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fel

as. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
16 in 14 Wb.
Sprachstufen
9 von 16
Verweise rein
33
Verweise raus
59

Eintrag · Westfälisches Wb.

Fel n.

Bd. 2, Sp. 603
Fel n. [allg.] 1.1. Fell, dichtbehaarte Haut eines Säugetiers. Heu striepe (streichelte) der Katten dat Fäll (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PLATENAUWB). Dat Vēh steiht glatt in’t Fell (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Et Fell wesseln sich häuten (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa). Et Fell aftrecken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Ra.: ’n üörnlick Fell starker Graswuchs auf einer Wiese (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@MüssingenMü). Hei hiät Fäll opn Tiänen er läßt sich nichts gefallen, er sagt unverblümt seine Meinung (Kr. BürenBür Kr. Büren@FürstenbergFü || mehrf.). Dai stinket op em Bast (Haut) ase em Ruien et Fell er hat starken Körpergeruch (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Ick kann iäne nie uppet Fäll kukken ich kann ihn nicht leiden (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorgentreichBo || mehrf.). — Sprichw.: Wann m’n Schaop scheren will, dröff man em nich dat Fell öwwer de Ohren trecken (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || mehrf.). Dä bieterigsten Rüerns hät dä rieterigsten Felle wer Streit sucht, muß sich auch viel gefallen lassen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — Sagw.: Dat is män ’n Üöwergank, segg de Voß, dao tröcken se em dat Fell üöwer de Aohren (Kr. SteinfurtStf RECK 85 || mehrf.). Dat ess bleoß eun Öwwertog, ... (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). Dat is owwer ’n slechten Spass, ... (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@WestereidenWe); Afwesselnge mott sin, ... (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). — 1.2. als Rohmaterial dienendes abgezogenes Fell [verstr.]. Dat Fell gerwen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). He lech de Fells up’n Wäg entlangs (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@MerfeldMf). — Ra.: Diam sind de Felle fut ’eschwommen er war nicht erfolgreich bei seinen Geschäften; seine Hoffnungen sind zerronnen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs || mehrf.). Ut anne Lüü Fel Raihms ßniien auf Kosten anderer Vorteile suchen (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@AschebergAb || verbr.). — Sprichw.: Ut annere ehr Fell is gued Reimen sniden (Münsterl BAHLM 98 || verbr.). Dat swatte Fell brenget dat blanke Geld (WOENL). Verkäop et Fell nit eher, bis de en Voß aftrocken hiäs (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || ähnl. mehrf.). — 2. (bes. menschliche) Haut (gröber [verbr.], geläufiger[] [Kr. SteinfurtStf Rek], älter [Bri] als → Hūd). — Spez.: „Haut des Menschen, wenn man sie sich abgeschürft hat“ [verstr. (Kr. HöxterHöx Arn)]. Riu Fäl rauhe Haut (Kr. BürenBür Hb). Ewwenech Fell empfindliche Haut (Kr. BrilonBri Ah). Dat Fell upp’n Kopp Kopfhaut (Kr. MindenMin Kr. Minden@DankersenDa). Se hïet en schrumpelich Fell (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Ra.: He is rau upt Fell er ist stark behaart (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Em schuddert dat Fell er zittert vor Kälte (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@ReckeRe || ähnl. mehrf.). He is natt bes upt Fell er ist durch und durch naß (Kr. MünsterMün Kr. Münster@HavixbeckHa || verbr.). He hett ’n dick Fell er ist unempfindlich: a) er kann viel Ärger vertragen; b) er ist nicht sonderlich feinfühlig (Kr. LüdinghausenLhs Dr || (ähnl.) verbr.). Sïeben Felle häbben gleichgültig, für Ermahnungen, Bitten usw. nicht empfänglich sein (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Wo dei dumm es, do gäiht iamme dat Fell weg er ist sehr klug, auch: äußerst gerissen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OesterauOa || mehrf.). Ick häwwe ’t em gründlick an’t Fell segt ich habe ihm gründlich die Meinung gesagt (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd || mehrf.). Dem es ’t Fell te kuott er hat ständig den Mund auf (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@GevelsbergGb || verbr.). Dat Fell es iäme te kuoart; wann de Fuert taugeiht, geiht de