Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
analog
analog
Analogie f. ‘Entsprechung, Ähnlichkeit, Gleichheit von Verhältnissen’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. analogia, griech. analogía (ἀναλογία) ‘entsprechendes, richtiges Verhältnis, Übereinstimmung’ (gebildet zum Adjektiv griech. análogos, s. unten); neben frühen Formen wie Analogy, Analogi anfangs vor allem in griech.-lat. Form Analogia (bis Mitte 17. Jh.). Zum Substantiv bildet sich die Wissenschaftssprache analogisch Adj. ‘entsprechend, ähnlich, sinngemäß’ und, unter dem Einfluß von frz. analogue, gleichbed. analog Adj. (beide Mitte 18. Jh.), die durch lat. analogos, griech. análogos (ἀνάλογος), entstanden aus der häufigen präpositionalen Wendung aná lógon (ἀνὰ λόγον) ‘dem richtigen Verhältnis entsprechend’, zu griech. lógos (λόγος), hier im Sinne von ‘Berechnung, Verhältnis’ (s. Logarithmus und Logik) und die Weiterbildung analogikós (ἀναλογικός), spätlat. analogicus gestützt werden.