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Feimen

ahd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
16 in 14 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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30
Verweise raus
32

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Feimen

Bd. 6, Sp. 384
Feimen (Diemen, Mieten, Tristen), regelmäßig ausgesetzte Haufen von Stroh, Heu, Getreide, Wurzeln und Knollen etc., die bei der Ernte gleich auf dem Felde zur Ersparung von Arbeit in der Absicht, sie zur Zeit größerer Ruhe abzufahren, oder, und dann auch in der Nähe des Gehöfts in besondern Feimenhöfen, zum Zweck längerer Aufbewahrung errichtet werden. Die Dampfdreschmaschinen haben viel dazu beigetragen, die F., die in England und in den Niederlanden schon lange im Gebrauch sind, auch bei uns einzubürgern; man drischt gleich auf dem Feld aus und setzt das Stroh von Hand aus oder mit Elevatoren (Tristensetzer, Stacker) in F. Diese werden entweder unmittelbar auf dem Boden (Fig. 1) oder auf eisernen und hölzernen Gestellen, letztere mit Steinsockeln (Fig. 2 u. 3), errichtet und, spitz zulaufend oder nach der Spitze zu sich erweiternd, mit und ohne Dach aufgebaut. Die holländischen Heufeimen werden zwischen aufrecht stehenden Pfählen mit auf- und abschiebbarem Dach aufgeschichtet (Fig. 4). Getreide u. Futter wird meistens auf Unterlagen von Stroh oder auf Feimenstühlen aufgebaut u. oben mit Stroh bedeckt, auch hier und da nach der Wetterseite noch besonders verwahrt. In England hat man meist eiserne Feimengerüste (Fig. 5), die zur Abhaltung von Mäusen auf gußeiserne glockenförmige Untersätze gelegt werden. Lagert man die Vorräte auf der Erde, so umzieht man das Ganze mit einem tiefen Graben mit steilen Wänden u. bringt in demselben Löcher oder Töpfe zum Fangen der Mäuse an. Vgl. Schubert, Diemenschuppen und Feldscheunen (Leipz. 1900).
1564 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    feimensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    feimen sw. v. , mhd. veimen, nhd. ( älter ) feimen; ae. fǽman. — Graff III, 519 f. faiMti: part. prs. Gl 1,142,25 ( Pa )…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Feimen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Feimen , das Zeitwort, S. Adelung Fäumen und Adelung Fehmen .

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Feimen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Feimen , Schober, Tristen, Mieten , sind große Haufen zunächst von Heu, Getreide und Stroh, aber auch von Wurzel- u. Kno…

  4. modern
    Dialekt
    feimenschw.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    feimen schw. : 1. 'den Schaum von Flüssigkeiten abnehmen', fääme (fEmə) [ RO-W'grehw ]. Zs. abfeimen 1. — 2. 'prügeln', …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit feimen

6 Bildungen · 3 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von feimen 2 Komponenten

fei+men

feimen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

feimen‑ als Erstglied (3 von 3)

feimenberg

DWB

feimen·berg

feimenberg , m. acervus manipulorum: dann führen sie sie ( die garben ) mit fudern in die scheunen und tragen haufenweis beieinander (machen…

feimen als Zweitglied (2 von 2)

abfeimen

DWB

abfeimen , despumare, abschäumen, abklären: lasz es sieden, faim sauber ab, lasz kalt werden. Seuter rosarznei, Augsb. 1599 . s. 420; dasz m…

ūzfeimen

KöblerAhd

ūzfeimen , sw. V. (1a) nhd. „ausfeimen“, schäumen, Schaum hervorbringen ne. foam (V.) ÜG.: lat. spumas agere Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lüt. la…

Ableitungen von feimen (1 von 1)