Frīdag m. [allg.] Freitag, fünfter Tag der mit Montag beginnenden Woche. Mōrn is Fröidach (Kr. BürenBür Bo). Et is Frijdagg, ik mott noch wat doon Hinweis auf Freitag als Putz- und Einkaufstag (WMWB). Friedag is de bäste Dag tau der Hogetiet (Kr. BürenBür Kr. Büren@BürenBü). Fridag Murgen geiht ut de Koih, twintig Groschen deit de Wei so sagt der Stadthirte den Beginn des Austriebs an (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@DortmundDo). — Phras. Vbdg.: Stillen Fräidag (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@RahdenRa) Karfreitag [verbr.]: Sai sind Stillen Fruidag t’m Aowendmaol wiäst (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Stillen Fridag is mi lewer äs Askendag die Fastenzeit ist bald vorbei (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd || mehrf. WMünsterl). Wenn de Poggen annen Stillen Fridag rärt, moit se no Stillen Fridag schwuigen (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo). — Ra.: Diu kümst uppen Fruidagg du kommst vergebens, zu einem ungünstigen Zeitpunkt (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || ähnl. mehrf.). Dei hett et ganze Joar Stillen Fräidag er redet nie viel, ist immer schweigsam (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa). Wenn Pinsten op een Friedag fällt ... (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe); wenn Paosken un Pingsten op’n Fruidag fällt un de Kalwer op me Uise danßet ... (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm); wann twê Frîdage in êne Weke fallt ... (WOENL); dao is mährmaolen in de Wiäcke Fridag (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl) sagt man, wenn etwas nie geschehen wird, etwa: dann kriste dien Geld dein Geld wirst du nie bekommen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe). — Sprichw.: Hochtiet sall ’t gohn, Friedag is ’t dohn alte Bauernhochzeiten dauerten von Samstag bis Freitag (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr). — Wetterregel: Fridag häf sin ēigen Wier un sin ēigen Schmier am Freitag erfüllen sich Wetterregeln häufig nicht (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || (ähnl.) mehrf.). — Omenspruch: Fruidach wett nit wïekenolt am Freitag werden Dienstleute in der Regel nicht eingestellt (Kr. SoestSos Kr. Soest@SoestSo). Friedag mott man ’t Korn snieden, dann friätt de Müse nich (Kr. MünsterMün Kr. Münster@BösensellBs). — Reim: Muondag es Sunndag sien Broer, / Diensdag go ’k no mien Moder, / Guonsdag es midden inne Wiäke, / Donnersdag bruk ’k nich te riäcken, / Friedag es Hagelfier, / Sotsdag dau ’k kän Spier, / dann kömmt mien leiwe Sunndag wier (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@NiederstüterNs || mehrf.). Frēdach hätt suin oägen Wea, / Ssunnoamt giff wat upp dat Lea (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). Vandāge es et Frīdach, / un wann se sick nit kloppet, gïed et ’n Strīddach (Kr. IserlohnIsl El). ⟨Vokalismus: ›ī‹ [allg.], ›ī‹ im Hiat (
u.a. = ›ē¹‹ [Min]) [Kr. MindenMin WMünsterl Kr. CoesfeldKos Rek]; „Frü(d)dag“ [Det], Friddag [verstr. bes. nördl. OWestf]⟩