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Ebers

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Ebers

Bd. 5, Sp. 341
Ebers, 1) Emil, Maler, geb. 14. Dez. 1807 in Breslau, gest. 1884 in Beuthen a. O., kam 1831 nach Düsseldorf, wurde Schüler der Akademie und schloß sich besonders an H. Ritter und R. Jordan an, 1844 kehrte er nach Schlesien zurück und lebte eine Zeitlang in Breslau, bis er der Kunst entsagte und sich nach Beuthen zurückzog. Früher malte er hauptsächlich Szenen aus dem Treiben der Schleichhändler, Räuber und Soldaten, später behandelte er das Matrosen- und Lotsenleben, dem er den Stoff zu seinen besten Bildern entnahm. Ein Bild: die Schleichhändler (1830), befindet sich in der Berliner Nationalgalerie, die Meuterei auf einer Brigg (1847) im schlesischen Museum zu Breslau. 2) Georg Moritz, namhafter Ägyptolog und Romanschriftsteller, geb. 1. März 1837 in Berlin, gest. 7. Aug. 1898 in Tutzing am Starnberger See, studierte in Göttingen 1856 die Rechte, später in Berlin unter Anleitung von Brugsch, Lepsius und Böckh ägyptische Altertumskunde und habilitierte sich für diese 1865 in Jena. Von hier aus unternahm er eine über ein Jahr dauernde Reise nach Ägypten und Nubien (1869–70) und folgte bei seiner Rückreise einem Ruf nach Leipzig. Auf einer zweiten Reise nach Ägypten (1872) erwarb er den jetzt auf der Universitätsbibliothek zu Leipzig befindlichen sogen. Papyrus Ebers (vgl. »Papyrus Ebers, das hermetische Buch über die Arzneimittel der alten Ägypter, herausgegeben von G. E., mit hieroglyphisch-lateinischem Glossar von L. Stern«, Leipz. 1875; deutsch von Joachim, Berl. 1890; »Papyrus Ebers. Die Maße und das Kapitel über die Augenkrankheiten«, das. 1889, 2 Bde.). Durch ein langwieriges körperliches Leiden wurde E. 1889 zur Aufgabe seines Lehrberufs gezwungen und lebte seitdem teils in München, teils in Tutzing. Als Romanschriftsteller begründete E. seinen Ruf durch den historischen, mit gelehrten Anmerkungen versehenen Roman »Eine ägyptische Königstochter« (Stuttg. 1864, 13. Aufl. 1889), eine anziehende Darstellung des ägyptischen Volkslebens zur Zeit des persischen Eroberungskriegs (ins Holländische, Englische und in viele andre Sprachen übertragen). Weiterhin veröffentlichte E. die vielgelesenen und ebenfalls in viele Sprachen übersetzten, im alten Ägypten spielenden Romane: »Uarda« (Stuttg. 1877, 3 Bde.), »Homo sum« (1878), »Die Schwestern« (1879), »Der Kaiser« (1880, 2 Bde.), »Serapis« (1885, 2 Bde.), »Die Nilbraut« (1886, 3 Bde.), »Josua« (1889), »Per aspera« (1892), »Kleopatra« (1894), »Arachne« (1897), und die in Versen geschriebene Erzählung »Elisen« (1888), sämtlich in Stuttgart erschienen. Ein andrer Teil seiner Romane: »Die Frau Bürgemeisterin« (Stuttg. 1881), »Ein Wort« (das. 1882), »Die Gred« (das. 1889, 2 Bde.), »Im Schmiedefeuer« (1894), »Im blauen Hecht« (1895), »Barbara Blomberg« (1896), spielt im 16. Jahrh., teils in den Niederlanden, teils in Süddeutschland, während uns das Idyll »Eine Frage« (Stuttg. 1881) in das griechische Altertum versetzt. Rein wissenschaftlich sind seine »Disquisitiones de dynastia vicesima sexta regum aegyptiorum« (Berl. 1865) und »Ägypten und die Bücher Mosis« (Leipz. 1868), »Sinnbildliches. Die koptische Kunst« (das. 1892), »Antike Porträts. Die hellenistischen Bildnisse aus dem Fajjûm untersucht und gewürdigt« (das. 1893) sowie eine Anzahl kleinerer Abhandlungen; populär und gelehrt zugleich seine Schrift »Durch Gosen zum Sinai; aus dem Wanderbuch und der Bibliothek« (das. 1872, 2. Aufl. 1881). Außerdem schrieb er noch: »Drei Märchen« (Stuttg. 1891), »Richard Lepsius, ein Lebensbild« (Leipz. 1885), »Die Geschichte meines Lebens. Vom Kind bis zum Manne« (Stuttg. 1893) und das beschreibende Prachtwerk »Ägypten in Wort und Bild« (2. Aufl., das. 1880, 2 Bde.), dessen textlichen Teil er als »Cicerone durch das alte und neue Ägypten« (das. 1886, 2 Bde.) besonders veröffentlichte; mit H. Guthe gab er heraus: »Palästina in Bild u. Wort« (das. 1886–87, 2 Bde.). Nach seinem Tod erschienen: »Das Wanderbuch. Dramatische Erzählung aus dem Nachlaß und gesammelte kleine Schriften« (2. Aufl., Stuttg. 1899), und »Ägyptische Studien und Verwandtes« (das. 1900). Seine »Gesammelten Werke« umfassen 32 Bände (Stuttg. 1893–97). Vgl. Gosche, G. E., der Forscher und Dichter (2. Aufl., Leipz. 1887).
4201 Zeichen · 91 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ebers

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    ebers = evers, ever, aver, aber, dagegen.

