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hōrn

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WWB
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25 in 25 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

hōrn

Bd. 1, Sp. 46
Ahōrn Ahorn, Acer ⟨I. mit anl. ›a‹ bzw. darauf beruhenden Lauten. 1. ohne Umlaut des ›a‹. a) mit erhaltenem h: ›ahoªrn‹ (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HerscheidHs Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi), „Ohorn“ (Lip WWB-Source:219:OesterhOesterh), mit ›a‹ = ›ā‹ „Aohorn“ (Kr. CloppenburgKlo Kr. Cloppenburg@ThüleTü), mit diphthongiertem ›a‹ „Auhordn“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@HolteHt); — mit Umlaut im zweiten Teil des Wortes ›ahaern‹ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HornHo, Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa WWB-Source:256:SchmBSchmB), Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh m. Lb Oö, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl m., (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@VenneVe, Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl) Kr. Beckum@LippborgLi, (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@MilteMi Kr. Warendorf@OstbevernOb Kr. Warendorf@WarendorfWd, Kr. MünsterMün Kr. Münster@SprakelSp, Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh Kr. Steinfurt@WeinerWe); haeɐn Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe m.; hor’n Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu || Bb; ›ahaeren‹ (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@BiggeBi, Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm Kr. Soest@BeusingsenBs Kr. Soest@NeuengesekeNg Kr. Soest@ScheidingenSc); — mit diphthongiertem ›a‹ „Auhörn“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr, Kr. BürenBür Kr. Büren@HerbramHb Kr. Büren@WewelsburgWw, Kr. MindenMin Kr. Minden@EisbergenEi), „Äuheuern“ (Kr. BürenBür Kr. Büren@AhdenAd), „Äuhöhern“ (Kr. BürenBür Kr. Büren@HakenbergHg), „Euhörn“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@EffelnEf), „Auhordn“ (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@HolteHt), „Auhoren“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HambürenHb Kr. Tecklenburg@HolperdorpHf, Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@WellendorfWd), „Auheuren“ (SOldbg = WWB-Source:132:HuntemHuntem); — ohne n ›ahaere‹ (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa). — b) kontrahiert: ›aren‹ Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh m., (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@BeringhausenBe Kr. Brilon@ElkeringhausenEl Kr. Brilon@KüstelbergKb Kr. Brilon@MadfeldMf Kr. Brilon@OberschledornOs Kr. Brilon@TitmaringhausenTi Kr. Brilon@WinterbergWb); — „Ohre“ f. (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf); — mit Diphthong, vielleicht aus aho- zusammengezogen: „Auern“ (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@GroßenederGr Kr. Warburg@SiddessenSi), „Eöhern“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe); — diese Form wieder neu mit -horn verbunden: „Auerhöhern“ (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@BellerBl), „Auerhöhn“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@StörmedeSm). — 2. mit Umlaut des anl. ›a‹: ›aer(e)n‹ (Kr. BürenBür Kr. Büren@BleiwäscheBl Kr. Büren@FürstenbergFü Kr. Büren@MeerhofMh, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AltastenbergAa, Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@WesternbödefeldWb, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@EndorfEn) Kr. Arnsberg@MüschedeMü, (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@ElspeEl Kr. Olpe@HeldenHe Kr. Olpe@RüblinghausenRü); entrundet „Ehren“ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RepeRp), „Ähern“ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RahrbachRb); „Äöhn“ (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa); „Öhrne“ (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@DreislarDr); „Örle“ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@WendenWn); — ›aere‹ (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AltastenbergAa f. Ah f. Bk Bo Br Eh Wh, Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@FinnentropFi Kr. Meschede@FredeburgFr Kr. Meschede@NordenauNo Kr. Meschede@RemblinghausenRb, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@AltenhellefeldAh Kr. Arnsberg@LinnepeLi, Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@NeuenkleusheimNk Kr. Olpe@RüblinghausenRü f., die krfr. Stadt HagenHag die krfr. Stadt Hagen@HagenHg). — II. mit anl. ›ā‹: „Ahorn“ (verbr.); „Ahauern“ (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@MedelonMl); ›āhaer’n‹ (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa, Kr. SoestSos Kr. Soest@SchonebergSb, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs || Kr. BürenBür Kr. Büren@BokeBo Kr. Büren@GrundsteinheimGr); ›āhaen‹ Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@BuldernBu, Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc); Āhdn Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe, (Osn, Wlg, Mel, Lüb); „Ahern“ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RahrbachRb, Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@UeffelnÜf); „Ahrn“ (Kr. MeppenMep Kr. Meppen@HelteHt); „Ahörde“ (Kr. WittlageWlg Kr. Wittlage@HitzhausenHi). — Pl. haeɐn Kr. LingenLin Be⟩ Ahorn (meistens ohne nähere Angabe der Art). Feldahorn, Acer campestre (SOldbg, Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh); früher kaum bekannt in (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa = WWB-Source:81:FredFred); aus dem Holz werden Sensenbäume gemacht (Kr. MindenMin Kr. Minden@EisbergenEi). — Syn. Bandeske, Effele, Eªlere, Eªpele, Gō²sepatke, Hardbō²m, Hardtriᵉgel, Hoªlder, Krǖtsbō²m, Meªpele, Miᵉlekmeie, Pinholt, Ssiᵉgenssukker, Withoªlder, Allōrn II. ¶ Von allen Ahornarten ist wohl nur der Feldahorn im Wörterbuchgebiet von alters her weit verbreitet. Im höheren Sauerland kommt er nicht vor. Dies ist das Gebiet des Bergahorns, der sonst in den Kalkbuchenwäldern des südlichen Westfalens als Mischholz anzutreffen ist. Auch der Spitzahorn kommt, wenn überhaupt, von Natur nur im Hochsauerland und an der oberen Weser vor. Im Süden, im Gebiet der natürlichen Verbreitung des (Berg-)Ahorns findet sich auch die zu erwartende kontrahierte Form ›aren‹, ›aeren‹, im übrigen Gebiet dagegen stehen die Formen dem hd. Ahorn nahe. Im übrigen s. zur schwierigen Laut- und Formgeschichte die bei WWB-Source:148:KlugeKluge angegebene Literatur, außerdem noch WWB-Source:315:WBMÖWBMÖ I 117 f. Im Westfälischen braucht man wohl kaum verschiedene germanische Grundformen des Wortes anzunehmen: ahurna, ahira, ahura und êhurna. Das anl. ›a‹, ›ae‹ kann aus kurzem a durch Verschmelzung mit dem folgenden Vokal entstanden sein → Ar Ähre, bei d-Schwund Ādel, Ādelheid, Rāde. Dies so entstandene ›a‹ kann dann auf das entlehnte hd. Ahorn übertragen sein. Der Umlaut ›ae‹, z. T. mit Entrundung, wird am wahrscheinlichsten von dem Adj. herrühren, → den gleichen Vorgang bei Äske, Danne, Dzke, Pöppele vielleicht auch Bo¹ke. Kr. Grafschaft DiepholzDie n-losen Formen sind wohl ein neuer, schwacher Nom. → z. B. Oªwen, Wāgen.
3381 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    ahornst. M. (a)?, st. N. (a)?

