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bespringen

mhd. bis Dial. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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12
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15

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

bespringen

bespringen

springen Vb. ‘durch einen Sprung vom Boden weg-, in die Höhe schnellen, bersten’. Das bis auf das Got. gemeingerm. bezeugte, stark flektierende Verb ahd. springan (8. Jh.), mhd. springen ‘springen, tanzen, eilend gehen, laufen, hervorquellen, wallen, wachsen’, asächs. springan, mnd. springen, mnl. springhen, nl. springen, afries. springa, aengl. springan, engl. to spring, anord. springa, auch ‘bersten’, schwed. springa (germ. *sprengan) läßt sich im Sinne von ‘hastig auffahren, hervorbrechen’ mit nichtnasaliertem aind. spṛhayati ‘eifert, verlangt eifrig’, griech. spérchesthai (σπέρχεσθαι) ‘einherstürmen, sich drängen, aufgebracht, leidenschaftlich bewegt sein’ vergleichen, so daß Anschluß an ie. *sperg̑h-, *spreg̑h-, nasaliert *spreng̑h- ‘sich hastig bewegen, eilen, springen’, eine Erweiterung der unter Sporn (s. d.) angeführten Wurzel ie. *sp(h)er(ə)- ‘zucken, zappeln, schnellen’, möglich ist. – bespringen Vb. ‘(von Rindern, Pferden u. ä.) auf ein weibliches Tier zur Begattung steigen’ (18. Jh.), mhd. bespringen ‘benetzen’. beispringen Vb. ‘helfen, beistehen’ (15. Jh.). entspringen Vb. ‘entlaufen, hervorspringen’, ahd. intspringan (8. Jh.), mhd. entspringen ‘wegspringen, entrinnen, hervorsprudeln, erwachen’. überspringen Vb. ‘springend über etw. hinwegsetzen, überholen, übergehen, unbeachtet lassen, auslassen’, ahd. ubarspringan (um 1000), mhd. überspringen. vorspringen Vb. ‘nach vorn springen, weit herausragen (aus einem zurückliegenden Ganzen)’, ahd. furispringan (10. Jh.), mhd. vorspringen ‘vor(aus)springen, anspringen, übertreffen’; Vorsprung m. ‘schnelle Bewegung nach vorn, räumlicher und zeitlicher Gewinn in Vorwärtsbewegung und Entwicklung gegenüber anderen, vorragender Teil an Bauwerken, Felsen’, mhd. vorsprunc. Springer m. ‘wer springt’, mhd. springer, auch ‘Tänzer, Gaukler’; Bezeichnung einer als Pferd dargestellten Schachfigur (17. Jh.). Springbrunnen m. ‘sprudelnde Quelle’, dann besonders ‘Fontäne’ (17. Jh.). Springflut f. ‘große Meeresflut’ (16. Jh.). Springinsfeld m. ‘junger, leichtfüßiger und unbekümmerter Mensch’ (17. Jh.), nd. ein springe ynt velt (16. Jh.), eigentlich springe in das Feld, imperativischer Satzname, anfänglich Bezeichnung für Soldaten und Landsknechte (Grimmelshausen).
2241 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bespringenstv. I, 3.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    be-springen stv. I, 3. BMZ besprungen sîn benetzt sein Gudr. Bit.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bespringen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Bespringen , verb. irreg. act. S. Adelung Springen . 1) Auf etwas springen, besonders zur Befruchtung, von einigen große…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bespringen

    Goethe-Wörterbuch

    bespringen bei Säugetieren: begatten Ein Löwe will die Kuh zerreißen, ein Stier sie b. 49 2 ,4,21 MyronsKuh vgl aufsprin…

  4. modern
    Dialekt
    bespringen

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    bespringen 1. begatten: Du meinst doch woll nich, dat de Heilige Geist se besprungen hett vom Mutterschaf Gü Bütz ; sche…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bespringen

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bespringen

be- + springen

bespringen leitet sich vom Lemma springen ab mit Präfix be-.

bespringen als Zweitglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „bespringen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bespringen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „bespringen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bespringen/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „bespringen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bespringen/pfeifer_etym.
BibTeX
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