Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
dremel stM.
2 ‘Türriegel, Sperrbalken’
3 ‘Knüppel, Hebel’
4 unklar
1 ‘Balken’ (s.a. drâm ): swer kosteclîche ein schœne hûs mit holze rehte entworfen hât: / diu siule grôz, die wende starc, ûf tremel wol gedillet stât WernhSpr 7,2; lât erz belîben âne dach, / die tremel, siule und ouch die starken wende, / daz wurde ein niht ebd. 7,8; dô viengens aber an, / ir bette gegen gotte hân / umb einen küng. ein tremel grôz / Jupiter in den wîg er schôz: / der sölt ir aller künig wesen Boner 25,17 2 ‘Türriegel, Sperrbalken’ pessulum: dremel SummHeinr 2:409,253; repagulum obiecto qua ostium clauditur: dremel ebd. 2:443,121 3 ‘Knüppel, Hebel’ die chleinen stoche si ouz nement, / unz si an den grozzen choment. / [...], / wellent si des beginnen, / daz si in uz der erde bringen. / daz schulen si tuon mit ringen, / die dremele drin stozzen VRechte 135; wa nu dremell stangen spies / laitern hacken here / wellen wir disen fies [Kerl] / er gemut vns nymermer Neidhc 107:8,9 4 unklar: [was sie ihm zum Lohn gaben] , / des danht er [das Jesuskind] in so schone, / sich negent uf die schemele. / des [l. des si ] under wilunt tremele [Stückchen, Reste? vgl. Anm.z.St.] / gabent im sunderlich, / die wan so tugentrich SHort 2219
MWB 1 1365,16; Bearbeiter: Schnell