Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Anemone f.
Anemone f.
Anemone f. ‘(Busch)windröschen’, Frühlingsblume aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Griech.-lat. anemṓnē (ἀνεμώνη) ist wahrscheinlich zu griech. ánemos (ἄνεμος) ‘Wind’ gebildet, wie bereits Plinius vermutet, da sich die Blüte nur beim Wehen des Windes öffne (vgl. die dt. Übertragung Windrößlein durch Tabernaemontanus 1613). Richtiger erklärt Griech. Pflanzennamen 77 das Wort als ‘vom Winde gebogene Pflanze’. Daneben bestehen Versuche, den Namen auf hebr. han-na’ámān ‘die Liebliche’ zurückzuführen. Der botan.-lat. Name wird in der Mitte des 16. Jhs. in dt. Texte übernommen (vgl. auch Feld-, Ackeranemone, Anemonerößlein, ebenfalls Mitte 16. Jh.). Der Name Buschwindröschen n. ist eine Bildung der botanischen Fachsprache, die für die Gattung Anemone (in Anlehnung an Windrößlein, 17. Jh., Windröslein, 18. Jh., Windröschen, um 1700) den dt. Namen Windröschen und für deren Arten vorgesetzte Bestimmungswörter wie Busch-, Balkan-, Dreiblatt- u. dgl. festlegte.