Mule uopen a) dass.; b) er ist ein Schwätzer (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs || mehrf. Mark). Eäm wät dat Fell te koatt er hat Blähungen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). So souer, dat ein’n dat Fell vor de Tiäne denn geiht sehr sauer (im Geschmack) (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@HerzebrockHb). Hai hiät ümmer et Fell van’n Tiänen er lacht ständig (Kr. BrilonBri Ah). Dat Fäll vannen Tiärnen taihn hämisch über andere reden, klug schwätzen (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@KühlsenKü). Hoei kregg ’t Fell nich meia owa de Tähne er ist völlig ausgehungert, sehr mager (nach langer Krankheit) (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || ähnl. mehrf.). Heei es bloes när Fell un Knoken dass. (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@FrotheimFr || verbr.). Em kîkt de Butten düör’t Fell dass. (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Me kann iäm de Ribben düöär’m Fell tellen dass. (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HerdeckeHd). Hä hänget mä blaus noch im Fell dass. (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl || mehrf. SWestf). De Undöcht kümp dör’t Fell er hat Ausschlag um den Mund (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). Innen laigen Felle sidden a) ein schlechter Mensch sein; b) zu Krankheiten neigen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || (ähnl.) verbr.). Hei hiäddet im Fälle sitten er sieht aus, als würde er krank (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@MedebachMb). He hät ’t Fell vull er ist betrunken (Kr. MünsterMün Kr. Münster@NienbergeNb || mehrf.). He häff ’t Fell natt dass. (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HeidenHd || mehrf.). He hett sik dat Fell vollsuopen dass. (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@WesterwieheWw || verbr.). Hei schuont et Fell er ist ein großer Faulenzer (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi). He döch in sin beste Fell nich er ist ein schlechter Mensch (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh || verbr. Münsterl, ähnl. Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Hfd). Dä väköuft sin eïgen Fell sagt man von einer Person, die stets zum eigenen Nachteil Verkäufe abschließt (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp || mehrf.). Hä hiät sin Fell verkoft a) er hat sich zu einem Dienst gegen Lohn verpflichtet; b) er hat geheiratet (scherzhaft) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HohenlimburgHl || mehrf.). Iud’en Felle bassen wütend werden, losstürmen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). He is nich rāin op’t Fell er ist nicht ehrlich, ihm ist nicht zu trauen (Kr. LüdinghausenLhs Dr || mehrf.). Wo de ehrlich es, do geht äm dät Fell aff dass. (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@ResseBu || mehrf.). Ick woll in den sien Fell nich gärn sitten ich möchte nicht mit ihm tauschen, mich nicht in seiner Lage befinden (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc || mehrf.). He kann ut sin eigen Fell nicht [] herut er kann seine Eigenarten nicht verleugnen, ablegen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || mehrf.). Dai stīket in diäm seïn Fell er hat die gleichen Untugenden wie der andere (Kr. IserlohnIsl Is). Hai stinket üut’m Felle a) er riecht übel; b) er trägt ungewaschene Wäsche (Kr. IserlohnIsl Is || (ähnl.) verbr.). En Fell herunnertrecken sich gründlich waschen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt). Vom vüellen Waschen wiärd dat Fell dünner sagt man im Scherz zu jmd., der sich nicht oft wäscht (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Dat Fell iutwasken jmdn. ausnutzen, ausbeuten (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Diäm hett se ’t Fell mol richtig wasken über den ist heftig geredet worden (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). Ennem dat Fäll üöwer de Auren tēn a) jmdn. betrügen, übervorteilen (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh || verbr.); b) jmdn. verprügeln [verstr.]