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Gänserich

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gänserich

Gänserich

Gans f. zu den Schwimmvögeln gehörendes, aber vor allem auf dem Lande lebendes Haustier. Der Vogelname ahd. (9. Jh.), mhd. gans, asächs. aengl. gōs, engl. goose, mnd. gōs, gās, mnl. nl. gans, anord. gās, schwed. gås, got. *gansus (zu erschließen aus span. ganso), germ. *gans- führt mit aind. haṁsāḥ ‘Gans, Schwan’, griech. chḗn, Genitiv chēnós (χήν, χηνός), lat. ānser (aus *hānser) ‘Gans’, air. gēiss ‘Schwan’, lit. *žąsìs ‘Gans’ auf einen alten s-Stamm ie. *ĝhans- ‘Gans’, der zu einer Erweiterung ie. *ĝhan- der Wurzel ie. *ĝhē-gähnen, klaffen, offenstehen’ (s. gähnen) gebildet ist. Die Namengebung knüpft an das heisere Fauchen mit aufgesperrtem Schnabel an, wie auch gähnen als ‘hörbar ausatmen’ zu verstehen ist. – Gänserich m. ‘männliche Gans’ (Mitte 16. Jh.), nach dem Vorbild von Enterich (s. 1Ente; vgl. nl. ganzerik). Daneben südd. Ganser m. und nordd. Ganter m., die ahd. ganaʒʒo (8. Jh.), ganzo (Hs. 12. Jh.), mhd. ganze, ganzer, ganser, mnd. gante ‘Gänserich’ folgen und mit aengl. ganot, engl. gannet (der Seevogel) ‘Tölpel’, aengl. gan(d)ra, engl. nl. gander ‘Gänserich’ an ie. *g̑hand- anschließen. Gänseblümchen n., Gänseblume f. fast das ganze Jahr auf Wiesen und Grasplätzen blühender niedriger Korbblütler mit weißen, rötlich umrandeten Blütenblättern (Mitte 16. Jh.). Benennungsmotiv ist die Wertlosigkeit der Pflanze als Futterkraut sowie ihr häufiges Vorkommen auch auf Gänseweiden; vgl. mhd. gensebluome (12. Jh.; für ‘Ackerwinde’?). Gänsefüßchen Plur. ‘Anführungsstriche’ (um 1800); vgl. Gänsefüße (Jean Paul, 1795), älter in der Sprache der Buchdrucker Gänseaugen (in dän. gåseøjne bis heute bewahrt). Gänsehaut f. ‘die der Haut einer gerupften Gans gleichende menschliche Haut’, wenn durch Kälte, Schreck oder Furcht deren Talgdrüsen hervortreten (16. Jh.); vgl. engl. goose-skin, goose-pimples. Gänseklein n. ‘zum Kochen verwendete (nicht zum Gänsebraten gehörende) Innereien, Flügel und Hals der Gans’ (18. Jh.), obsächs. Gänsekleint (1730), -kleind (1726). Vgl. kleinot (16. Jh.), kleinod (17. Jh.) für ‘Innereien und die gering geachteten Kleinteile beim Schlachten’; s. Kleinod in seiner frühen Bedeutung ‘Kleinigkeit’. Gänsemarsch m., besonders im Gänsemarsch ‘einer hinter dem anderen’ (1. Hälfte 19. Jh.), zuvor Gänsegang (Campe). Gänsewein m. scherzhaft für ‘Trinkwasser’ (2. Hälfte 16. Jh.).
2333 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gänserich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Gänserich , des -es, plur. die -e. 1) Das männliche Geschlecht unter den Gänsen; in den gemeinen Mundarten der Ganse…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gänserich

    Goethe-Wörterbuch

    Gänserich 1 redender Name aus dem Spottnamenkatalog Genserich Cammerjuncker 38,442,3 HanswHochz Plp 2 Pflanze; in früher…

  3. modern
    Dialekt
    Gänserichm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gänserich , Ganserich m. : ' männliche Gans ', Gänserich (gęnsəriχ, seltener ge-) [Westteil der mittl. VPf vereinzelt üb…

  4. Spezial
    Gänserich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gän|se|rich m. (-[e]s,-e) 1 alcun (-s) m. 2 (ennebergisch) auch (auc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gaenserich

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Zerlegung von gaenserich 2 Komponenten

ganse+rich

gaenserich setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „gaenserich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gaenserich/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „gaenserich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gaenserich/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gaenserich". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gaenserich/pfeifer_etym.
BibTeX
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