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Apprehension

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Apprehension

Bd. 1, Sp. 778
Apprehensionrelativ häufig (ca 70 Belege); erst nach 1800für das spontane, negative, jedoch nicht aggressive Reagieren auf Dinge, Personen od Ereignisse   a Widerwillen, Abneigung gegen etw Bestimmtes  [Magnetismus] wovor sie [Charlotte] immerfort eine starke A. gefühlt hatte GWB20,340,24 Wv II 11  Hofrath Huisgen .. Sein [entstelltes] Gesicht .. sah man die erste Zeit nur mit A. GWB26,254,8 DuW 4  Meinen .. chromatischen Apparat .. ich verheimliche ihn nicht .. er bleibt aber doch in secreto .. weil sich niemand darum bekümmert, ja weil manche dagegen A. haben. Dieses würde umschrieben in ächter deutscher Sprache heißen er widert ihnen, er ist unbequem, ist verdrießlich, lästig, furchtbar und gehässig GWBB27,372 Schultz [25.]5.16 K  Stelle, wo mir .. der werthe Schelver seine A. gegen die Sexualität der Pflanzen zuerst eröffnete GWBB33,90,15 Henschel [2.]7.20 K  die Apprehension .. die ich habe, eigenhändig zu schreiben GWBB31,10,20 Reinhard 16.11.18   b Besorgnis, Mißbehagen  Zwischen ansteckende Kranke gepackt, wußt’ ich von keiner A. GWB33,123,4 Camp  außer der A. vor Rückfällen .. möchte ich mir meinen Zustand kaum besser wünschen GWBB19,37,20 ChStein 12.8.05 mBez auf Krankheiten  Wer das deutsche Publicum kennt .. wer zunächst erfahren hat, daß sie vor allem Neuen .. eine ängstliche A. fühlen, und daher den Miswollenden freyes Spiel geben, um sich nur jener Furcht entledigt zu sehen GWBB22,250,17 Rochlitz 30.1.12  Ich erlaube jedem Erfahrungsmanne .. gegen die Philosophie .. eine Art A., die aber nicht in Abneigung ausarten, sondern sich in eine stille vorsichtige Neigung auflösen muß GWBB15,281,19 Jacobi 23.11.01  auch er [Cuvier] hat eine gewisse A. gegen eine höhere Methode GWBN7,187,11 PrincPhilZool II  [mangelnder Erfolg der ‘Mitschuldigen’] weil das Verbrechen immer Apprehension hervorbringt, und der Genuß am Lächerlichen durch etwas beygemischtes Bängliches gestört wird GWBB40,132,5 Elsholtz 16.11.25  Seine [Riemers] rasche Aufkündigung war die Folge einer A., die sich wahrscheinlich verlohren hat GWBB33,21,24 Kanzl Müller 8.5.20  über diese Rivalität .. in einiger A. befangen GWBB38,168,26 CarlAug [28.6.24 Korr Wahl 3,138] K   c Unruhe, Erregung, Mißtrauen innerhalb einer Gemeinschaft  im Anfang [der Choleraepidemie] A., allgemeine Aufregung, Furcht, Angst, Sorge, Abwehrungsanstalten, Heilungseinleitung GWBB49,274,16 Grüner 15.3.32  in der A. eines Übels [Cholera] fort- und fortzuleben genöthigt GWBB49,202,11 Marianne 13.1.32  A. wegen einer scheinbaren Kanonade in der Ferne GWBTgb 26.10.06  gerade jetzt .. darf [ich] durch Erscheinung eines Fremden [im Theaterensemble] keine A. geben GWBB27,351,17 Zelter 23.2.17  paradoxe Sätze, ironisches Begegnen .. erzeugte bald A. und Mißbehagen unter den Freunden GWB33,328,6 BelagergMainz  ist auch hier die Gesellschafft in stumme Apprehension gerathen, niemand traut dem andern GWBB29,29,10 Voigt [27.1.18?]   d negative, meist traditionsbedingte Voreingenommenheit; mehrf Pl  daß die armen beschränkten Menschen ihre dunkelsten subjectiven Gefühle, die A-en eingeengter Zustände in das Beschauen des Weltalls .. überzutragen nicht unwürdig finden GWBN51,392,13 Fl Nachtr Geschichtl  Gelehrte Gesellschaften .. wie sollten sie vor allen andern Menschen und ihren Versammlungen das Privilegium haben .. das Künftige ohne übertriebene Hoffnung oder A. .. zu erwarten GWBN4,130,3 FlH VI Mairan  Verlören sich die A-en gewisser Staaten gegen einen solchen Verein [Versammlung der Naturforscher], so wäre schon sehr viel gewonnen GWBB44,353,12 Nees [2.4.28] K  Möchten sie [die Deutschen] .. auch den inneren Parteisinn ihrer neidischen A-en unter einander besiegen GWBB24,161,13 Grotthuß 17.2.14  In dem ungeheuren Leben der Welt .. fällt als ein Peculium für unsere Persönlichkeit ab: das Affirmieren und Negieren, das Vorurteil und die A., der Haß und die Liebe Gespr(He2,705) Riemer 11.12.11 vgl GWBAbneigung GWBAbscheu GWBAntipathie GWBAversion GWBBesorgnis Mißbehagen WiderwillenGertrud HerwigG. H.
3933 Zeichen · 99 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2APPREHENSIONf.

    Grimm Neubearbeitung (1965–) · +1 Parallelbeleg

    2 APPREHENSION f. befürchtung, besorgnis mißbehagen. übernahme von gleichbed. frz. appréhension, entlehnt aus lat. appre…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Apprehension

    Goethe-Wörterbuch

    Apprehension relativ häufig (ca 70 Belege); erst nach 1800 für das spontane, negative, jedoch nicht aggressive Reagieren…

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Apprehensionstheorie

Meyers

apprehension·s·theorie

Apprehensionstheorie , die heute allgemein als richtig anerkannte Ansicht, nach welcher der Diebstahl (s. d.) vollendet ist, sobald der Dieb…