Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Aufruhr m.
Aufruhr m.
Aufruhr m. ‘Erhebung, Empörung’, überhaupt ‘heftige Erregung’ (vgl. nl. oproer, engl. uproar in derselben Bedeutung), ein Kompositum zu ahd. (h)ruora f., mhd. ruor(e) f. ‘eilige, heftige Bewegung’ (s. Ruhr), das seinerseits zu ahd. (h)ruoren, mhd. rüeren, ruoren ‘bewegen, anrühren’ (s. rühren) gehört, ist seit der Mitte des 15. Jhs. in hd. Texten, im 14. Jh. bereits in mnd. uprōr nachweisbar. Im Hd. bewahrt die Zusammensetzung das feminine Genus des Grundwortes noch bis ins 18. Jh., daneben kommt die Verwendung als Maskulinum in der 1. Hälfte des 16. Jhs. auf. – Aufrührer m. ‘Empörer, Rebell’ (Ende 15. Jh.). aufrührerisch Adj. ‘einen Aufruhr hervorrufend, empörerisch’, abgeleitet von Aufrührer, löst zu Beginn des 18. Jhs. die älteren Bildungen aufrührig (Ende 15. Jh.) und aufrührisch (16. Jh.) ab und ist vereinzelt neben diesen schon im 16. Jh. bezeugt.