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Brūk

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
7 in 5 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
16
Verweise raus
2

Eintrag · Westfälisches Wb.

Brūk m.

Bd. 1, Sp. 1300
Brūk m. ⟨›-ū-‹; (hd.) Brauch (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@WendenWn); Pl.: ›-ǖ-‹ (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr, Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl, Lip Oesterh, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef Wl), Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh Kr. Iserlohn@IserlohnIs, (WWB-Source:325:WoeNWoeN), Brǖk (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Rk)⟩ 1. Brauch, überkommene Sitte, Mode (Kr. LingenLin Kr. Lingen@ThuineTh, Kr. OsnabrückOsn Klön, Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, WoeN, KkWb), Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh Kr. Iserlohn@ElseyEl Kr. Iserlohn@IserlohnIs, (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa, Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo, (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa). „Dat was all liuter Briuk“ das war schon immer Brauch (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchhundemKh). „Et is ainmol sou Brouk“ (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). „Dät is bi uns nit Briuk“ das kennen wir hier nicht (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchhundemKh). „Dat es bi us so Brūk“ Brauch, Mode Landessitte (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). „Wüi maket dat no aulen Briuk“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PlatenauWb). „Dat ess jiejen Briuk un Herkommen“ gegen Brauch und Sitte (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PlatenauWb). Dat was fördeäm hir Brūk (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Deän olln Briuk hat man abgeschafft (Kr. SoestSos Kr. Soest@OpmündenOp). — Sagw.: „Alle ghueden bruike kuemed af, hadde de däirne saght, då hadde de pastäur ’et dansen ferbuåen“ (WWB-Source:82:FrommannFrommann III 256). — Sprichww. und Raa.: „Waor’t Bruk is, gaoht de Lö in Klumpen nao Karke“ ironisch über seltsame Manieren (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). „Wo’t Brūk is, ritt de Preister up’n Bullen na’r Kiärken“ (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@EvinghausenEv). — 2. Gebrauch, Benutzung, Verwendung (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön); Gebrauch (ohne nähere Spezifizierung) (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Rk). Syn.: → Mōde.
1194 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brukN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    bruk , N. Vw.: s. brōk (1)

  2. modern
    Dialekt
    Brukm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Bruk m. Brauch: so recht na 'n ollen Bruuk un Schnitt (von der Kleidung) Bahrdt 1, 163; dat is min Bruk so das ist meine…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bruk

46 Bildungen · 27 Erstglied · 12 Zweitglied · 7 Ableitungen

bruk‑ als Erstglied (27 von 27)

brûkaftich

MNWB

bruk·aftich

brûkaftich , brûkhaftich , adj. , b. wēsen c. G. inne haben, gebrauchen, nutznießen.

brūkbr

WWB

bruk·bar

brūkbar Adj. ⟨ ›-ū-‹ ⟩ brauchbar ( Ben Hi , Det Is = PlatenauWb, Alt Al ), benutzbar ( Det Is = PlatenauWb). Der Eimer ist nicht mehr brüukb…

brukbor

MeckWBN

bruk·bor

Wossidia brukbor brauchbar Müll. Reut. 20 a .

brukede

KöblerMnd

brukede , N. Vw.: s. brōkede

brukelgheit

KöblerMnd

brukelgheit , F. Vw.: s. brūkelīchēt

Brukels

MeckWB

bruk·els

Brukels n. Brauchbares: ick kann dor keen Brukels an finnen Sta Strel .

bruken

KöblerMnd

bru·ken

bruken , sw. V. Vw.: s. brūken

Brukenthal

Meyers

bruken·thal

Brukenthal , Samuel, Freiherr von , österreich. Staatsmann, geb. 26. Juli 1721 in Leschkirch (Siebenbürgen), gest. 9. April 1803 in Hermanns…

brûkhaftich

MNWB

brûkhaftich , brûkaftich , adj. , b. wēsen c. G. innehaben, gebrauchen, nutznießen.