    Köbler As. Wörterbuch

    ahorn , st. M. (a)?, st. N. (a)? nhd. Ahorn ne. maple (N.) ÜG.: lat. platanus Gl, GlP Hw.: vgl. ahd. ahorn (st. M. (a)?,…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hornst. m. (n.?)

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ahorn st. m. ( n.? ) , mhd. nhd. ahorn; mnd. âhōrn. — Graff I, 135. ahurn: nom. sg. Gl 1,286,53 ( Jb-Rd ). — ahorn: nom.…

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    AHORNstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    AHORN stm. ahorn. a. w. 3,232. Hoffm. sumerl. 63,33.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ahorn

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Ahorn , des -es, plur. die -e, oder der Ahornbaum, des -es, plur. die -bäume, ein Baum der zu den harten Laubhölzern…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ahorn

    Goethe-Wörterbuch

    Ahorn in natwiss Schr Die Spuren solcher nicht völlig den Samen angepaßten Blattgestalten sehen wir an vielen geflügelte…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ahorn

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ahorn , Acer. (Polygamia Monoecia. Acerineae .) Eine reichhaltige Gattung meist hochwachsender Laubholzbäume, wovon mehr…

  7. modern
    Dialekt
    Ahorn

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Ahorn Band 1, Spalte 1,236

  8. Spezial
    Ahorn

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ahorn (Acer sp.) m. (-s,-e) ‹bot› aier (-i) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ahorn

35 Bildungen · 21 Erstglied · 14 Zweitglied · 0 Ableitungen

ahorn‑ als Erstglied (21 von 21)

