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Fritz

nhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Fritz

Bd. 1, Sp. 1217
Fritz 1. Fritz verreitet seine Hab' als junger Mann, damit er am Bettelstabe die Füss' einst besser brauchen kann. (Sächs. Voigtland.) 2. Als de ôl Fretz Gefreiter wär. – Frischbier, 200. Um eine längst vergangene Zeit zu bezeichnen. 3. Das war noch unterm alten Fritze, wo der Kalbskopf um zwei Gröschel war. (Schles.) – Gedichte von Holtei. 4. Siste (siehst du) Fritze1, wie de bist. (Hirschberg.) 1) Auch diese Form kommt häufig statt Fritz, einer Abkürzung von Friedrich, wie Heinz von Heinrich und Kunz von Konrad u.s.w., vor; z.B.: Es schien als hätte Fritze im Kopfe keine Grütze. (H.A. Ossenfelder, Oden und Lieder, Dresden u. Leipzig 1753, S. 117.) Die Mehrzahl lautet stets: Fritzen, und kommt in Zusammensetzungen in verschiedenen Bedeutungen vor. Gestiefelte Reiter heissen Stiefelfritzen. Nach Henisch (1274, 54) hat Fritze auch die Bedeutung von Vogt, praefectus, Taubenfritzen = Taubenvögte, »so die Tauben warten und Gefress machen«. Bienenkorb (106a) heisst es: »Klosterleut und Clausner und andere dergleichen selbstheilige und vom Himmel gefallene Gugelfritzen« (cucullati). So redet man auch von einem Quengelfritzen, Kritzefritze, von einem sentimentalen Fritzen. Auch bezeichnet Fritze einen Friedrichdor, das Colleg wird mit einem »Fritzen berappt«. (Vgl. Grimm, IV, 220, und Sandvoss, 306.) – Vorwurf, wenn jemand von etwas Einfältigem, Ungehörigem überführt wird. [Zusätze und Ergänzungen] 5. Fritz, Fritz, Friederich, warum büst du so liederig; du hest jo all dîn Geld versaopen, un kast nich mehr bi d' Mäkens schlaopen. Pommerscher Neckspruch. 6. Der âle Fritz kimmt nê wieder. Eine Redensart schlesischer Landleute, besonders in Zeiten, wo es Preussen unglücklich geht und sie unzufrieden sind. Ungefähr in derselben Weise denken die Russen an ihre Katharina. »Viele«, sagen sie, »heissen Katja, aber nur Eine ist Katja gewesen.« (Altmann, V, 98.) 7. Fritz, wett, du gewinnst. – Zinkgref, IV, 237. 8. Fritze's Brot ist acht Tage vor em Käs ausgange. (Schwäb. Unterland.) 9. Siehste, Fritze, wie du bist, hast 'n Alten und stichst nich. – Klix, 19.
2094 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fritz

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Fritz , s. Friedrich .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Fritz

    Goethe-Wörterbuch

    Fritz familiäre Abkürzung von Friedrich 1 Name fiktiver Figuren in Dichtungen; in ‘Unterhaltungen dt Ausgewanderten’ im …

  3. modern
    Dialekt
    Fritz

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Fritz , Frutzer, s. Frider(i ch ).

  4. Sprichwörter
    Fritz

    Wander (Sprichwörter)

    Fritz 1. Fritz verreitet seine Hab' als junger Mann, damit er am Bettelstabe die Füss' einst besser brauchen kann. ( Säc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fritz

30 Bildungen · 24 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

fritz‑ als Erstglied (24 von 24)

Fritz N

Idiotikon

Fritz N. Band 1, Spalte 1285 Fritz N. 1,1285

Fritze, Imman

DWBQVZ

Fritze, Imman. s. Bode, Joh. Joach. Christoph Montaigne.

fritzelig

RhWB

fritzelig Adj.: 1. zerfetzt, ungleich durch schlechtes Schneiden Verbr. wie fritzeln 1. — 2. ausgetrocknet, runzelig, bes. von Äpfeln, u. zw…

fritzeln

RhWBN

frit·zeln

fritzeln schw.: 1. c. Bohnen fr., schnippeln, schneiden Neuw .

Fritzen

Meyers

frit·zen

Fritzen , 1) Adolf , Bischof von Straßburg, geb. 1838 in Kleve, studierte neben Theologie besonders Philologie und Geschichte, wurde Lehrer …

fritzen I

RhWB

fritzen I schw.: 1. a. -i- putzen, auch sich fr., sich putzen, kämmen; fer der Kirmes get gefritzt Koch-Poltersd , Wittl-Reil . — b. -e- her…

fritzen II

RhWBN

fritzen II schw.: 2. britsə in entgegengesetzte Richtung drehen Siegld ; Intensivum zu brisə (s. Wb unter freissen); britze fehlt im Siegld …

Fritzholz

RhWB

fritz·holz

Fritz-holz -etsheltsər Koch , Daun ; -ęts- Koch-Bremm Pl. n.: dass.

fritzisch

GWB

fritz·isch

fritzisch zu Fritz 2 a [ Parteinahme im Siebenjährigen Krieg ] Und so war ich denn auch preußisch, oder um richtiger zu reden, F. gesinnt: d…

Fritzkäse

RhWB

fritz·kaese

Fritz-käse -itskE:s Waldbr-Rossel m.: Gemisch aus gestossenen gekochten Kartoffeln, Buttermilch, Quark, Salz, Pfeffer, das die Leute sich fr…

Fritzlar

Meyers

fritz·lar

Fritzlar , Kreisstadt im preuß. Regbez. Kassel, an der Eder und der Staatsbahnlinie Wabern-Wildungen, 220 m ü. M., ein altertümlicher Ort in…

Fritzner

Meyers

fritz·ner

Fritzner , Johan , verdienter Sprachforscher und Lexikograph, geb. 9. April 1812 zu Askö bei Bergen in Norwegen, gest. 17. Dez. 1893 in Chri…

fritzsch

DWB

fritz·sch

fritzsch , m. gleichviel mit Fritsch und Fritz: aber er lesset sich dünken, er sei nicht ein schlechter Fritzsch. Luther 1, 279 a .

Fritzsche

Meyers

fritz·sche

Fritzsche , 1) Karl Friedrich August , Theolog, ältester Sohn von Christian F. (geb. 1776 in Nauendorf bei Zeitz, seit 1827 Professor der Th…

fritz als Zweitglied (5 von 5)

Kachelfritz

Wander

kachel·fritz

Kachelfritz Hei öss e Kachelfrötsch. – Frischbier 2 , 1842. In allgemeinen ein Freund des warmen Ofens, insbesondere ein Einwohner des Kirch…

Zingge(n)fritz

Idiotikon

Zingge(n)fritz Band 1, Spalte 1344 Zingge(n)fritz 1,1344

Ableitungen von fritz (1 von 1)

fritze

DWB

fritze , f. Friederike.