brukkilī

KöblerAhd

brukkilī , st. N. (a) nhd. Bröckchen, Bröcklein, Stückchen, Teilchen, Kostprobe ne. crumb (N.), bit, taste (N.) ÜG.: lat. delibatio Gl, frag…

brukkōn

KöblerAhd

brukkōn , sw. V. (2) nhd. „brücken“, überbrücken, eine Brücke schlagen, eine Brücke bauen ne. bridge (V.) ÜG.: lat. pontem facere N Q.: N (1…

bruklich

MeckWB

bruk·lich

bruklich brüklich gebräuchlich: 'bruklyken besitten' (Ro 1366) UB. 16, 4; 'wie wol recht und bruklich were' (Gü 1557) Jb. 14, 160; 'bruklyk …

Bruklichkeit

MeckWB

bruklich·keit

Bruklichkeit f. Nutzung; ä. Spr.: 'myd alleme rechte, nut unde brukelicheyt' (Pa 1366) UB. 16, 10; 'alzo dat geldt an use behuf unde an use …

Bruktĕrer

Meyers

bruk·terer

Bruktĕrer ( Bructĕri ), german. Völkerschaft, deren Wohnsitze im jetzigen Westfalen zwischen Ems und Lippe lagen (s. Karte »Germanien etc.«)…

bruktolehter

KöblerAhd

bruktolehter , Adj. nhd. heiser (?) ne. hoarse (?) ÜG.: lat. (brongidus) Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lsch. lat. brongidus? E.: Etymologie unklar…

bruk als Zweitglied (12 von 12)

gebrûk

MNWB

geb·ruk

gebrûk , brûk , m. , Nutzung; Benutzung, Gebrauch; Brauch, ên ōlt gebr.

ingebrûk

MNWB

inge·bruk

° ingebrûk , m. , Gebrauch, Nutzung (Hoyer Ub. 1, 818).

misbrûk

MNWB

mis·bruk

misbrûk , m. , Mißbrauch, falscher Gebrauch, Verstoß, insbes. in der protestant. Polemik gegen kathol. Ritus, de grü̂welĩke m. des sacrament…

nüttebrûk

MNWB

nuette·bruk

° nüttebrûk , m. , ‚usufructuarius', Nießbrauch , Rente (Rüg. LandR. 99).

rîsbrûk

MNWB

ris·bruk

° rîsbrûk , m. ( Dat. Pl. -en ) : mit Gesträuch bewachsenes Sumpfland, alsô het uns dessen jēgenwardige sittende rât ... benōmen unse vü̂din…

rôrbrûk

MNWB

ror·bruk

° rôrbrûk , m. ( Pl. -e ) : mit Schilfrohr bestandenes Sumpfland, di r.e vȫr bê(i)den stēden ... dî schȫlen bê(i)den stēden vrî sîn tô rôren…

ungebrûk

MNWB

ungeb·ruk

ungebrûk , m. : 1. nicht mehr geübter Brauch, (Vbdg.:) in u. kāmen außer Gebrauch kommen, „ derhalven de voerfaren einem ideren sine were to…

vrēdebruk

KöblerMnd

vrēdebruk , M., F. nhd. Friedensbruch, Bruch (M.) (1) des allgemeinen Friedens, Bruch (M.) (1) des gelobten Friedens, Bruch (M.) (1) des bes…

Ableitungen von bruk (7 von 7)

erbruken

LW

er-bruken, gebrauchen, geniessen.

gebrûk

MNWB

gebrûk , brûk , m. , Nutzung; Benutzung, Gebrauch; Brauch, ên ōlt gebr.

gebruken

LW

ge-bruken, sw. v. Gebrauch von etwas machen, geniessen, refl. m. Gen. üben, ausüben.

Mißbruk

MeckWB

Mißbruk m. a. Spr. Mißbrauch: 'mißbruck und unordenunge ... geOevet' (1516) Bär. Ges. 4, 1, 12.

mißbruken

MeckWB

mißbruken mißbrauchen (1885) Ro.

verbruken

MeckWB

verbruken 1. zu bruken I verbrauchen: wi hebben all' uns' Kahlen verbruukt Ro Warn . 2. zu bruken II a. eine Krankheit auf einen Gegenstand …