Ahornbaum

GWB

ahorn·baum

Ahornbaum legte er [ Rochus ] sich unter einen A. und ruhete daselbst ein wenig 34 1 ,30,28 Rochusf Nahmen der Baüme [ sic ] .. Ahorn-Baum. …

Ahornblatt

GWB

ahorn·blatt

Ahornblatt Ahornblätter mit merkwürdigen schwarzen Flecken B44,50,26 Nees 2.4.28 Rosel Weidhase R. W.

hōrnbō²m

WWB

ahorn·bom

Ahōrn-bō²m ⟨ › ahaer’n- ‹ Isl He , „ Aohönenbaum “ ( Stf Nw ), › aren- ‹ Wal Ro , „ Auernbäm “ ( Bür Li ), › aeren- ‹ Bri Ah , ( Mes Br ), ›…

ā̂hōrnenbôm

MNWB

ahorn·enbom

+ ā̂hōrn , ā̂hōrnbôm , ā̂hōrnenbôm , m. , Ahornbaum, platanus (s. noch alhōrn). ā̂hōrnes vrucht.

ahornenboum

AWB

ahornen·boum

ahornenboum mhd. st. m. ; vgl. mhd. ahörnîn. ahornen-bovm ( Wiesbaden 2 ), -bom ( Berl. Lat 4 0 674 ): nom. sg. Gl 3,401,60 ( Hildeg., beide…

AHORNEULE

DWB2

ahorn·eule

AHORNEULE f. grauer nachtschmetterling: 1795 auf den beiden erstern bäumen ( eichen, rüstern nährt sich ) auch die ahorneule forst-kal. 42. …

ahornholz

KöblerMhd

ahorn·holz

ahornholz , st. N. nhd. Ahornholz Q.: Gl, WeistGr (1380) E.: s. ahorn, holz W.: nhd. Ahornholz, N., Ahornholz, DW2 2, 94 L.: LexerN 3, 33 (a…

Ahorni N

Idiotikon

Ahorni N. Band 1, Spalte 161 Ahorni N. 1,161

ahornin

Idiotikon

ahornin Band 1, Spalte 161 ahornin 1,161

Ahornlaus

Adelung

ahorn·laus

Die Ahornlaus , plur. die -läuse, eine Art Blattläuse, welche auf den Ahornarten angetroffen werden; Aphis aceris, L.

ahornpoum

KöblerMhd

ahornpoum , st. M. Vw.: s. ahornboum

AHORNSAFT

DWB2

ahorn·saft

AHORNSAFT m. aus dem ( zucker ) ahorn gewonnener saft: 1767 von dem zucker aus ahornsafte in: Krünitz encycl. 1 ( 1773 ) 253. 1842 auch mach…

Ahornvase

GWB

ahorn·vase

Ahornvase Bewunderung der geschnittenen und gedrechselten A. Tgb 24.9.29 Rosel Weidhase R. W.

Ahornzucker

Adelung

ahorn·zucker

Der Ahornzucker , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, ut nom. sing. Zucker, welcher aus dem Safte des Ahornbaumes, be…

ahorn als Zweitglied (14 von 14)

Bërgahorn

Idiotikon

Bërgahorn Band 1, Spalte 161 Bërgahorn 1,161

Fëldahorn

Idiotikon

Fëldahorn Band 1, Spalte 161 Fëldahorn 1,161

leimahorn

DWB

leim·ahorn

leimahorn , m. acer platanoides. in Berchtesgaden. Schm. 1, 1472 Fromm. vgl. leimbaum .

Maßahorn

BWB

Maßahorn Band 1, Spalte 1,237

silberahorn

DWB

silber·ahorn

silberahorn , m. der rote ahorn, weil seine blätter an der unteren seite silberfarben sind. Adelung, acer rubrum. Nemnich 1, 28 .

spitzahorn

DWB

spitz·ahorn

spitzahorn , m. eine ahornart, deren blätter spitze lappen und zähne haben, acer platanoides. Nemnich 1, 26 . Krünitz encycl. 159 (1833) , 3…

tinktahorn

KöblerAhd

tinktahorn , st. N. (a) nhd. Tintenhorn, Tintenfass ne. ink-horn ÜG.: lat. atramentarium Gl, (atramentum) Gl Q.: Gl (9. Jh.) I.: Lüt. lat. a…