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betäuben

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

betäuben

betäuben

taub Adj. ‘gehörlos, ohne körperliche Empfindung, abgestorben, ohne nutzbaren Wert, gehaltlos, leer’, ahd. toub ‘gehörlos, unempfindlich, stumpf, unsinnig’ (9. Jh.), mhd. toup, toub, auch ‘leer, wertlos, abgestorben, dürr’, mnd. dōf (s. doof), mnl. nl. doof, aengl. dēaf, engl. deaf, anord. daufr, schwed. döv, got. daufs, germ. *dauba-. Dazu (ablautend) toben (s. d.) und (nasaliert) dumm (s. d.), außergerm. griech. typhlós (τυφλός) ‘blind, stumpf, unsinnig, verstopft, dunkel, versteckt’, so daß sich Rückführung auf ie. *dheubh-, *dhūbh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt’ (auch vom Geist und den Sinnen), eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- ‘stieben, wirbeln, besonders von Staub, Rauch, Dampf’ (s. Duft, Dunst), ergibt. Die Ausgangsbedeutung ‘umnebelt, empfindungslos, stumpfsinnig’ wird im Germ. schon früh auf den Gehörsinn bezogen. Aus der Bedeutung ‘gefühllos, abgestorben’ entwickelt sich in mhd. Zeit ‘gehaltlos, unfruchtbar’, vgl. taube Nuß ‘hohle, leere Nuß’, taubes Gestein ‘kein nutzbares Mineral enthaltendes Gestein’. – betäuben Vb. ‘gegen Schmerz unempfindlich machen, das Bewußtsein trüben, benommen machen’, mhd. betouben ‘taub machen, betäuben, entkräften, betören, erzürnen’; vgl. ahd. toubēn ‘taub werden’ (um 800), toubōn ‘zähmen, bezwingen’ (9. Jh.), touben ‘vermindern, schwächen’ (11. Jh.), mhd. touben ‘taub werden, taub machen, betäuben, empfindungslos machen, abstumpfen, dämpfen, zunichte machen, vernichten’, nhd. tauben, täuben ‘taub sein oder werden, rasen, wüten, vernichten’ (nach dem 16. Jh. nicht mehr gebräuchlich). Taubnessel f. Lippenblütler mit Blättern, die denen der Brennessel ähnlich sind, aber bei Berührung keine brennenden Hautreizungen verursachen (15. Jh.). taubstumm Adj. ‘von Geburt an unfähig zu hören und (deshalb auch) unfähig, artikuliert zu sprechen’ (2. Hälfte 18. Jh.), aus der Fügung taub und stumm.
1884 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Betäuben

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Betäuben , verb. reg. act. taub machen. 1. Eigentlich. Der Donnerschlag hatte uns ganz betäubet. Ingleichen nach einer n…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    betäuben

    Goethe-Wörterbuch

    betäuben ca 60 Belege, fast ausschließl im dichterischen Werk 1 die Sinne verwirren a jdn, jds Ohren taub machen, übertä…

  3. modern
    Dialekt
    betäuben

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    betäube n wie hochd. ‘e Fraid, wo aine soll bedaiwe’ Pfm. II 4.

  4. Spezial
    betäuben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    be|täu|ben vb.tr. 1 ‹med› dé l’indormia, narcotisé (-sëia), fá l’anestesia 2 (benommen machen) inciurní (-nësc), amatí (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit betaeuben

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von betaeuben

be- + taeuben

betaeuben leitet sich vom Lemma taeuben ab mit Präfix be-.

betaeuben‑ als Erstglied (1 von 1)

Betäubende Mittel

Meyers

Betäubende Mittel ( an ästhetische, narkotische, schmerzstillende Mittel ), Heilmittel, die lähmend auf die Empfindungsnerven und das Bewußt…