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dīken

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
7 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
1
Verweise raus
2

Eintrag · Westfälisches Wb.

dīken V.

Bd. 2, Sp. 117
dīken V. [verbr.] 1. einen Damm errichten, Wasser stauen, (Bäche) einteichen; Wiesen bewässern [Kr. LippstadtLst KSauerl Wal]. — 2. Flachs in den Teich legen, um die Stengel mürbe zu machen [Münsterl nördl. OWestf nördl. SWestf]. — Gedieckten Flaß brüchiger Flachs (Kr. AhausAhs Wl). — Vk.: Fest geschichtete Flachsbündel wurden in die → Dīke-kūle gelegt. Damit sie unter Wasser blieben, wurden Wagenbretter darüber gelegt und diese mit Steinen beschwert. Bei warmen Wetter fing der Flachs nach etwa vier Wochen an zu stinken, bei kühlem Wetter erst später (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). Zweck des Dīken war das Hervorrufen der Gärung: Dadurch wurden die Rinde und die weichen Bastteile zerstört, und die Flachsfasern ließen sich nun leicht abziehen (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@RüntheRü). — 3. Brauch am 1. Mai: Früher warfen die Burschen die Mägde in den Teich, um „den Winterstaub abzuspülen“ (Kr. BeckumBek Vh).
839 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    diken

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +4 Parallelbelege

    diken, sw. v. büssen, wieder gut machen.

  2. modern
    Dialekt
    diken

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    diken Tuche beim Walken in den Teich legen: 'unde leten de laken dar dykken' (Wi 1492) Nd. Jb. 46, 8 a ; 45, 50 b ; Zs. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit diken

30 Bildungen · 1 Erstglied · 28 Zweitglied · 1 Ableitungen

diken‑ als Erstglied (1 von 1)

Dikendaken

MeckWB

diken·daken

Dikendaken Name im Eirätsel: Dor kemen de Herren von Dikendaken, näml. die Hände Ro Klock .

diken als Zweitglied (28 von 28)

afdîken

MNWB

afdîken , swv. , 1. abdämmen, durch einen Deich abschließen. 2. einen Deich durch Vorbedeichung ablösen; die Pflicht am alten Deich durch Vo…

indîken

MNWB

indi·ken

indîken (-dycken , -dieken , -dicken) , swv. , mit Deich umgeben, eindeichen dat ingedîkede lant.

krūtbeddiken

KöblerMnd

krūtbeddiken , N. Vw.: s. krūtbeddeken

megdiken

KöblerMnd

megdiken , N. Vw.: s. mēgedeken

megediken

KöblerMnd

megediken , N. Vw.: s. mēgedeken

nâdîken

MNWB

nad·iken

nâdîken versäumte Arbeit am Deichbau nachholen. —

ȫverdîken

MNWB

oever·diken

ȫverdîken , ōver- (aver-) , swv. : c. A. r. (Land, ein Gewässer) mit einem Deich umschließen, eindeichen , nê(i)n ûser man schal de Alstere …

prēdiken

MNWB

pre·diken

prēdiken , prēdeken , prēdigen , prēdegen , preddiken , preddeken , *° preddigen (J. Brandis 28), ° preddegen (Ub. Halberst. 2, 191), prêken…

prîncipâlbeddiken

MNWB

° prîncipâlbeddiken , n. : (von der Krippe Jesu:) erstes Bettchen, dit êrste p. dîns hêren (Veghe ? Lect. 16).

prēdiken

KöblerMnd

prēdiken , V. Vw.: s. prēdigen* (1) L.: MndHwb 2, 1666 (prēdiken)

strôbeddiken

MNWB

strôbeddiken , n. , Strohlager (des Kindes Jesu in der Krippe) (Veghe ? Lect. 460).

strōbeddiken

KöblerMnd

strōbeddiken , N. Vw.: s. strōbeddeken*

swērdiken

MNWB

swerd·iken

° swērdiken , n. : Inneres des Federkiels, „ Peddik in der vedderen alse men nomet dat swerdiken Hilus ... uel Hilum” (Voc. Strals. ed. Damm…

swērdiken

KöblerMnd

swēr·diken

swērdiken , N. nhd. Inneres eines Federkiels E.: s. swert? L.: MndHwb 3, 683 (swērdiken) Son.: örtlich beschränkt

¹tôdîken

MNWB

tod·iken

1 tôdîken , swv. : 1. (einen Teich, ein stehendes Gewässer) zuschütten, „ dat me to dem ersten male scal todyken dat hol twischen dem Kattes…

ümmedîken

MNWB

uemme·diken

ümmedîken , um- , swv. : 1. mit einem Deich umgeben, eindeichen, „ Na den Lenten erhoff sick, wo vorhen, ein harder Stridt, efft man den Weh…

¹updîken

MNWB

1 updîken , swv. : 1. (einen Deich) aufwerfen, „ Ifft dar eyn inwonner ... zyne dyck nychten dyckte thor swaren lave unde neme synen naber z…

vlasdîken

MNWB

vlas·diken

° vlasdîken , swv. , Flachs zum Rösten in den Teich legen (vgl. 1 dîken ) .

vordîken

MNWB

vord·iken

vordîken , swv. , 1. eindeichen, zudeichen, abdämmen; bildl. umfassen, erfassen. 2. (Geld) für Deichbau ausgeben, verbrauchen.

vründiken

MNWB

°vründiken freundlich sein, freundlich tun (SL).

vründiken

KöblerMnd

vründiken , sw. V. nhd. freundlich sein (V.), freundlich tun, sich freundlich gebärden E.: s. vrüntlīk (1)? L.: MndHwb 1, 1016 (vründiken), …

Ableitungen von diken (1 von 1)

bedîken

MNWB

bedîken , swv. , eindeichen.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „diken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/diken/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „diken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/diken/wwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „diken". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/diken/wwb.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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