. Et annen Felle afbetalen (für ein Vergehen) Prügel erhalten (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). He krēch wat up’t Fell er bekam Prügel (Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü || verbr.). Di jüöket wall dat Fell? dir geht es wohl zu gut; du bist so übermütig, als wolltest du Prügel haben (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Dat Fell vergiarben verprügeln (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.): Diäm mott me mōl et Fäll giärwen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe || mehrf.). Ennem dat Fäll versuolen jmdn. verprügeln (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh || verbr.): Drop, et is en Hesse, segget se im Suerlanne, wann se sik det Fell versolt (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). Ene wat opt Fell giewwen jmdn. verprügeln (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh || mehrf.). Ennem uppet Fäll kummen dass. (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). Opm Felle rappeln dass. (Ennepe-Ruhr-KreisEnr HOLTHAUS). Hä hïet ’t Fell noch hǟile er hat noch nichts abbekommen, ist noch nicht verprügelt worden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Berufsspott: Dä Bue hiät sieben Felle ein Bauer geht nicht so schnell bankrott (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@GeiseckeGs || mehrf.). ’n Bur heff tien Felle. Niegen kann he sick uttrekken; dann heff he immer noch een (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). — Sprichw.: Bai nix im Buil hiät, matt mett em Fell betalen wer nichts besitzt, muß arbeiten (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). — Sagw.: Dät gäiht diän drüdden nix an, saggte et Menske, hai ies mejn Keerl, un iek bin sejn Fell; domet kann hai maken, batt hai well (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || ähnl. mehrf.). — Brauchtum: ’t Fell versupen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kh) a) einen Leichenschmaus (mit alkoholischen Getränken) abhalten; sich nach der Beerdigung treffen und gemeinsam (Alkohol) trinken [allg.]; b) Junggesellenabschied feiern (Kr. HalleHal Bh): Wenn ēn begrāwen wät, dann wät Fell versuopen (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@BeerlageBe). Fi mait ïem dat Fell vesiupen (Kr. IserlohnIsl Is). Et Fell vertiären (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa) Leichenschmaus (mit Alkohol) abhalten [verstr.]. — 3.1. hautähnliche Schicht, Hülle, Schale. — Spez.: „Haut um die Fettschicht an den Rippen“ (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HammHx); Zwerchfell (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@MeggenMe); Rinde (des Nadelbaums) (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@DrohneDr); Schale des Apfels (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@NordwaldeNw); Haut der Walnuß (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@DerneDe); Haut eines gekochten Eis (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HemdenHe); Pelle (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). — 3.2. Fettschicht auf der gekochten Milch [westl. Münsterl Olp]. ’t Fell up de Melk (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AhausAh). — 4. in negativer Weise auffallende Person [bes. OWestf]. — Spez.: Dirne, lüsterner Kerl (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh); verkommenes Mädchen (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa); nachlässige Frau (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa), Taugenichts (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Dat ole Fell (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Hoi is en fiul Fell er ist ein großer Faulenzer (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@ErwitteEr || [] mehrf.). — 5. Dimin.: Fetzchen Haut, das sich vom Fingernagel oder der anderen Haut gelöst hat (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). ⟨Pl.: Felle [verbr.], Fels [verstr. westl. Münsterl]⟩ Zus.: → Al~, Appel~, As~, Bāren~, Bliᵉke~, Bölke~, Büffel~, Būk~, Burst~, Darm~, Das~, Dik~, Dweªrg~, Dweªrs~, Fos~, Fuᵉsel~, Gō²se~, Gurd~, Hāsen~, Heªrmel~, Hitten~, Hō¹ner~, Hūd~, Iᵉsel~, Kalf~, Katten~, Kō¹~, Kop~, Lippen~, Mārder~, Middel~, Mol~, Mund~, Nakken~, Ō²gen~, Ōr~, Ossen~, Piᵉrde~, Puk~, Ribben~, Rokken~, Rüᵉden~, Rüᵉsel~, Schap~, Schō²t~, Schrinde~, Schrīne~, Schurt~, Stengel~, Steªrwe~, Sūp~, Swē²t~, Trummel~, Tūn-iᵉgel~, Ǖken~.
12708 Zeichen · 447 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    felst. N. (a)

