Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
banden swV.
2 ‘etw. (Vieh) als Pfand einbehalten’
1 ‘jmdn. binden, in Fesseln legen’ so scouwe alle mine note, / mit den ich pin bevangen, / e mich, herre, gebande / dehein nitlich rat FrauGeb 2,4; so sol der rihter, in des gebiet er gefvͤrt oder gebandet wird, schaffen, daz er in vierzehen tagen ledich werd UrkCorp (WMU) 1800AB,41; sô hiezet ir si banden / und smæchlichen handeln Ottok 14622. 6219; StRAugsb 181,21; daz hastv frowe erwendit / dur dich ist er [der Teufel] gebendit / da sin gewalt ein ende hat Martina 3,6. 116,92. 126,38. – mit Refl.-Pron. ‘sich an eine Ordnung binden, sich einfügen’ und wel mensche sich mit willen und mit beratenem muͦte in dise ordenunge gebent: bricht es dis bant, des nimet sich die heilige kilche an ze richtende Tauler 242,26 2 ‘etw. (Vieh) als Pfand einbehalten’ swer sein vihe treibet auf ein andern marche an gemaine waide. wirt ez gepandet ez geit sechs pfenning SpdtL(E) Ldr 160,1. Ldr 159,2. 3
MWB 1 422,60; Bearbeiter: Diehl