmen’, daher auch ‘zusammensprechen, verloben’ (8. Jh.), mhd. mahelen, mehelen, (md.) mālen, mēlen ‘vor Gericht laden, anklagen, versprechen, zur Frau nehmen (erkaufen), verloben, vermählen’, asächs. mahlian ‘reden, verloben’, aengl. maþelian, anord. mæla ‘reden, sprechen’, got. maþljan ‘reden’, das zu ahd. mahal ‘Gericht, Gerichtsstätte, Versammlung, Vertrag’ (8. Jh.), mhd. mahel, māl ‘Versammlung(sort), Gericht(sstätte), (Ehe)vertrag’, asächs. mahal ‘Gericht(sstätte), Versammlung, Rede’, aengl. mæþel ‘Versammlung, Rede’, anord. māl ‘Versammlung, Sprache, Rede, Rechtssache’, got. maþl ‘Versammlungsort, Markt’ gebildet ist. Dieses das Suffix ie. -tlo- enthaltende germ. *maþla- ‘öffentliche Versammlung, Verhandlung’ läßt sich mit armen. matč̣im ‘nähere mich’ auf eine Wurzel ie. *mōd-, *mād-, *məd- ‘begegnen, herbeikommen’ zurückführen, zu der aus dem germ. Sprachbereich auch noch aengl. anord. mōt, mhd. muoʒe ‘Begegnung’, ahd. muoʒen ‘feindlich begegnen’ (9. Jh.), asächs. mōtian, aengl. mētan, engl. to meet ‘begegnen’, meeting ‘Zusammenkunft’ (s. Meeting), anord. mœta, got. gamōtjan ‘begegnen’ gehören. Seit dem 16. Jh. ist Gemahl auch als Neutrum bezeugt, anfangs als gemeinsame Bezeichnung für beide Geschlechter, oft aber allein auf die ‘Ehefrau’ bezogen; heute nur noch in gehobener Sprache. – Gemahlin f. ‘Ehefrau’, frühnhd. gemahelin, gemehelin, auch ‘Braut’ (15. Jh.), seit dem 17. Jh. in heutiger Verwendung. Vgl. ahd. gimahala (11. Jh.), mhd. gemahel(e) ‘Ehefrau, Braut’.
2189 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gemahlinf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    gemahlin , f. gattin, fem. zu gemahl; die ältere form dafür ist gemahl f., auch n. und selbst m. ( s. dort ). 1 1) den u…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gemahlin

    Goethe-Wörterbuch

    Gemahlin auch (bes in Br) -inn, selten -mal-; etw 330 Belege Ehefrau von Stand od Ansehen; gelegentl mit Attr wie ‘würdi…

  3. Sprichwörter
    Gemahlin

    Wander (Sprichwörter)

    Gemahlin Ist nicht gemahlen, ist von Natur so schön. – Frischbier, 1226. Ein Wortspiel, gebraucht, wenn man einen einfac…

  4. Spezial
    Gemahlin

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|mah|lin f. (-,-nen) (Ehefrau) fomena (-nes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gemahlin

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gemahlin 2 Analysen

ge- + mahl + -in

gemahlin leitet sich vom Lemma mahl ab mit Präfix ge-, mit Suffix -in.

Alternativen: gemahl+-in

Keine Komposita gefunden — gemahlin kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gemahlin". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gemahlin/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „gemahlin". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gemahlin/pfeifer_etym. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gemahlin". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gemahlin/pfeifer_etym.
BibTeX
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