    Köbler As. Wörterbuch

    fel , st. N. (a) nhd. Fell, Haut ne. fur (N.), skin (N.) Hw.: vgl. ahd. fel (st. N. (a)); anfrk. fel Q.: H (830) E.: ger…

  2. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    felst. F. (ō)

    Köbler An. Wörterbuch

    fel , st. F. (ō) nhd. Unterleib, Magen, Falte E.: s. germ. *falja-, *faljam?, st. N. (a), Runzel, Falte; vgl. idg. *pel-…

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    felst. n.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    fel st. n. , mhd. vel, nhd. fell; as. fel, mnd. mnl. vel; afries. fel; ae. fel; an. fjall; got. (þruts-)fill; aus lat. p…

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    felst. N.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    fel , st. N. Vw.: s. vel

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    felAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    fel , Adj. nhd. gottlos, böse E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 473a (fel), Lü 479a (vil)

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Fel , lat., Galle.

  7. modern
    Dialekt
    Fël

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Fël , s. Fëld.

  8. Latein
    fel

    Mittellateinisches Wb.

    fel , fellis n. (f.: MLW p. 116, 20 . ). script. et form.: vel: MLW l. 53 . fal: MLW l. 66 . gen. sg.: felis: MLW l. 46 …

  9. Spezial
    Fel

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    Fel [Fẹl] nom.propr. ‹topon› Ellen n. → Rina Todëscia.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fel

6.411 Bildungen · 2.004 Erstglied · 4.399 Zweitglied · 8 Ableitungen

fel‑ als Erstglied (30 von 2.004)

fel(a)han

EWA

bifel(a)hanAWB ‚anvertrauen, übergeben, anbe- fehlen, auftragen, empfehlen, bergen, begra- ben, opfern, accommodare, commendare, com- mitter…

fel* 1 vel

KöblerAnfrk

fel* 1 vel , st. N. (a) nhd. Fell, Haut ne. fleece ÜG.: lat. vellus MNPs Hw.: vgl. as. fel, ahd. fel Q.: MNPs (9. Jh.) E.: germ. *fella-, *f…

Felach

Idiotikon

fel·ach

Felach Band 1, Spalte 822 Felach 1,822

felachaltar

EWA

*felachaltar m. a-St., in zwei Gl. (alem., Ende 13./Anfang 14. Jh., eine Gl. ist nicht be- stimmbar): ‚Weidenbaum, salix‘. Vgl. wechal- 131 …

felachan

AWB

felachan , felachin Gl 4,195,30. 2,23,8 s. fêhlahhan.

Felǟrdappel

WWB

Fel-ǟrd-appel m. [verstr. Kr. Tecklenburg Tek Min] Pellkartoffel. ⟨ „Felledappel“ ( Kr. Tecklenburg Tek Kr. Tecklenburg@Leeden Ld ), „Fellot…

felafeald

KöblerAe

felafeald , Adj. nhd. mannigfaltig, vielfältig E.: s. fela, *feald (2) L.: Hall 113b

felafealdnės

KöblerAe

felafealdnės , st. F. (jō) Vw.: s. felafealdnėss

felafealdnėss

KöblerAe

felafealdnėss , st. F. (jō) nhd. große Menge E.: s. felafeald, -nėss L.: Hall/Meritt 113b

felafrēcne

KöblerAe

felafrēcne , Adj. (ja) Vw.: s. felafrœ̄cne

felafrœ̄cne

KöblerAe

felafrœ̄cne , Adj. (ja) nhd. sehr wild E.: s. fela, frœ̄cne L.: Hall/Meritt 113a, Lehnert 73b

felafǣcne

KöblerAe

felafǣcne , Adj. nhd. sehr heimtückisch E.: s. fela, fǣcne L.: Hall/Meritt 113b

felageong

KöblerAe

felageong , Adj. nhd. sehr jung, sehr jugendlich E.: s. fela, geong L.: Hall/Meritt 113b

felageōmor

KöblerAe

felageōmor , Adj. nhd. sehr traurig, sorgenvoll E.: s. fela, geōmor L.: Hall/Meritt 113b

felagon

MLW

fel·agon

[ felagon v. phalangium: MLW Albert. M. top. 6,1,2 p. 433 a ,36sqq. ] Pörnbacher

felaha

KöblerAhd

fel·aha

felaha , st. F. (ō), sw. F. (n) Vw.: s. felga (1)

