Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
faseln
faseln , in drei bedeutungen, 1 1) subolescere, parere, wurzeln, gedeihen, fruchten: die thiere faseln, pariunt, incrementa capiunt; das körnlein faselt und wurzelt unter sich. Otho 289 ; unrecht gut faselt nicht, kompt an dritten erben nicht. Luthers tischr. 143 b ; wo weib und man einander anstehen und treulich zuosamen setzen ists unmüglich, das sie not leiden und nit etwas überkomen, wie arm sie zuosamen komen. dargegen faslet auch grosz guot nit, sonder zerschleift wie schnee under den henden, wann sie uneinig eins da, das ander dort hinaus wil und zuo har leben. Frank sprichw. 1, 15 b ; …