Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
fluz
Gl. 1, 166, 9 fluzzim
‚fluctibus‘), seit dem 8. Jh.:
‚Fluß, Lauf, Strömung, Flüssigkeit, alveus, de-〈Var.: -zz-〉, selten jedoch in Ge-
cursus, fluctus, fluentum, flumen, fluxus, li-
quor, natatus‘
wässer- und Ortsnamen; z. B. Finfluzu, Oder-
fluß; vgl. auch Schönfließ, Altenfließ (Bach,
Dt. Namenkunde II, 1 § 297. 299; II, 2 § 573).
– Mhd. vluz st.m., nhd. Fluß, pl. Flüsse, seit
dem 18. Jh.
‚größerer natürlicher Wasserlauf‘
gegenüber Strom
‚großer, breiter Fluß‘. Erst
im 16. Jh. wird das Wort Fluß (als Synonym
von Strom) im Sinne von
‚fließendes Gewässer‘
allgemein gebräuchlich und nimmt so die Stelle
der Fortsetzung von ahd. aha, mhd. ahe ein (→
aha). Als Bezeichnung rheumatischer Leiden
beruht dt. Fluß auf gr. ῥεῦμα; weißer Fluß
übersetzt lat. fluor albus.