fel(a)han

AWB

fel ( a ) han st. v. ; mnd. vēlen; ae. feolan; an. fela; got. filhan; vgl. auch mnl. velen, afries. fella mit anderer Bedeutung. — Graff III…

felahanto

AWB

felahanto sw. m. — Graff III, 500 s. v. felhan. felahanto: nom. sg. H 25,1,1 ( voc. ). Schöpfer: euuigo rachono felahanto naht tac ioh ther …

felaho

AWB

felaho sw. m. — Graff III, 504. felaho: nom. sg. H 1,7,4; uelaho: dass. Gl 4,222,1 ( Ja ). Schöpfer: uelaho conditor Gl 4,222,1. demu (ziti)…

felahrōr

KöblerAe

felahrōr , Adj. nhd. kriegerisch, tapfer E.: s. fela, hrōr L.: Hall/Meritt 113b, Lehnert 73b

felaiung

KöblerAe

felaiung , Adj. Vw.: s. felageong

felaléof

KöblerAe

felaléof , Adj. nhd. sehr geliebt, vielgeliebt E.: s. fela, léof L.: Hall/Meritt 113b

Fēlam

WWB

Fē-lam n. [ Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Mark Arn] weibl. Schaflamm.

felameahtig

KöblerAe

felameahtig , Adj. nhd. mächtigste E.: s. fela, meahtig L.: Hall/Meritt 113b

felamōdig

KöblerAe

felamōdig , Adj. nhd. sehr kühn E.: s. fela, mōdig L.: Hall/Meritt 113b

Felanitx

Meyers

Felanitx (spr. -nitsch), Stadt auf der span. Insel Mallorca, Bezirk Manacor, mit Weinbau und Weinausfuhr, Branntweinbrennerei, Fabrikation v…

felar

KöblerMhd

felar , st. M. Vw.: s. velwære

felasprecol

KöblerAe

felasprecol , Adj. nhd. geschwätzig, indiskret E.: s. fel-, sprecol L.: Hall/Meritt113b

fel als Zweitglied (30 von 4.399)

*begrīfel

KöblerMhd

*begrīfel , Adj. Vw.: s. un- E.: s. begrīfen (1) W.: nhd. DW-

*kindertāfel

KöblerMnd

*kindertāfel , F. nhd. „Kindertafel“ Hw.: s. kindertāfelgilde E.: s. kint, tāfel

*küfel

KöblerMnd

*küfel , Sb. nhd. Kiefer (M.) Vw.: s. hēkedes- E.: Herkunft ungeklärt?

*leffel

KöblerMnd

*leffel , M. nhd. Löffel Hw.: s. lēpel, vorleffelen; vgl. mhd. leffel E.: s. ahd. leffil 20, lepfil, st. M. (a), Löffel (M.) (1); germ. *lap…

*püfel

KöblerMhd

*püfel , st. N. Vw.: s. ge- E.: Herkunft ungeklärt?

*slüpfel

KöblerMhd

*slüpfel , st. M. Vw.: s. ōren-, zūn- E.: s. slüpfen?

*stiffel

KöblerMnd

*stiffel , Sb. nhd. Stange? Vw.: s. hoppen- E.: s. stīf?

*stroffel

KöblerMhd

*stroffel , st. N. E.: s. strīfen

*stumpfel

KöblerMhd

*stumpfel , Adj. nhd. „verstümmelt“ E.: s. stumpf

*tāfel

KöblerAs

*tāfel , st. F. (i?)? nhd. Tafel ne. tablet (N.) Hw.: s. tāfla*, *tāfal, *tāflīk; vgl. ahd. tabela* (sw. F. n) Q.: ON I.: Lw. lat. tabula? E…

brefel

BWB

-brefel Band 3, Spalte 3,202

Ätketüffel

MeckWB

Wossidia Ätketüffel Ättüffel f. Eßkartoffel allgem.; im Gegensatz zu der Veihketüffel.

Adamsapfel

RDWB1

Adamsapfel m адамово яблоко, кадык разг.

