Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
benamen adv.
1. recht eigentlich, genau so wie es gesagt ist, im vollen sinne des wortes. vgl. Gr. 3, 150. eine betheurung ist es eigentlich nie, obwohl es zuweilen ganz ähnlich gebraucht zu werden scheint (s. wtrb. zu Barl., Wigal. und Pass. K.), vergl. Ben. zu Iw. 154. dô seit man in daʒ benamen, daʒ Jôsep heime wære Hahn ged. 115,58. dune hêtest diz gesprochen, du wærst benamen zebrochen Iw. 14. daʒ er nie deheinen eit swuor, wan des er benamen volvuor das. 42. ir sît benamen wol gemuot das. 52. er ist benamen hinne das. 56. der weiʒ wol, daʒ ichs benamen enbære das. 78. ode ich bin benamen verlorn das. 83 u. ö. es ist ein lieblingswort Hartmanns. dâ sol daʒ jârzil enden: sô kumt benamen oder ê Iw. 114. eʒ hât benamen Erec getân Erec 2450. ir müeʒet mir benamen sagen, waʒ ich iuch dâ hôrte klagen das. 3040. ûf welhem sînem hûse si in benamen funden, daʒ enwestens zuo den stunden das. 7800. wir finden in ze Karidôl ode benamen ze Tintajôl das. 7806. got halde iuch alle, benamn den künec und des wîp Parz. 148,1. er enbôt iu beiden samt dienest sîn, darzuo benamn der swester mîn das. 276,24. benamen ich hieʒe brennen dich, hete ich eʒ verlobet niht Barl. 11,28. sô weiʒ ich in alsô gemuot, daʒ er eʒ benamen tuot das. 15,20. geboten hete der heiden allen den sînen daʒ, benamen, bî ir lîbe, daʒ Wigal. 7482. ich wil benamen hinnen varn das. 1294. hete erʒ von ieman ê vernomn, er wære benamen drûf niht komen das. 1548. jâ, benamen, du wirst sîn sat das. 4787. nu saget mir benamen durch got Mai 147,1. des gêt iu benamen nôt das. 167,39. er ist binamen der wîsen spot Pass. K. 73,83. eʒ muʒ binamen alsô wesen als ich hân gesprochen das. 81,88. binamen, dir wirt noch ein kint das. 93,43. nieman sal einen andern rugen binamen umbe sîne sünde in der bîcht Leys. pred. 34,3. sint ich iuch hân gevangen, benamen ir müeʒet hangen Dietr. 3814.
2. mit namen, wie bî namen. er heiʒet Moyses penamen Genes. fundgr. 2,88,22. heiʒ in benamen Wis - snel Leys. pred. 26,24. di brudere daʒ vornâmen, di wârin daʒ benamen: Conrât und Albreht Jerosch. Pf. 137. c. oder gehören auch diese beispiele zu nr. 1?