Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gaudieb m.
gaudieb , m. verstärktes dieb, erscheint im 17. jh. und wird nicht älter sein: gaudieb, tagliaborse, mariuolo. M. Krämer teutschit. wb. 1678 502 a , beutelschneider, gauner, aber noch bei Stieler fehlend, dann bei Rädlein 322 a als landstreicher, spitzbub; bei Ludwig 695 auch ein gaudieb in laden, der unter dem vorwande zu kaufen im laden stiehlt; denn wenn man einen bel-esprit aus Frankreich in person auf deutschem boden sieht, so glaubt man allezeit, dasz er ein antichrist, ein gaukler oder gaudieb ist. Wernike 1704 s. 197 ( Bodmers ausg. s. 140); die gaudiebe, beutelschneider, räuber und de…