Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
arbeite swv.
1. ohne object,strenge meine kräfte an. nu lôn iu, sprach Brûnhilt, daʒ iuch des an ir niht bevilt ob iuch iht arbeiten tuot ir tugende und ouch ir werder muot Bit. 6021. dâ von möhtent ir alle gerne zuo dem himelrîch arbeiten Bert. 184.
2. mit accusative.
a) transitivem:solt ich si arbeiten ihr beschwerlich fallen, sie plagen Parz. 202,15. er began in sêre arbeiten ihn auf das härteste anzustrengen Barl. 150,13. — wir suln arbeiten guot und ouch den lîp dur (dur einzuschalten) diu reinen wîp alles aufbieten was guot und lîp vermögen MS. 1,200. a. röslin, dir tuot dîn meister unreht, swanne er dich des ruowetages arbeitet mit arbeiten plagt; wanne du soltest ruowen Berth. 64. den lîp und daʒ ertrîch erbeiten das. 67. sô mües ich herze muot u. sin arbeiten anstrengen Albrechts Titurel 2473.
b) reflexivem:du must dich arbeiten und ein schif bereiten Herb. 285. er wolt sich arbeiten Parz. 77, 25. ich sol mich arbeiten, mîn kleinœte iu bereiten Parz. 371,27. Gâwân in zühteclîchen bat, daʒ er sich arbeite unt sîn gezoc im leite ze Bêârosch Parz. 432,15. der helt gesach wan sîn wîp, und arbeite sînen lîp mit den gesten wider in daʒ lant machte seine beschwerliche rückreise zu Etzel. Bit. 132. b. si arbeiten sich sêre Barl. 113,37. ir arbeitet iuch âne nôt Barl. 366,40. und er in alsô kurzen tagen sich durch got garbeitet hât Barl. 392,17. — swie ungerne Rüedeger sich arbeite mit vederspil eineʒ ich im noch geben wil Bit. 72. a. (über das in der Appenzellischen mundart noch gebräuchliche 'sich erbeiten' vgl. Tobler, Appenz. sprachsch. s. 26).