Apfel

RDWB1

Apfel m in den sauren Apfel beißen idiom. проглотить пилюлю идиом. , покориться горькой необходимости устойч. , покориться неизбежному устой…

Augapfel

RDWB1

Augapfel m j-s Augapfel sein idiom. - зеница ока идиом. wie seinen ~ hüten idiom. - хранить как зеницу ока идиом.

Geschwafel

RDWB1

Geschwafel n es war nur allgemeines Geschwafel - общая болтовня, ничего конкретного

Gipfel

RDWB1

Gipfel m übertr. das war der ~ - это было уж(е) слишком идиом. , это было последней каплей идиом. , это переполнило чашу терпения идиом.

Gurtmuffel

RDWB1

Gurtmuffel m (Lakune) человек, который не пристёгивается ремнём безопасности в автомобиле

Ɉagdapfel

Campe

Der Ɉagdapfel , des — s, Mz. die — äpfel , eine Art wohlschmeckender Äpfel.

Ɉagdteufel

Campe

† Der Ɉagdteufel , des — s , d. Mz . w. d. Ez. in der Schifffahrt, der Name eines kleinen Segels am Flaggenstocke. — Nach der Sprachähnlichk…

Ɉageteufel

Campe

† Der Ɉageteufel , des — s , d. Mz . ungew. der Name einer Pflanze. S. Johannskraut .

Ɉakobsapfel

Campe

† Der Ɉakobsapfel , des — s, Mz. die — äpfel , ein Name der größern Art Erdäpfel, welche in der Mitte des Septembers reif werden.

Ɉohannsapfel

Campe

Der Ɉohannsapfel , des — s, Mz. die — äpfel , eine Art frühzeitiger Äpfel, welche schon um Johannstag reif werden (Pyrus malus pumila L .); …

Ɉudenapfel

Campe

Der Ɉudenapfel , des — es, Mz. die — äpfel , ein Name des Adamsapfels.

Ɉungferapfel

Campe

Der Ɉungferapfel , des — s, Mz. die — äpfel , eine Art schöner Äpfel die ein gelbes Fleisch haben.

Ɉungferschwefel

Campe

Der Ɉungferschwefel , des — s , d. Mz . w. d. Ez. wenn von mehrern Arten die Rede ist, Schwefel, welchen man schon gediegen findet; zum Unte…

Kartoffel

RDWB1

Kartoffel f картошка, картофель офиц. мн.ч. der Fall wird wie eine heiße ~ angefasst - к этому происшествию походят с большой осторожностью;…

Kochlöffel

RDWB1

Kochlöffel m j-n mit dem Kochlöffel erziehen idiom. - держать кого-л. в ежовых руковицах идиом. ; воспитывать кого-л. в строгости

Löffel

RDWB1

Löffel m den ~ abgeben idiom. , salopp - откинуть копыта идиом. , прост. , отдать концы идиом. , прост. , сыграть в ящик идиом. , прост. , з…

Ableitungen von fel (8 von 8)

Befel

BWB

Befel Band 1, Spalte 1,887f.

befelen

FWB

1. ›etw. kraft seiner Machtvollkommenheit gebieten, als absolute Orientierung setzen (von Gott gesagt)‹.; 2. ›jm., dem gegenüber man dazu be…

empfelung

FWB

1. s. empfelen 1.; 2. s. empfelen 4.; 3. s. empfelen 5.

¹en(t)fēlen

MNWB

1 en(t)fēlen , stv. , anbefehlen, anempfehlen .

erfel

DWB

erfel , m. cyprinus orfus: unter solche dornkarpfen sollen auch die gezählet werden, so von den Teutschen erflen genennet werden. Forer 165 …

fele

AWB

fele Gl 2,28,59 Anm. 16 s. feili.

urfel

DWB

urfel , m. , urfer, urvar, nurfel, turfel Staub-Tobler 1, 444 , hammel: der grosze, fette urfel werde gemetzget Gotthelf (1855) 8, 319 . zu …

zerfel

DWB

zerfel , m. , wortwechsel, streit: ob ain maister mit dem andern ain zerffel oder irrung hett ... der selb zerffel und irrung oder handel ( …