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Abneigung

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Abneigung

Bd. 1, Sp. 117
Abneigung  1 noch anklingend an die konkrete Bed des Sich - Wegneigens, meist iVbdg mit ‘von’ nur in Fl u Br  Seine Anmerkungen zeigen viel Kenntniß, Sorgfalt und A. von hypothetischen Vorstellungen GWBN4,481 FlH Plp  A. und Abweichung von der newtonischen Lehre GWBN4,469 FlH Plp GWBB5,292,3 ChStein 30.3.[82] GWBB7,212,10 Jacobi 5.5.86 iS eines Auseinanderstrebens, übergehend zu 2  Die mehreren [Bibliotheks-] Schlüssel .. haben nur Unordnung hervorgebracht und die A. unter den Menschen vermehrt, von denen jeder nun glaubte, für sich zu bestehen GWBB19,33,1 Voigt 5.8.05   2 im Bereich des Emotionalen, teilw schwächer als ‘Haß’, ‘Widerwille’, stärker als ‘Unneigung’ mehrf iGz ‘Neigung’; iGz ‘Zuneigung’ GWBN6,217,10 GWBB19,413,11 ‘Teilnahme’ GWBB20,140,22 Häufig iVbdg mit ‘gegen’, seltener mit ‘vor’ od erweitertem Inf   a mBez auf Menschen  wie hoch jede wahre Neigung zu schätzen sei, in einer Welt wo Gleichgültigkeit und A. eigentlich recht zu Hause sind GWB20,40,13 Wv I 3  wie Kinder ohne Haß geboren werden, wie das Glück der ersten Jahre darin besteht, daß in ihnen mehr die Neigung als die A. herrscht GWBB15,176,8 Reichardt 5.2.01  selbst A. und Mißwollen scheinen [auf dem Lande iGz Stadt] reiner, weil sie aus den unmittelbaren Bedürfnissen der Menschheit hervorspringen GWB35,143,8 TuJ GWB28,247,8 GWB35,143,28  A. gegen die Franzosen u das Französche GWB46,395 Plp [vgl  große Feindschaft gegen den französischen Schein GWB46,64,26]  Gegen seine Landsleute erlaubte er [Behrisch] sich eine fratzenhafte A. GWB27,134,16 DuW 7  seine äußerste A. gegen die herrnhutische Gemeinde GWB22,322,17 Lj VI  ein entschiedener Haß gegen alle Manieristen .. untersuchen, aus welcher Quelle eine solche A. wohl fließen möchte GWB47,157,22 Samml 5 GWB28,46,24 GWB28,170,26 GWB47,29,6  Ich habe weder eine unverschuldete A. auf ihn geworfen, noch auch ihm die Beschaffenheit des väterlichen Vermögens verborgen DjG4,356,18 RAnw [28.10.74]  fühlte er [G-s Vater] doch eine solche A. gegen den Fremden [Graf Thoranc] GWB26,175,28 DuW 3  die Existenz desjenigen, der mich mit A. und Haß verfolgt, als ein nothwendiges .. Ingrediens zu der meinigen zu betrachten GWB36,281,13 BiogrEinzh Kotzebue  daß ich Neigung oder A. und sogar oft beides zugleich erregte GWB33,186,22 Camp GWB23,31,6 GWB28,61,3 GWBB27,431 Gubitz 6.12.16 K ―  er hatte vom ersten Augenblick an nicht A., noch Widerwillen, aber Entfremdung gegen Julien gefühlt GWB24,134,7 Wj I 8 als Ausdruck gegenseitiger Antipathie, iVbdg mit ‘zwischen’  bis auf diesen Tag pflanzt sich eine leidenschaftliche A. zwischen Florentinern und Lucchesern fort GWB44,337,21 CellAnh X   b mBez auf Gegenstände, Zustände, Handlungen  Gewöhnlich aber wirft man eine A. auf etwas, das man nicht vollenden kann, als auf ein Ding, das uns widerstrebt GWBB19,323,3 Zelter 7.5.07  Die alttestamentlichen Gegenstände thun bey uns einen ganz wunderlichen Effect .. Es ist kein Widerwille, der erregt wird, aber es ist gar kein Wille, keine A., aber eine Unneigung GWBB23,25,9 Zelter 19.5.12  keine eigentliche Neigung zur Poesie, ja man könnte eher sagen, daß hie und da eine A. hervorblicke GWB46,56,10 Winckelm  gegen die Philosophie .. eine Art Apprehension, die aber nicht in A. ausarten, sondern sich in eine stille vorsichtige Neigung auflösen muß GWBB15,281,19 Jacobi 23.11.01  eine unheilbare A. vor einem Werke von so köstlichem Gehalt [Klopstocks Messias] GWB26,124,1 DuW 2  Die A., ja die Furcht vor der Gelehrsamkeit GWB341,94,25 KuARheinMain  aus entschiedener A. gegen Publication des stillen Gangs freundschaftlicher Mittheilung GWB35,73,9 TuJ  eine unüberwindliche A., etwas von mir gedruckt zu sehen GWB28,42,17 DuW 11 GWB30,182,6 GWB27,40,21 GWB21,236,15 GWBN11,51,5 GWB422,203,17 MuR(776) GWBB31,226,15 Nicolovius [11.7.19] GWBN4,300,25 FlH VI   ― mit personifiziertem abstraktem Subj  Es [das Sonderungsvermögen] verwirft wohl ohne A. und nimmt auf ohne Liebe GWBN3,172,6 FlH IV übertr auf das ‘Harmoniespiel’ der Farben  die Wirkung der Farben, das Maß ihrer Energie, Freundschaft und A. GWBN3,372,13 FlH V [Meyer]  von dem Werth und der Wirkung einer jeden Farbe allein und im Verhältniß zu den andern, von ihrer wechselseitigen Verwandtschaft oder A. GWBN3,373,13 FlH V [Meyer]  Syn zu 1 GWBAbwendung zu 2 GWBAbscheu GWBAntipathie GWBApprehension GWBAversion GWBHaß GWBWiderwillevgl Unneigung Ursula SchönfischU. S.
4216 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Abneigung

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Abneigung , plur. inus. 1) Die Neigung von etwas hinweg, in eigentlicher Bedeutung. 2) In der figürlichen Entfernung…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Abneigung

    Goethe-Wörterbuch

    Abneigung 1 noch anklingend an die konkrete Bed des Sich - Wegneigens, meist iVbdg mit ‘von’ nur in Fl u Br Seine Anmerk…

  3. Spezial
    Abneigung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ab|nei|gung f. (-,-en) 1 antipatia (-ies) f. 2 averjiun (-s) f. 3 sciüterla (-les) f. ▬ gegen jdn. eine Abneigung haben …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit abneigung

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von abneigung

abneigen + -ung

abneigung leitet sich vom Lemma abneigen ab mit Suffix -ung, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Ableitungen von abneigung (1 von 1)

abneigunge

KöblerMhd

abneigunge , st. F. Vw.: s. abeneigunge