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Fadem

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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8 in 8 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Fadem

Bd. 2, Sp. 231
Fadem Rhfrk fārəm [NWOttw -āz-, in der Mitte -ār-], Pl. -ē-; WMosfrk von Saarbg an -d-, –ăd-, –ō(ă)-, Pl. -Ed-, –ē(ă)- [Sg. Trier-Heidenbg -ǫd-; Ruwertal, Saarbg, Merz in geschloss. Geb. -d-, –-, -:-; Zell -r-; Merz-Saarhölzb -ęd-]; OMosfrk -ā:d-; Siegld fārm, Pl. -ī-; Altk farəm; Rip -ad-, Pl. -ę- u. fadəmə [Aden-Liers, MülhRh hier u. da Sg. -ęd-, Pl. -mə]; Monsch, Aach, Eup, n. Jül-Linnich, NBergh, Grevbr, Düss, Kref-Ürding vā:m, Pl. -E:-, –E·ə.-, -ē·ə.- u. vā:mə bis n. einschl. Geld-Niederd Herongen Wankum Harzbeck, Kemp-Schmalbr Broich SHubert Orbr Hüls, Mörs-Niep Vluyn Neuk; n. davon u. n. Ruhr faəm, Pl. -ę-; NBerg -ad-, doch Elbf, Barm, Wermelsk -ār-; Gummb fām, Pl. -E-; Demin. fEdəmχə (-ē-, –ēr-, –E:d-, –ę-), SNfrk vę·m.kə [Klevld bevorzugt drt] m.: 1. wie nhd.; lenge (leinen), wölle, bauwolle, sigge (seiden) F.; Reih-, Röllches-, Schwiərnsf. Rip, Allg.; Fosch-, Gor-, Nähtsf. Mosfrk; dohmer es en F. Garn en de Nol! Rip, Allg.; e raue F. dicker, grober F. Bitb; sonst e decke (grove) F.; verresde (verreister) F. verstellter F. Aach; der Bindfaden heisst Kord, Fissel (s. d. W.). RA.: Wie der Flass (Flachs), su der F. Köln. Et wed kei Fämke su fin gespunnen, et kümmp al an et Lich der Sunnen MülhRuhr. — F. im Gewebe; met den Färem te donn han in der Textilbranche tätig sein Elbf; heə werkt a jen Fäəm; Fäəm mache auf den Feinspinnmaschinen zerrissene F. wieder anknüpfen Aach; op der F. säume, ganz grad, jeə Fäəmchen erop of eraf Aach. RA.: Et ös kene ganze F. an em seine Kleider sind zerrissen Rip. Ech han kene drüge F. (k. F. dr.) mih om (am) Lif bin durchnässt Rip, Allg.; he ös bes op de letzte F. nass Sieg-Ägid. E hat kei gude F. an em geloss Schlechtes ihm nachgesagt Mosfrk, Rip. Sich en de F. leə sich fügen, ins Zeug legen []Saarbr, Ottw. Der hat de F. verlor Hunsr, Allg. Schwätz doch dem F. no! sprich hochdeutsch Bitb-Fliessem. — Beim Stricken, F. fasse, ufleə Hunsr; en F. falle losse; beim Nähen, de F. endohn Zwirn einfädeln; en F. en der Nol (Nadel) han Rip, Allg.; auch übertr. bereit sein Barm. RA.: We genne vergese (vergeblichen) Steck wellt dohn, de mott ene Knopp en der F. maken Kref-Osterath. Ful Dearnes, lang Fäm MülhRuhr; ene lange F., en ful Niəhsche (Näherin) MGladb, Allg., — e faule Schneider Trier-Mehring, — e faul Mädchen Wittl, Birkf; ne lange F. git en ful Noht Dür-Gürzenich. — Rätsel. Et os net migelich, en al Frau probert et doch? sie versucht, den Zwirnfaden in die Spitze, statt ins Öhr zu tun Koch; et es net gescheht, on et geschüch och net, en al Frau probiert et douch? Aach-Eschw. Ech soət ens op e Stöckske, do kik ech dur e Löckske, on ech deit (dachte) en minge Senn, hätt ech de lange mar dren MGladb. Et wor enmol en stohle Perdje, dat hatt en lang Stetje (Sterzchen), je härder dat dat P. liep, je kotter (kürzer) wodde dat St. Nähnadel mit F. Meiderich; et stöhle Perdche on e linge (leinen) Sterzche, wie fernter (ferner) dat dat P. löf, wie kürter wird dat St. Sieg. — F. als Bindmittel; dat hängt an em (sije) F. wie nhd. Aach, Allg.; enen ant Fämken häbbe zum Besten haben Kemp; Bohnen uf en F. ziehen Hunsr, Allg. — Verschiedenes. RA.: Do biss ken Mus en F. van af das ist unabänderlich Rip, Allg. Et es en Lof wie en siə (seidener) F. besonders gutes Wetter Kref (Weberspr.). Va F. kalle (spreəke) frisch von der Leber sprechen Aach, Jül, Erk, Geilk, Heinsb. Et geht (rümt) va F. macht Fortschritte, geht gut voran Aach-Merkst. — Genge F. rein nichts; do ös g. F. va wohr; ech en han g. F. Zit miəh; dem trau ich noch g. F. Aach, Eup, Bergh, MGladb. — Der goldene F., im Fastnachtsld. Streiss-che steht om Sterchen, lichte meinem Herchen, gelle F. om et Haus, get de Fosichteier eraus, oder mer schecken eich de Wolf an't Haus! Wittl, Bitb. — Der F. in der Volksmedizin, s. bei Warzel. — 2. übertr. a. en lange F. langes, schmales Feld MGladb-Hockst. — b. F., am Messer, bei ungeschicktem Schleifen an der Schärfe sich bildend Allg. — c. Seitenfaser der grünen Bohne Allg. (neben besondern Ausdrücken, wie Pirem, Schlinkse, Fese, Fesel, Rang). — d. Faser des Holzes; et Holz het kenen F. es ist spröde; Holz gint de F. schneiden Widerholz mit gedrehten Fasern WEif. — e. der F. der Spinne; de Spönn schete Fäm, da göft et got Weər MGladb-Rheind, Allg. — f. fadenartiges Gebilde in der Milch Allg. — g. herabtriefender Nasenschleim Merz-Saarhölzb. RA.: Enen un [] de F. hollen strafend zurechtweisen. — h. spansche Fädem Laub udgl., das sich dem an die Kleider setzt, der unter den Sträuchern lagert Elbf. — i. Längenmass, entsprechend der Spannweite der Arme, etwa 1,80—1,88 m, in der Spr. der Rheinschiff. — k. der singt der och en F. zesamme ein Zeug May-Ochtendung. — Abl.: dat Gefädems.
4762 Zeichen · 160 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    fadem

