Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
flöhen
flöhen
Floh m. flügelloses, springendes, blutsaugendes Insekt, ahd. flōh (9. Jh.), mhd. vlōch, vlō, mnd. mnl. vlō, nl. vlo, aengl. flēa(h), engl. flea, anord. flō würden (im Vergleich mit den außergerm. Formen) auf einen Ansatz ie. *plou- ‘Floh’ führen, der um ein k-Suffix erweitert ist (wenn man nicht späteren volksetymologischen Einfluß durch das unter fliehen, s. d., behandelte Verb annehmen will). Doch hat das Germ. mit seiner diphthongischen Form wohl geneuert. Die außergerm. Namen aind. plúṣiḥ, griech. psýlla, psýllos (ψύλλα, ψύλλος), lat. pūlex (aus *puslex), lit. blusà, russ.-kslaw. blъcha, russ. blochá (блоха) zeigen demgegenüber einfachen Vokal und s-Suffix (ie. *plus-). Der Anlautwechsel (zwischen p-, b- oder bh-) sowie die beliebige Umstellung der Laute l, u und s lassen sich hinreichend mit Sprachzauber (zur Abwehr des lästigen Insekts) oder Spieltrieb erklären. Vgl. Tiernamen 40 f. – flöhen Vb. ‘Flöhe suchen’ (17. Jh.).