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deisen

mnd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

deisen

Bd. 1, Sp. 1311
deisen -e·i.z-, Prät. do·u.s, Part. jədo·u.zən mSieg, MülhRh, Wippf, Sol, Siegld, Waldbr, Gummb (neben -ēās-); zum Prät. eine Form -o·u.z-, Part. jədoust Sieg-Fussh Ruppichteroth, Waldbr-Geilenkhsn, Düss-Ld; -ø·y.- Sieg Ägid (neben -e·i.-) Hönschd Fussh (neben -o·u.-), Schleid-Hellenth; -ī:- Sieg-Honnef, Barm, Elbf, Mettm; -E:- Kobl-Winning, Bitb-Speicher; -ā:-, Part. gədāst Altk-Herdrf, Koch, Bernk, Wittl, Trier, Saarbg, Merz, Prüm st. (schw.): 1. ziehen, vom Zugtier Allg. Dat Dier döust en der Scher oder em Deichsel Sieg-Hönschd. — Eine Handkarre d., dies die Grundbed. rrhein. u. Schleid, Prüm.Wellste wohl d , vergetes Os! Wippf-Loope. De (Faulpelz) deist sech och kenen Spatt Gummb-Drabenderhöhe. Sech de Därm erusd. mit aller Gewalt an etwas ziehen Schleid-Hellenth. Die Dahnener, die den Stier auf die grasbewachsene Mauer am Strick um den Hals heraufzogen, munterten sich auf: Das, d., Vordermann d.! De Stier leckt eweil nom Gras Prüm.Hätt ech wat Deises irgendein Zugtier MülhRh-Bensbg. — Enem döuse einem zu Diensten stehen Schleid-Hellenth. Sich dasen α. sich strecken beim Gähnen Koch-Leienkaul. — β. sich eilen Prüm. — 2. -ā:- etwas d., schwere Lasten tragen Merz, Trier-Clüsserath. Dat Mensch dast awer Hotte voll Holz erbei; den dast sich kapot (dut); er kennt gedast unter einer schweren Last; bes. auch vom Besorgen der kleinen Kinder, mit dem Nebenbegriff des Unsanften. — 3. intrans. a. eilen, hasten, rasen Prüm, Bitb, Wittl, Merz, NBerg; mit Lärm u. Geschrei umherlaufen, Lärm machen Sol. Das doch net esou ön douh der Zeit an!; e kennt erengedast; se d. as de Noarren. — Beim schnellen Tanzen, Singen. — b. -ā:- zögern, dösen, gedankenlos u. faul dahergehen Bernk, Wittl, Siegld; langsam sprechen, die Worte lang hinziehen Altk-Herdrf. — Abl.: die Deiserei, dat Gedeis (das lästige Ziehen Allg.; Gespann Sieg-Fussh), sich zerd.
1909 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    deisensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    deisen , sw. V. nhd. zurückgehen, davonlaufen, sich rückwärts trollen, zurücktrollen, heimlich weggehen, sich wegschleic…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    deisen

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    deisen deinsen , hin- und hergehen, schwankend, zurückweichen, niederd. deisen Brem. wörterb. 1, 190. deusen in Ditmarse…

  3. modern
    Dialekt
    deisen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    deise n [têisə Roppenzw. ] umherstehen. Ër deist wi e der.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit deisen

18 Bildungen · 1 Erstglied · 15 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von deisen 2 Komponenten

dei+sen

deisen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

deisen‑ als Erstglied (1 von 1)

deisen als Zweitglied (15 von 15)

bandeisen

DWB

bande·isen

bandeisen , n. vinculum ferreum, gleichviel mit eisenband: (dein weib ist) deinen henden und füszen (ein) herte panteisen. Albr. von Eybe 2 …

bindeisen

DWB

binde·isen

bindeisen , n. ein langer, runder eisenstab, womit auf der glashütte die glasringe an den flaschen gemacht werden.

grundeisen

DWB

grund·eisen

-eisen , vb. , nur unpers. es grundeiset Auerbach nach Fischer schwäb. 3, 875 ' der flusz bringt grundeis ', vgl. Staub-Tobler 1, 535 ; Mart…

H_s;rdeisen

Adelung

Das H_s;rdeisen , des -s, plur. ut nom. sing. ein ovales Eisen mit einer Handhabe, womit der Lehm zu dem Herde eines Backofens fest geschlag…

handeisen

DWB

hande·isen

handeisen , n. eiserne fessel an der hand: manica handysen, handeisen Diefenb. 346 c ; handeisen an den händen der gefangenen, manicae. Fris…

pfadeisen

DWB

pfad·eisen

pfadeisen , n. , bergmännisch die lager in den haspelstützen, in welchen sich die zapfen des rundbaumes bewegen ( vgl. pfühleisen) Hübner na…

rundeisen

DWB

runde·isen

rundeisen , n. ein vorne abgerundetes dreheisen, womit der zinngieszer die ausbauchung am boden der schüsseln und teller abdreht. Jacobsson …

Scheideisen

DRW

scheid·eisen

Scheideisen, n. im Bergbau: ein in die Erde oder in das Gestein geschlagenes Eisen als Grenzmarkierung bdv.: Pflöckeisen, Schiedeisen vgl. 2…

Schiedeisen

DRW

schied·eisen

Schiedeisen, n. im Bergbau: ein in die Erde oder das Gestein geschlagenes Eisen als Grenzmarkierung bdv.: Pflöckeisen, Scheideisen vgl. Schi…

waideisen

DWB

waid·eisen

waideisen , n. : ferrum, sive culter quo guastum abscinditur in agro, womit man den waid abstöszt. Frisch 2, 417 a ; ' ein scharfes gekrümmt…

waldeisen

DWB

walde·isen

waldeisen , n. 1 1) eiserner hammer zum stempeln der zum verkauf bestimmten baumstämme, auch waldaxt, waldhammer, forsthammer, mahlhammer, m…

windeisen

DWB

winde·isen

windeisen , n.; 1) zu wind m., dünne, quer über die fensterscheiben befestigte eisenstange, die dem fenster halt und schutz gegen den wind g…

Wundeisen

Adelung

wunde·isen

Das Wundeisen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug der Wundärzte, die Tiefe und den Umfang einer Wunde damit zu erforschen, wofür doch…

Ableitungen von deisen (2 von 2)

erdeisen

DWB

erdeisen , n. culter aratri, pflugeisen, mhd. ërdîsen ( wb. 1, 756 a ).

zerdeisen

RhWB

zer-deisen: etwas z., zerzausen; sich z., sich abmühen ebd.