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    fadem , m. filum, ahd. fadam, fadum, mhd. vadem, nd. nnl. vaðem, vaam, vaem, alts. fathmôs brachia bina, ags. fäþm, fäðm…

  2. modern
    Dialekt
    Fadem

    Schweizerisches Idiotikon · +6 Parallelbelege

    Fadem Band 1, Spalte 672 Fadem 1,672

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fadem

87 Bildungen · 41 Erstglied · 46 Zweitglied · 0 Ableitungen

fadem‑ als Erstglied (30 von 41)

fademlos

SHW

fadem-los Band 2, Spalte 321-322

Fademnudel

SHW

Fadem-nudel Band 2, Spalte 321-322

Fadembeutel

RhWB

fadem·beutel

Fadem-beutel vE:mbyəl Eup m.: verächtl. Weberlehrling, Junge oder Mädchen, in der mechanischen Spinnerei anlernend.

Fademblätter

RhWBN

fadem·blaetter

Fadem-blätter Saarbr-Neudrf Pl.: Breitwegerich (wegen der zwirnähnl. Sehnen der Blattstengel).

Fādembrüᵉke

WWB

Fādem-brüᵉke m. Fāmbruch „Fadenbruch“ (Ravensbg SCHONL 149).

fademchen

DWB

fadem·chen

fademchen , n. was fädenchen, fädchen, wetterauisch färremchen.

fademdick

RhWB

fadem·dick

fadem-dick fōădəms-  Bitb-Rittersd Adj.: von der Dicke eines Fadens.

Fādemdikkede

WWB

Fādem-dikkede f. Anzahl der Fäden auf einem best. Gewebeabschnitt (WMWB).

fādemduᵉne

WWB

fadem·duene

fādem-duᵉne Adj. fest, stramm wie ein Faden idW.: De is nich fahmdonne der hält einer Belastung nicht stand ( Kr. Halle Hal Hö).

fademecht

DWB

fadem·echt

fademecht , wie fadechtig, fadig, fädig, faserig: birkenholz sehr fademecht und aderig ist. a. weish. lustg. 451; fädemichte blumen. Lohenst…

fademen

DWB

fade·men

fademen , fädemen , wetterauisch färreme, nnl. vademen, oft auch fadmen, fädmen = fädeln. mhd. vedemen ( wb. 3, 201 a ). 1 1) einfädmen ( sp…

Fademführer

RhWBN

fadem·fuehrer

Fadem-führer Kref m.: in der Handweberei die Vorrichtung an der Windemaschine, welche die Laufösen hin u. her bewegt.

Fademgeknuddel

RhWB

Fadem-geknuddel -rəm- Simm-Castellaun n.: verwirrter Garnknäuel.

fademgerade

PfWB

fadem·gerade

fadem-gerade Adj. : 1. 'schnurgerade'. 's reißt foremgrad 'dem Gewebefaden entlang' [ KU-Schmittw/O ]. — 2. übertr. 'genau, pedantisch', far…

Fademgetühns

RhWB

Fadem-getühns -rəmjəd:nts Mettm-Velbert n.: dass.

