Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Flieder m.
Flieder m.
Flieder m. in reichen Rispen blau, violett oder weiß blühender Zierstrauch, im 16. Jh. aus Südosteuropa nach Deutschland eingeführt. Der im Nl. und Fries. beheimatete Name steht seit alters für ‘Holunder’. Mnl. vlieder, vlier enthält (wie Holunder, s. d.) ein altes Suffix für Baumnamen (germ. -ðra-); die Herkunft des Stammworts ist unbekannt. Mit niederländischen Siedlern dringt die Bezeichnung weit nach Osten vor, belegt in mnd. vlēder, vlieder, nordd. Flieder (vgl. Fliederbeeren ‘Holunderbeeren’, entsprechend Fliedertee). Der Name wird dann, ebenfalls im Nordd., auf den oben genannten Zierstrauch, der bis dahin keinen dt. Namen hatte, übertragen und gilt in diesem Sinne (seit dem 18. Jh.) allgemein in der Literatursprache.