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ebers

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ebers , 1) Emil , Maler, geb. 14. Dez. 1807 in Breslau, gest. 1884 in Beuthen a. O., kam 1831 nach Düsseldorf, wurde Sch…

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ebers‑ als Erstglied (25 von 25)

Ebersberg

SHW

Ebers-berg Band 2, Spalte 3-4

Ebersheim

SHW

Ebers-heim Band 2, Spalte 3-4

Ebersbach

Herder

ebers·bach

Ebersbach , Name von mehr als ein Dutzend Dörfern; E., sächs., bei Bautzen, mit 7000 E., bedeutender Weberei.

Ebersberg

Herder

ebers·berg

Ebersberg , oberbayer. Marktflecken, mit 1100 E., Getreide- u. Hopfenbau; Wallfahrt. — E., Ebelsberg, österr. Marktflecken, 1 1 / 2 St. von …

ebersborste

DWB2

ebers·borste

eberborste , ebersborste f. : ⟨u1270⟩ Albrecht v. Scharfenberg Titurel 3150,1 DTM.

eberschaum

DWB

eber·schaum

eberschaum , m. spuma, coitus apri: zeit des eberschaums. lasset die moren nicht eh ramlen, sie seien dan ein jar, der eber aber drei oder v…

eberschwein

DWB

eber·schwein

eberschwein , n. aper, schweineber. Diefenb. 39 c . 613 c : er sei küener dann das eberschwein. fastn. sp. 447, 19 ; die vechten als die ebe…

Ebersdorf

Herder

ebers·dorf

Ebersdorf , fürstl. reuß. Herrschaft jüngerer Linie im Voigtlande, Marktflecken, 1500 E., vor 1848 die Residenz der Fürsten von Reuß-Lobenst…

Ebersdorfer

GWB

Ebersdorfer ‘E. Gesangbuch’: pietist Gesangbuch aus Ebersdorf (Thür) 1) B(DjG 3 1,246,5) Langer 8.9.[68] B(DjG 3 1,263,23) Langer 17.1.69 22…

Ebersheim

Meyers

ebers·heim

Ebersheim , Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Schlettstadt, an der Eisenbahn Straßburg-Basel, mit kath. Kirche, treibt Woll- und Ba…

eberspec

KöblerMhd

eber·spec

eberspec , st. M. nhd. Eberspeck Q.: ReinFu (Ende 13. Jh.) E.: s. eber (2), spec W.: nhd. DW- L.: MWB (eberspec), MHDBDB (eberspeck)

eberspieß

DWB2

eber·spiess

eberspieß m. saufeder: 10.jh. ahd. gl. 2,726,63 S./S. 1493 Petrus de Crescentiis, jagdb. 149 L. ⟨1510/30⟩ Grunau preuss. chr. 2,432 P.

eberspiezelīn

KöblerMhd

eber·spiezelīn

eberspiezelīn , st. N. nhd. »Eberspießlein«, Spieß zum Töten von Wildschweinen, Saufeder Q.: Virg (2. Hälfte 13. Jh.) E.: s. eberspiez W.: n…

Eberstadt

Meyers

eber·stadt

Eberstadt , Dorf in der hess. Provinz Starkenburg, Kreis Darmstadt, an der Modau, Knotenpunkt an der preußisch-hessischen Staatsbahnlinie Fr…

Eberstein

Herder

ebers·tein

Eberstein , Alt-Eberstein, Burgruine, 1 St. nordöstl. von Baden-Baden (s. d. A.) entfernt, auf einem Felsenkegel des Gebirgszuges zwischen d…

Ebersteinburg

Meyers

eberstein·burg

Ebersteinburg , Dorf im had. Kreis und Amt Baden, 426 m ü. M., mit kath. Kirche und Sandsteinbrüchen, treibt Holzschnitzerei und hat (1900) …

Eberswalde

Meyers

ebers·walde

Eberswalde (bis 1876 Neustadt-C .), Stadt und Badeort im preuß. Regbez. Potsdam, Kreis Oberbarnim, am Finowkanal, Knotenpunkt der Staatsbahn…

ëberswîn

Lexer

eber·swin

ëber-swîn stn. BMZ s. v. a. ëber Nib. Neidh. Troj. Msf. s. 308. Geo. 429. j.Tit. 3318. Loh. 5557. Bit. 12139. Da. 412. Kolm. 127,4. Germ. 12…

eberswīn

KöblerMhd

eber·swīn

eberswīn , st. N. nhd. „Eberschwein“, Eber, männliches Wildschwein, Keiler ÜG.: lat. aper Gl Hw.: vgl. mnl. everswijn, mnd. ēverswīn Q.: Eni…