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Bril

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Bril

Bd. 3, Sp. 421
Bril (spr. brill), 1) Mattijs, niederländ. Maler, geb. 1550 in Antwerpen, gest. 1584 in Rom, ging früh nach Rom, wo er unter Gregor XIII. mehrere Säle und Galerien des Vatikans mit Landschaften mit Ruinen und religiösen Prozessionen schmückte. 2) Paul, Maler, Bruder des vorigen, geb. 1554 in Antwerpen, gest. 7. Okt 1626 in Rom, Schüler des Damian-Oortelmann, ging ebenfalls frühzeitig nach Rom, wo ihn sein Bruder weiter unterrichtete. B. malte Landschaften in Fresko (im Vatikan, im Lateran, in den Kirchen Santa Cecilia und Santa Maria Maggiore, im Palast Rospigliosi u. a. O.) und Öl, die einen großen Fortschritt in der Landschaftsmalerei bezeichnen, da B. mehr als frühere Maler auf eine einheitliche Beleuchtung hinstrebte. Seine anfangs etwas trockne Behandlung wurde durch den Einfluß der Italiener, besonders des Ann. Carracci, breiter, doch behielt er immer das kältere, bläulich-grünliche Kolorit und die fleißige Durchführung der niederländischen Maler bei. Seine kleinen, meist auf Kupfer gemalten, häufig mit einer Brille als Merkzeichen versehenen Staffeleibilder (religiöse Darstellungen, Landschaften, Marinen, Schlachten, Allegorien) sind äußerst zahlreich und finden sich in allen Galerien Europas.
1221 Zeichen · 19 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brilm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    bril , brille m. s. berille ( s. noch: das ir mir ein par pryllen sendendet, do unser herre durch lyest Janssen rc. 1,40…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brilM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    bril , M. nhd. Brille Vw.: s. lȫgen-, ōgen- Hw.: s. barille; vgl. mhd. berille E.: s. lat. bēryllus, M., Beryll, meergrü…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bril

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Bril , Matthias und Paul, geb. zu Antwerpen 1550 und 1554, niederländ. Landschaftsmaler; Paul der bei weitem ausgezeichn…

  4. modern
    Dialekt
    Brilm. f.

    Westfälisches Wb.

    Bril m. f. n. ⟨ überwiegend Brill m. n.; Brille f. ( Asd Hb , Lin Pl (selten Brill ), Tek Me , Min Wh , Osn Nh , Bor Rb …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bril

185 Bildungen · 184 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

bril‑ als Erstglied (30 von 184)

brilant

LDWB1

bril·ant

brilant [bri·lạnt] I adj. (-nc, -a) hervorragend, brillant, genial II m. (-nc) Brillant m. ▬ te na manira brilant a hervorragend, glänzend.

Brīlappe

WWB

bri·lappe

Brī-lappe m. abfällige Bezeichnung für einen Bauern: „ Buur, Buur, Brijlappe “ ( Ben Hi Ra = RakersGV 169).

Brilhǖseken

WWB

bril·hueseken

Bril-hǖseken n. ⟨ Brillhüsken ( Osn Klön ), Brillenhuüsken ( Hal Bh ), Brillenhüüßien ( Ben Hi) ⟩ dass.

Brilhūs

WWB

bril·hus

Bril-hūs n. ⟨ Brillen- ( Dor Schleef Wl), Briln- Isl Is , Brill- ( Unn Ry) ⟩ Brillenetui.

Brīliᵉpel

WWB

Brī-liᵉpel m. ⟨ › -liᵉpel ‹ ⟩ 1. Breilöffel ( Tek Me , Bek Al ), Löffel ohne Mulde zum Rühren des Breies ( Alt Hs ). — 2. Suppenlöffel zum A…

Briling

LothWB

bril·ing

Briling [brili Kr. Vbg. ; brilek D. ; breïlek Si. ; breïli Bo. ] m. Frischling, junges Schwein, das nur mit heißem Wasser abgebrüht wird…

briljant

ElsWB

briljant [priljànt Logelnh. ] Adj. glänzend. Er het e b. Zeügnis bekumme n . — frz. brillant.

Brilkīker

WWB

bril·kiker

Bril-kīker m. Brillenkiker Brillenträger ( Rek Rh ). „ Du Brillenkīker, dat ’e ges! “ Schimpfwort, man betrachtet Brillentragen u. U. als ho…

Brilkō²pen

WWB

bril·kopen

Bril-kō²pen n. Brillenkaufen: Friggen un Brillenkaupen mot jeder sülms daun ( Bbr Sl Vö = Heckscher II,1 151 || Osn We , geh an die Sache fr…

Brillaffe

SHW

Brill-affe Band 1, Spalte 1115-1116

Brillärsch

LothWB

Brill-ärsch [brilèrš Lix. ] m. ( eigentl. Brüllarsch) kleiner Schreihals. s. brille n .

Brilläuger

RhWBN

Brill-äuger Pl.: Neckn. derer von May-Mertloch .

brillant

Pfeifer_etym

bril·lant

brillieren Vb. ‘glänzen, sich durch besondere Begabung hervortun’, zu Anfang des 18. Jhs. zu gleichbed. frz. briller, das im 16. Jh. aus ita…

Brillantalizarinblau

Meyers

Brillantalizarinblau , ein Thioninfarbstoff, der bei Einwirkung von β Naphthochinonsulfosäure auf die Thiosulfosäure des Dimethylpa raphenyl…

Brillante

Meyers

brill·ante

Brillante (ital.), glänzend, brillant, als musikalische Vortragsbezeichnung soviel wie mit Feuer und Bravour.

brillanten

GWB

brill·anten

brillanten aus Brillanten gefertigt, damit besetzt eine schöne goldne Dose, mit einem b-en Kranz und dem darin nach allen Buchstaben ausgedr…

bril als Zweitglied (1 von 1)

ōgenbril

KöblerMnd

ōgenbril , M. nhd. „Augenbrille“, Brille, Augenglas E.: s. ōge, bril L.: MndHwb 2, 1135 (ôgenbreude/ôgenbrille) Son.: örtlich beschränkt

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „bril". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bril/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „bril". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bril/meyers. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „bril". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bril/meyers.
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