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Flanke

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
17 in 16 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Flanke

Bd. 6, Sp. 661
Flanke, die »Seite« irgend eines Gegenstandes, in der Taktik die Seite einer Truppenaufstellung im Gegensatz zu Front und Rücken; sie ist der gefährdetste Punkt einer Stellung, weil eine Truppe nach der F. hin erst durch Aufmarsch, Schwenkung u. dgl. zur Gefechtstätigkeit übergehen, der Gegner ihr also, da sie während der Bewegung verteidigungsunfähig ist, durch Flankenfeuer große Verluste beibringen, durch überraschenden Flankenangriff sie schlagen und ihre Rückzugslinie bedrohen kann, bevor sie Zeit hat, ihm gleiche Kräfte entgegenzustellen. Daher erfordert die Deckung der F. große Aufmerksamkeit; wo sich nicht ein Hindernis zur Flankenanlehnung findet, das der Gegner schwer überschreiten und nicht überschießen kann, ist Gliederung der Truppen nach der Tiefe erforderlich. Flankenstellung, eine Ausstellung seitwärts der Vormarschrichtung des Gegners, so daß dieser, um solche Stellung anzugreifen, einer schwierigen Entwickelung bedarf und, wenngleich siegreich, von seinem Marschziel abgezogen wird. Die dem Angreifer zugekehrte F. muß durch starkes Hindernis, einen Stützpunkt oder eine Artilleriestellung gedeckt sein. Möglichkeit des Vorstoßes, durch kein Fronthindernis beschränkt, und senkrecht zur Stellung gehende Rückzugslinie sind erwünscht. Besonders vorteilhaft liegt die Flankenstellung, wenn der Angreifer einen Engweg über ein größeres Hindernis im Rücken behält. Unter diesen Umständen ist sie wirksamer als frontale Stellung, quer vor der feindlichen Anmarschrichtung. Flankenmarsch, Abmarsch nach einer Seite, vor der Front des Gegners vorbei, dem man bewußt die F. bietet, und auf dessen Angriff man gefaßt ist. Man sichert sich gegen den Feind durch eine Seitendeckung. Ist er aus einem Vormarsch durch Rechts- und Linksabmarsch entstanden, dann übernimmt die bisherige Avantgarde die Seitendeckung. Größere Flankenbewegungen einer Schützenlinie im feindlichen Feuer sind unzulässig. Flanken bei Bastionen etc., Flankenbatterien, Flankenkasematten in der Befestigungskunst, s. Festung und Festungskrieg. – Bei Tieren, besonders Wild, heißt F. (Fläme, Dünnung) die nicht von Knochen bedeckte Seitenwand des Bauches (speziell dessen oberer Teil zwischen Hüfthöcker und letzter Rippe, im Gegensatz zum untern Teil, der Weiche). Flankenbruch ist beim Pferd ein Austreten des Netzes oder der Gedärme durch eine in den Flanken infolge eines Stoßes entstandene Trennung der innern Bauchwandung, die sich zu einem Bruchsack erweitert; Flankenspannung, die widernatürliche Austreibung der Bauchmuskeln.
2533 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Flanke

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Flanke , plur. die -n, die Seite eines Thieres oder Dinges, besonders in folgenden Fällen. 1) Die Seiten des Bauches…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Flanke

    Goethe-Wörterbuch

    Flanke einmal -ck- 1 milit: die (schlecht gedeckte) Seite am äußersten Flügel einer Truppeneinheit; einmal im Bild [ Obe…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Flanke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Flanke , beim Festungsbau jedes Werk, das ein anderes von der Seite her vertheidigt; in der Taktik das äußerste Ende ein…

  4. modern
    Dialekt
    Flankem.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Flanke [flàkə Fo. u. s.] m. Dasselbe wie Flampe. — tirol. Flank'n Fetzen, Stück From. 5, 232.

  5. Sprichwörter
    Flanke

    Wander (Sprichwörter)

    Flanke Er fiel ihm in die Flanke. Holl. : Hij viel hem in de flank. ( Harrebomée, I, 192. )

  6. Spezial
    Flanke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Flan|ke f. (-,-n) 1 flanch (-nc) f. 2 (Seite) pert (-s) f. 3 ‹sport› (beim Fußball) flancada (-des) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit flanke

23 Bildungen · 20 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

flanke‑ als Erstglied (20 von 20)

Flankenbatterien

Meyers

Flankenbatterien , meist kasemattierte Batterien zur Grabenbestreichung; s. Festung , Festungskrieg .

Flankendauben

RhWB

Flanken-dauben -dǫ·u.ən Kobl-Winning Pl.: Seitendauben des Fasses.

flankenfuge

DWB2

flanken·fuge

flankenfuge f. schädelnaht am hinterkopf: ⟨1656⟩ J. Schmid speculum (1675)53.

Flankenhöier

WWB

Flanken-höier m. jmd., der einem in die Quere kommt (WOEN).

Flankert

RhWBN

flank·ert

Flankert m.: 3. Flanierer, Umhertreiber Aach-Breinig .

Flankeure

Meyers

flank·eure

Flankeure (franz. flanqueurs ), einzelne Reiter, die von geschlossenen Abteilungen vorgeschickt werden, um die Bewegungen des Feindes zu beo…

flanke als Zweitglied (3 von 3)

huoflanke

KöblerMhd

huof·lanke

huoflanke , F. nhd. eine Pflanze, Huflattich ÜG.: lat. ungula caballina VocClos Q.: VocAbsr (2. Hälfte 14. Jh.) E.: s. huof, lanke W.: nhd. …

nebenflanke

DWB

neben·flanke

nebenflanke , f. : nebenflanke wird der theil von dem mittelwalle geheiszen, von welchem die gesichtslinien eine schräge vertheidigung haben…

soldatenflanke

DWB

soldaten·flanke

soldatenflanke , f. ein weibsbild, das den soldaten nachzieht ( österr. ) Wander sprichw.-lex. 4, 603 . vgl. flank th. 3, sp. 1722.