Fademine

Meyers

fade·mine

Fademine , Ort im Distrikt Sanures der ägypt. Provinz (Mudirieh) Fayûm, an einer Hügelwand über dem Kanal Bahr el Tahuna inmitten üppiger Ve…

Fademjunge

RhWB

fadem·junge

Fadem-junge vā:mjo·ŋ. Aach ; vE:mjǫŋ Eup m.: Weberlehrling in der Spinnerei.

Fademkraut

RhWBN

fadem·kraut

Fadem-kraut n.: 1. Dill, Anethum graveolens Saarbr-Göttelborn . — 2. –blätter (s. o.) Saarbr-Stdt .

Fādemkrǖtse

WWB

Fādem-krǖtse n. Fāmkruis (durch Spannen der Webekette am „Pflockscherrahmen“ entstehendes) Fadenkreuz (Ravensbg SCHONL 112).

fādemlike

WWB

fadem·like

fādem-like Adj. fāmluike schnurgerade, gerade wie ein Faden (Ravensbg SCHONL 206).

fadem als Zweitglied (30 von 46)

Bendfādem

WWB

bend·fadem

Bend-fādem. Bent- Bindfaden (Frgb.) ( Kr. Höxter Höx Kr. Höxter@Münsterbrock Mb Kr. Höxter@Merlsheim Mh , Kr. Warburg Wbg Kr. Warburg@Lütgen…

Bīfādem

WWB

Bī-fādem m. [Ravensbg Lippe] 1. Büifahmt zusätzlicher, etwas dünnerer Faden zur Verstärkung von Strumpfhacken und -spitzen ( Kr. Detmold Det…

Bindefādem

WWB

binde·fadem

Binde-fādem Bindfaden (Frbg.) (verbr.); vgl. auch Karte I 9. Et reägent Bindfiämme es regnet sehr heftig ( Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Erg…

Bō²nenfādem

WWB

bonen·fadem

Bō²nen-fādem ⟨ meist › bō²nen- ‹, › bō²n- ‹ ( Kr. Beckum Bek Kr. Beckum@Liesborn Lb , Kr. Paderborn Pad Kr. Paderborn@Stukenbrok St ); „ -fa…

Flasfādem

WWB

flas·fadem

Flas-fādem m. Flasfahm Mark des Flachsstengels ( Kr. Paderborn Pad Hl).

Geduldsfadem

RhWB

geduld·s·fadem

Gedulds-fadem m.: nach dem Nhd. De G. es mer geresse Rip, Allg., — ausgang (verress) Rhfrk.

Hangfadem

RhWB

hang·fadem

Hang-fadem -fā:m Aach m.: Garnschusshalter in der Tuchfabrikation.

Inslagfādem

WWB

In-slag-fādem m. Einschlag-, Schussfaden ( Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Sw).

Kiᵉtefādem

WWB

Kiᵉte-fādem m. [verstr.] Kettfaden, Längsfaden.

Kobbenfādem

WWB

kobbe·n·fadem

Kobben-fādem m. Spinnfaden ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

Kummerfādem

WWB

kummer·fadem

Kummer-fādem m. IdW.: Den Kummerfam wuiter spinnen wieder an die Arbeit gehen ( Kr. Halle Hal Bh).

Leit(e)fadem

RhWB

leite·fadem

Leit(e)-fadem lāt- Kobl-SSebastian m.: die zwei vom Nachen ausgehenden Seile, die zum Fischnetze führen.

Misfādem

WWB

mis·fadem

Mis-fādem m. Fehlfaden, schlechte, knotige Stelle im Leinen (Ravensbg WWB-Source:264:SchonL SchonL ).

Nähtsfadem

PfWB

naht·s·fadem

Nähts-fadem m. : 1. 'Zwirnsfaden', Nähtsfadem, -farem, -farrem, -fade,-fare, -fale, s. PfWB Fadem , K. 119 [verbr., auch Auslandspfälzer]; v…

Näiefādem

WWB

Näie-fādem m. [ Kr. Steinfurt Stf Tek] Nähfaden, .

Ōrdfādem

WWB

ord·fadem

Ōrd-fādem m. einer der ersten drei Fäden des Einschlags am Leinenstück (Ravensbg WWB-Source:264:SchonL SchonL ).

Pakkesfādem

WWB

Pakkes-fādem m. [Münsterl Kr. Halle Hal Kr. Wiedenbrück Wie HPaderb SWestf] Bindfaden. ⟨ Pak(ke)s - u. Pak - ⟩

Pikfādem

WWB

pik·fadem

Pik-fādem m. [verstr.] Pechdraht, -faden. ⟨ - k-f . u. - ke-f . ⟩

Reihfadem

PfWB

reih·fadem

Reih-fadem m. : ' Heftgarn ', Reihfadem, -farem u. a., s. PfWB Fadem [KU-Kaulb, mancherorts, Lambert Penns 123]. Volksgl.: Wann noch Roihfed…