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begripen

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
5 in 5 Wb.
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2

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

begripen trans., refl.

Bd. 1, Sp. 720
Wossidia begripen begreifen I. trans. 1. mit den Händen begreifen, befühlen, betasten; nur in der doppelsinnigen Rda.: alles kann ick begripen, œwer nich de Frugenslüd', wenn ick 't do, haugen se mi ant Mul, oder ick vertüürn mi mit min Fru StaStargard@GrünowGrün. 2. ergreifen, fassen; von Personen: (Ro 1373) UB. 18, 321; 'worde jement darmede begrepen' (15. Jahrh.) Beitr. Rost. 4, 2, 50; von einer Sache, einem Zustand: 'disse begrepen dat standt' (faßten festen Fuß) Rost. Veide 2; he hett dat Liggent begräpen er ist bettlägerig geworden Wa. 3. mit den Gedanken ergreifen, sich besinnen: 'wat der luden syn nicht begrypen kan' (im Gedächtnis behalten; 1379) UB. 19, 429; dat kann ick nich begripen auf die Sage kann ich mich nicht genau besinnen Wa Waren@LapitzLap; ick kann nich mihr begripen an mehr Reime kann ich mich im Augenblick nicht erinnern Wa; mit dem Verstande, mit den Sinnen fassen: 'der vornunft ein vorborgenes werck, welckes men nicht mit den Ogen des lives, sondern geloven des Hertens sehen, vorstan und begripen kan' Gry. Paw. Z z 3a auch mit refl. Dat.: dat kann 'n sick nich begripen sich daran erinnern PaParchim@SpornitzSporn. 4. umgreifen, einbegreifen: 'de dat closter tu Ribbenitze ersten stichtet unde begrepen hebben' (abgegrenzt; 1399) UB. 23, 556; 'alze dat begrepen is unde light bynnen allen zinen scheden' (Gü 1375) 589; (Gü 1489) Jb. 23, 251; 'do men schreff 1170, do wart Dobbran begräpen' (in seinen Grenzen festgelegt, gegründet) Rost. Etw. 1740, S. 681; in de Wisch is sonn runden Grantbarg begräpen MaMalchin@Behren-LübchinBLübch; vom Inhalt: 'Men wat in disses Mans sin Höved is begrepen, Dat schold wol lading sin van velen Orlogs Schepen' Laur. Schg. Beschluht 121; 'scholde wy ... uppe nenen vrede myt em begrypen' (Frieden schließen; Schw. 1373) UB. 18, 276; von der Gestalt: dee is so begräpen, as de Dik rund is StaStargard@RollenhagenRoll; dat Hünengraff is so begräpen SchwSchwerin@CrivitzCriv; so as ne Graffstell wir dat begräpen Wa; so grot un so begräpen LuLudwigslust@Alt JabelAJab.; von der Reichweite eines Vertrages: 'obwohl der Punkt der Lehne die Städte nicht begriffe, sie dennoch darüber gleichfalls gehöret werden mögten' (1590) Spald. Land. 1, 209; von der Zeit: hadden ehre Tid in Kardinal begräpen (mit Kardinaltrinken ausgefüllt) Reut. 4, 438; von der Wertschätzung: 'du schalt nicht ringe begripen enen andern' (gering achten) Wiechm.-Hofm. 1, 4; mit Worten umgreifen, in Worte kleiden: 'begripen se desülven (die Sakramente) in dissen nafolgeden versche' Gry. Paw. Ss 2a; 'hebben wi ... düsse ... Ordenunge, Statuta und Settunge begripen und vorvaten laten' (1516) Bär. Ges. 4, 1, 13; 'welche eine Polizeiordnung begreifen und sich angelegen sein lassen sollen' Spald. Land 2, 244. II. refl. sich begreifen, sich an etwas festhalten: hei möt sick an den Ledderbom begripen Reut. 5, 56; hei ward sick woll an wat begrepen hewwen 6, 359; sei müsst sick ... an dat Schapp begripen Bri. 5, 161; ick kreg mi begräpen ant Dörenfutter bei drohender Ohnmacht Ro Rostock@RibnitzRibn; in übertragenem Sinn sich fassen, sich besinnen: se begrep sick noch Wi; hei begrippt sick, will nich bang' sin SchöSchönberg@HambergeHamb; sei begrippt sick un deit dat nich MaMalchin@NeukalenNKal; donn begrep ick mi Wa; sick begripen. Reut. 2, 262, 282; 3, 92; 167; 6, 362; Bri. 2, 115; 3, 10; 7, 205; H. Schröd. Buerh. 1, 53; Stllfr. Sl. 216; 218; Schneeb. Herrg. 17. Zs.: ümbegripen. Mnd. begrîpen. Br. Wb. 2, 545; Da. 70a; Dä. 30a; Me. 1, 276.
3343 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    begripenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    begripen , st. V. Vw.: s. begrīpen (1)

  2. modern
    Dialekt
    begripentrans., refl.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    begripen begreifen I. trans. 1. mit den Händen begreifen, befühlen, betasten; nur in der doppelsinnigen Rda.: alles kann…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit begripen

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von begripen

be- + gripen

begripen leitet sich vom Lemma gripen ab mit Präfix be-.

Zerlegung von begripen 2 Komponenten

beg+ripen

begripen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

begripen‑ als Erstglied (1 von 1)

begripen als Zweitglied (1 von 1)

ümmebegrîpen

MNWB

uemme·begripen

ümmebegrîpen , stv. ( Part. Prät. -begrēpen ) : sich ringsum erstrecken, Platz beanspruchen , „ Behaluen vmmebegripen intercipere circumdare…