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gäscht

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
15
Verweise raus
2

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gäscht m.

Bd. 4, Sp. 1432
gäscht, m. gleich gäst, gest, schaum. Adelung, schaum auf den gärenden dingen Frisch 1, 320e. 11) es findet sich in md. mundarten: das öl mehr zunder nährt, als schäumend seife gäscht (nährt). Lohenstein in Neukirchs samml. 6, 13. natürlich auch gescht (Reinw. henn. id. 1, 46): spuma, gescht, jäst. Kirsch 1, 1023a, Ludwig 694 (neben gäst), z. b. biergescht, weingescht, wassergescht Stieler 610 (wo auch gerscht, sieh sp. 1350); zum achten soll man auch (als bräutigam) den kuss fein reinlich geben und lasse nicht den saft auf ihren lippen kleben: zum minsten nehmt vorlieb, wenn sie ein schnupftuch nimmt, den gescht herunter wischt, der auf den lippen schwimmt. Picander 2, 192. 22) ebenso jäscht, jescht, wie jäschen neben gäschen (s. d. 2): die silberreine fluth, von rohtem jäscht beschäumt. Brockes bei Weichmann 1, 22; hier sprützten jäscht und schleim dem Momus in die hände. Günther 496. jescht Rädlein 508b, Steinb. 1, 814, bei Reinwald 1, 72 'noch gewöhnlicher als gescht, bierschaum'. 33) es steht neben gischt, wie gäschen neben gischen, d. h. mit gebrochnem e. unmittelbarer zu gäschen gehört gäsch (s. d.), während gäscht, gëscht zugleich nahe zu gëst (gist), der älteren, schon mhd. form hin tritt; dasz es aber neben diesem selbständig ist, verbürgt der umstand, dasz es in mundarten gilt, wo -st an dieser stelle nie zu -scht wird, denn in Sachsen, Schlesien z. b. steht neben gäscht, gischt durchaus unterschieden gäste, frist, mist. s. auch östr. gascht schaum sp. 1380 (3, a), und gäst.
1539 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gäscht

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Gäscht , des -es, plur. von mehrern Arten, die -e. 1. Die gährende Bewegung in einem flüssigen Körper. Welches Pulve…

  2. modern
    Dialekt
    Gäschtm.

    Lothringisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gäscht [gǽšt, — Pl. –ər fast allg.; gàïs Falk. ] m. Geist, Gespenst: alle gude Gäschter lowe Gott de Häre Ersd.

  3. Sprichwörter
    Gäscht

    Wander (Sprichwörter)

    Gäscht Gäs (Gäscht, Hefen) es de Bäcker. ( Meurs. ) – Firmenich, I, 401, 65.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gaescht

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von gaescht 2 Komponenten

ga+scht

gaescht setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gaescht‑ als Erstglied (6 von 6)

gäschten

DWB

gäschten , gäscht machen Rädlein 321 b . 317 b , von gäscht, wie gischten von gischt.

gäschtig

DWB

gäschtig , schaumig, bei Steinb. 1, 814 jeschtig spumosus; s. gäscht 2. vgl. gästig.

gäschtkohl

DWB

gaescht·kohl

gäschtkohl , m. heracleum sphondylium ( vergl. bartsch , kuhpastinak); das kraut wird als gemüse benutzt, woraus kohl sich erklärt, aber auc…

gäschtlech

LothWB

gaescht·lech

gäschtlech [gǽštleχ D. Si. ] adj. geistlich: e gäschtlechen Här od. e Gäschtlechen ein Geistlicher, Priester, Pfarrer.