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anzetteln

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

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1Zettel m. bei einem Gewebe in Längsrichtung verlaufender Garnfaden, ‘Kette, Aufzug’ (15. Jh.; Gegensatz Einschlag, Einschuß für den durch die Breite laufenden Faden), vgl. mhd. zettelgarn, gebildet mit l-Suffix zu zetten Vb. ‘einzeln, in kleinen Stücken fallen lassen, streuen, verstreuen, ausbreiten’, ahd. zetten (9. Jh.; vgl. bi-, ubarzetten ‘be-, überstreuen’, 8. Jh.), mhd. zet(t)en ‘streuen, zerstreut fallen lassen, ausbreiten’ (germ. -dd- aus -dj-). Dazu stellen sich anord. teðja ‘düngen, misten’, schwed. (mundartlich) täda, engl. (aus dem Anord.) to ted ‘ausbreiten (von Heu)’ sowie anord. tað ‘ausgebreiteter Mist’, schwed. (mundartlich) tad ‘Dung’ und got. ungatass ‘ungeordnet, zugellos’, ferner die unter Zote und Zotte (s. d.) angegebenen Formen. Außergerm. lassen sich vielleicht vergleichen griech. datéasthai, datéesthai (δατέασθαι, δατέεσθαι) ‘unter sich verteilen, (zu)teilen’, dasmós (δασμός) ‘Verteilung, Tribut’, so daß auf eine durch t erweiterte Form der Wurzel ie. *dā(i)-, *dī̌- ‘teilen, zerschneiden, zerreißen’ (s. Teil, Zeit) zurückgegangen werden kann. – anzetteln Vb. ‘den Aufzug eines Gewebes auf dem Webstuhl einrichten’, übertragen ‘anstiften’ (Ende 15. Jh.), abgeleitet vom Substantiv. 1verzetteln Vb. ‘Gras, Heu, Stroh zum Trocknen ausbreiten, unachtsam, unbedenklich verstreuen, verschütten’ (16. Jh.), übertragen ‘vergeuden, vertun’ (17. Jh.), ‘Zeit vergeuden’ (18. Jh.), sich verzetteln ‘seine Kräfte zersplittern’ (19. Jh.); Iterativbildung zu verzetten, mhd. verzetten ‘zerstreut fallen lassen, verstreuen, verlieren’, zu zetten (s. oben).
1583 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Anzêtteln

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Anzêtteln , verb. reg. act. 1) Eigentlich, bey den Webern, das Garn zu einem Gewebe in die Länge ausspannen, aufziehen. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    anzetteln

    Goethe-Wörterbuch

    anzetteln 1 von Geweben: Kettfäden spannen, im Bild schauet .. Der ewigen Weberin [ Natur ] Meisterstück | .. | Sie hat’…

  3. modern
    Dialekt
    anzettelntr. v.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    an-zetteln [ònsètlə Lix. Ri. u. s.] tr. v. einen Streit anstiften: mecht wisse, wer das wider ongesettelt hat. — els. 2,…

  4. Spezial
    anzetteln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    an|zet|teln vb.tr. 1 (anstiften, etw. Negatives in die Wege leiten) arjigné ca, invié ia 2 (Webstuhl: durch das Aufziehe…

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Cotta, M. (2026). „anzetteln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/anzetteln/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „anzetteln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/anzetteln/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „anzetteln". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/anzetteln/pfeifer_etym.
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