Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Geblüt n.
Geblüt n.
Geblüt n. ‘Herkunft, Abstammung’ (in der Regel auf Angehörige von Adelsgeschlechtern bezogen), frühnhd. geblut, geblüete (Anfang 15. Jh.) ist Kollektivbildung zu dem unter Blut (s. d.) angeführten Substantiv und bezeichnet zunächst die ‘Gesamtheit des Blutes in einem Körper’, daher oft in medizinischen Angaben über die vermeintliche Beschaffenheit des Blutes (dickes, zähes, gutes Geblüt) bzw. im Zusammenhang mit der Temperamentenlehre (schwarz Geblüte für ‘Melancholie’, 17. Jh.); es gilt (wie Blut) als Träger bestimmter sich fortpflanzender Eigenschaften, so daß sich die Bedeutung ‘Verwandtschaft, Abstammung, Herkunft, Geschlecht’ entwickeln kann (16. Jh.), vgl. adel des geblüts oder geburt, von Davids geblüte (Luther).